Artikel
0 Kommentare

Volldeppen-Apostroph

Volldeppen-Apostroph auf einer Speisekarte

Kürzlich habe ich eine neue Variante entdeckt, die den Deppen-Apostroph zum Volldeppen-Apostroph macht: die Abtrennung des letzten S in einem Wort durch besagtes Zeichen.

Wer wohl dieser Ka ist, dessen Spatzen hier angeboten werden?

Der „Deppen-Apostroph“ (zugegebenermaßen eine etwas böswillige Bezeichnung) ist nicht aus der Welt zu schaffen. Meistens wird er fälschlicherweise verwendet, um das Plural-s vom Wortstamm abzutrennen. Dafür aber ist der Apostroph im Deutschen nicht gedacht. Schließlich geht es bei korrektem Gebrauch darum, die Auslassung eines Buchstabens anzuzeigen.

So wäre es richtig

Ein Apostroph wird anstelle eines ausgelassenen Buchstaben verwendet. Also beispielsweise bei bestimmten Verbformen: geht’s statt geht es, macht’s statt macht es, kann’s statt kann es und so weiter.

Aber es gibt auch Auslassungen, bei denen man den Apostroph am liebsten setzen würde, bei denen er aber trotzdem entfällt. Das ist beispielsweise bei Präpositionen der Fall, die mit dem darauffolgenden bestimmten Artikel zusammengezogen werden: Korrekt muss es heißen fürs (und nicht für’s), ans (und nicht an’s), aufs und nicht auf’s sowie unters (und nicht unter’s).

Jetzt wissen Sie also: Mit dem Apostroph ist Vorsicht geboten. Und ganz bestimmt muss er nicht gesetzt werden, nur weil am Schluss eines Wortes mehr oder weniger zufällig der Buchstabe S auftaucht …

Falls Sie wissen möchten, wie Sie die Sache mit dem Apostroph richtig machen, empfehle ich auch folgende Posts:

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.