14. Februar 2018
von Judith
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Wellen, Sardellen, Garnellen – Maritimes auf der Speisekarte

Eine Quelle steter Freude ist für uns Briefprofis das Studium der Speisekarte beim Restaurantbesuch. So auch diese mit einer Palette an Meeresfrüchten, die man andernorts wohl vergeblich sucht:

Vielleicht war der Koch auch nur inspiriert von einem maritimen Reimschema, das nach Wellen und Sardellen eben nach „Garnellen“ verlangt.

7. Februar 2018
von Barbara
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Wie Sie Ihr Unternehmensprofil in Stellenanzeigen gestalten

BMW oder Siemens könnten darauf verzichten, aber die meisten Unternehmen können nicht davon ausgehen, dass jeder sie kennt und um ihre Branchenzugehörigkeit und ihr Leistungsspektrum weiß. Insofern ist es erstaunlich, dass dennoch viele Unternehmen über ihren Namen und ihr Logo hinaus bei Stellenausschreibungen nichts über sich verraten.

Dahinter mag die Ansicht stecken, dass der interessierte Bewerber sich ja auf der Unternehmenswebsite informieren könne. Oder man geht davon aus, dass sowieso nur Brancheninsider sich bewerben.

Damit werden aber möglicherweise manche, eigentlich passende Bewerber erst gar nicht aufmerksam auf diese Stellen, weil sie mit dem Namen des Unternehmens allein nichts anfangen können. Und das wäre angesichts des oft beklagten Fachkräftemangels doch schade.

Eine (kurze) Vorstellung des Unternehmens gehört in jede Stellenanzeige

Allerdings ist das mit dem Selbstbeschreibungen so eine Sache. Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung: Ich kann sehr gut Profile für andere formulieren, gerate aber jedes Mal ins Schwitzen, wenn ich eines über mich selbst schreiben soll. Das geht offenbar nicht nur mir so.

Wie Sie Ihr Unternehmensprofil in Stellenanzeigen lieber nicht gestalten

Manche Selbstvorstellung wirkt etwas angeberisch:

Wir sind die Nummer 1 in …
Wir sind das führende Unternehmen für …

Daran ändert es auch nichts, wenn man in der 3. Person von sich spricht: XY …

ist Deutschlands erste Adresse für …
einer der Innovations- und Marktführer für …
Weltmarktführer für …
ein weltweiter Marktführer bei …
zählt zu den besten Automotive-Zulieferern weltweit
ist auf Wachstumskurs
gehört zu den größten Modefilialisten Deutschlands

Oder wenn man scheinbar nur weitergibt, was andere sagen:

Wir gelten als innovatives, expandierendes mittelständisches Unternehmen der … Industrie
Seit über 25 Jahren gelten wir europaweit als Experte für …

Zumindest in Stellenanzeigen wimmelt es nur so von Marktführern, alle sind die besten, größten und innovativsten ihrer Branche oder gleich der ganzen Welt. Das ist weder informativ noch überzeugend. Und so richtig sympathisch wirkt es auch nicht.

Wie sieht eine glaubwürdige und aussagekräftige Unternehmensvorstellung aus?

Was antworten Sie, wenn ein Bekannter Sie fragt, was Ihr Unternehmen eigentlich macht? Wahrscheinlich sagen Sie dann etwas über die Branche, die Produkte bzw. Leistungen und die Größe des Unternehmens. Vielleicht noch etwas zu bestimmten Besonderheiten, etwa wenn es sich bei Ihrem Arbeitgeber um eine Stiftung oder um ein inhabergeführtes Unternehmen handelt. Genau diese Dinge interessieren auch potenzielle Bewerber. Sie brauchen Sie für Ihr Firmenprofil nur noch aufzuschreiben.

Aber bitte nicht so:

XY ist führender Hersteller im Bereich High Performance Motion Control und liefert kundenspezifische Lösungen und Systeme für anspruchsvolle Industrieanwendungen.

Die Z AG ist ein führender Anbieter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie.

Die X GmbH ist Teil der Y Unternehmensgruppe und gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Embedded Hardware- und Softwarelösungen.

Brancheninsider verstehen möglicherweise, was das für ein Unternehmen ist und was es tut. Alle anderen eher nicht. Im Zweifelsfall bewerben sie sich lieber bei einem Unternehmen, dessen Selbstbeschreibung ihnen einleuchtet.

Ein gutes Unternehmensprofil in Stellenanzeigen ist konkret und in verständlicher Sprache formuliert

Dazu habe ich einige Beispiele gefunden, die als Vorbild dienen können:

Wir sind eine überregional tätige mittelständische Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit über 150 Mitarbeitern an den Standorten X, Y und Z.

XY ist eine internationale Personalberatung mit Sitz in Z. Wir finden wir für unsere Auftraggeber weltweit Fach- und Führungskräfte.

Wir sind eine große christliche Hilfsorganisation mit Sitz in Berlin. Unsere Arbeit ist Dienst am Menschen für den Menschen. Zu unseren Aufgaben zählen u.a. Rettungsdienst, Krankentransport, Soziale Dienste, Behindertendienst, Kinder- und Jugendarbeit. (Die Johanniter)

Als X-Firmenfamilie vereinen wir mehrere Vertriebsbereiche mit ca. 2.000 Mitarbeitern unter einem Dach: (…)  Seit über 75 Jahren entwickeln, produzieren und vertreiben wir erstklassige Produkte für Kinder, Familien sowie Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.

Y ist ein weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen, das Medikamente und Medizinprodukte zur Infusion, Transfusion und klinischen Ernährung anbietet. Unsere Produkte und Dienstleistungen werden in der Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patienten eingesetzt.

Für das Unternehmensprofil in Stellenanzeigen gilt also nichts anderes als für die sonstige Kommunikation eines Unternehmens nach außen: Besser klar und einfach als modisch-verschwurbelt.

Unternehmensprofil in Stellenanzeigen - Formulierungstipps

Falls Sie sich für weitere Themen rund um die schriftliche Kommunikation im Personalbereich interessieren, empfehle ich Ihnen auch folgende Posts:

Mustertext für einen Zwischenbescheid an Bewerber

Floskeln in Stellenanzeigen – Anforderungen an Bewerber

Behördendeutsch in verständliche Sprache übersetzen

1. Februar 2018
von Barbara
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Unser erstes E-Book: Behördendeutsch in verständliche Sprache übersetzen

Meine Tipps zum Behördendeutsch finden erfreulicherweise viele Leser. Daher haben wir vor einiger Zeit unsere Seite Best of Behördendeutsch eingerichtet, auf der wir auf die entsprechenden Beiträge verlinken. Noch einfacher wäre es natürlich, wenn Interessierte alle Texte zu diesem Thema in einem einzigen Dokument lesen könnten; dann entfällt nämlich das lästige Hinundherklicken. Genau das können Sie jetzt, jedenfalls dann, wenn Sie ein Kindle-Lesegerät haben. Ich habe nämlich das erste Briefprofi-E-Book erstellt, das Sie ab sofort bei Amazon kaufen können (Partnerlink*):

Behördendeutsch in verständliche Sprache übersetzen: Wie Sie ganz einfach so schreiben, dass Ihre Empfänger Sie verstehen. Ohne Floskeln, ohne Missverständnisse. (Die Briefprofis 1)

Für den Preis einer Tasse Cappuccino – genauer gesagt, für 2,99 Euro –, können Sie diesen praktischen, kleinen Leitfaden erwerben. Er wird Ihnen dabei helfen, das Behördendeutsch aus Ihrer Geschäftskorrespondenz zu verbannen und ganz einfach bessere Formulierungen zu finden.

*„Partnerlink“ bedeutet, dass ich für jeden Einkauf, der durch einen Klick auf diesen Link zustande kommt, eine kleine prozentuale Beteiligung bekomme.

Für den Fall, dass Sie keinen Kindle haben, können Sie den Ratgeber übrigens auch im PDF-Format direkt bei uns bestellen. Senden Sie dazu einfach eine E-Mail an info@kettl-roemer.de.

31. Januar 2018
von Judith
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Sorgsam, sparsam, seltsam – falsches Adjektiv in der Toilette

Etwas seltsam finde ich sie schon, die Aufforderung auf diesem Schild, das neben einem Waschbecken in der Toilette hängt:

falsches Adjektiv in der Toilette - sorgsam statt sparsam

Sorgsam? Das bedeutet schonend, pfleglich, gewissenhaft. Aber mal ehrlich, da kann ich noch so schonend und pfleglich mit dem Papier umgehen, im Endeffekt ist der Umwelt damit trotzdem nicht geholfen. Und dem Papier dürfte es egal sein, wie aufmerksam ich es behandle. Vielleicht wäre Sparsamkeit hier der bessere Ratschlag gewesen …

Anforderungen an Bewerber

23. Januar 2018
von Barbara
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Floskeln in Stellenanzeigen – Anforderungen an Bewerber

Zugegeben, es ist gar nicht so einfach, eine Stellenanzeige zu formulieren. Man hat ja nicht so viel Platz und will das Wichtigste kompakt zusammenstellen. Daher beschränkt man sich üblicherweise auf die Punkte

  • Unser Unternehmen/Wer wir sind
  • Ihre Aufgaben/Was bzw. wen wir suchen
  • Ihr Profil/Welche Qualifikationen und Fähigkeiten Sie mitbringen sollten
  • Wir bieten/Was Sie bei uns erwarten können

Diese Punkte sind die logischen Bestandteile einer Stellenanzeige, denn potenzielle Bewerber müssen wissen, wer wen für welche Aufgaben sucht, bevor sie eine Bewerbung schreiben. Erschwert wird das allerdings durch die Floskelhaftigkeit der Texte. Die Anforderungen an Bewerber unterscheiden sich nämlich oft nur im Hinblick auf die fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen; wo es persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten geht, sind sie in weiten Teilen austauschbar. Damit verlieren sie aber ihre Orientierungs- und Unterscheidungsfunktion bzw. überhaupt ihren Nutzen.

Anforderungen an Bewerber in Stellenanzeigen sind oft austauschbar und banal

Einer der Spitzenreiter unter den Anforderungen ist die Teamfähigkeit. Aber auch an die gewünschte Arbeitsweise werden immer dieselben Anforderungen gestellt:

Teamfähigkeit – gähn!

Die Formulierungen unterscheiden sich nur minimal: Egal, ob Mitarbeiter für die Buchhaltung, für die Personalabteilung, die IT oder die Technik gesucht werden: Teamfähigkeit sollen alle mitbringen. Wahlweise Teamorientierung, Teamgeist, Bereitschaft zur oder Freude an der Arbeit im Team.

Allerdings dürfte es sich bei den meisten Arbeitnehmern herumgesprochen haben, dass sie normalerweise nicht tagaus, tagein allein in einem stillen Kämmerlein an komplett abgegrenzten Aufgaben arbeiten werden. Jedenfalls, wenn sie sich nicht gerade als Leuchtturmwärter bewerben. Dass man mit Kollegen zu tun haben wird und konstruktiv mit ihnen zusammenarbeiten sollte, weiß jeder. Dass das nicht immer einfach ist, auch. Was soll dann diese Anforderung?

Und wer wird sich selbst als nicht teamfähig einstufen und deswegen auf eine Bewerbung verzichten? Garantiert nicht einmal die Menschen, deren Kollegen ihnen tatsächlich mangelnde Teamfähigkeit vorwerfen, denn Selbst- und Fremdbild weichen oft deutlich voneinander ab. Im Zweifelsfall findet noch der unfreundlichste Eigenbrötler, dass es an den Kollegen liegt, wenn die Zusammenarbeit nicht klappt, niemals jedoch an ihm selbst.

Mein Rat: Verzichten Sie auf die floskelhafte Forderung nach Teamfähigkeit in Ihren Stellenanzeigen, sie bewirkt ohnehin nichts.

Eigeninitiative und selbstständige Arbeitsweise

Hier ist die Bandbreite auch nicht viel größer: Alternative Formulierungen sind Eigenverantwortlichkeit, Engagement oder eine proaktive Arbeitsweise.

Das ist nun auch nichts Außergewöhnliches: Welches Unternehmen sucht schon reine Befehlsempfänger, Mitarbeiter oder gar Führungskräfte, die von selbst gar nichts machen, sondern nur erledigen, was man ihnen dezidiert aufträgt? Eine gewisse Initiative wird an jedem Arbeistplatz erwartet. Vor allem an der Stelle selbst lässt sich ablesen, in welchem Maße eigenständiges Arbeiten damit verbunden ist. Das dürfte bei einem Mitarbeiter am Fließband weniger sein als bei einem Einkaufsleiter, darüber hinaus ist der Erkenntniswert dieser Anforderungen an Bewerber eher gering.

Auch hier gilt übrigens: Kaum jemand wird von sich selbst denken, er hätte besonders wenig Initiative. Und wer ganz bewusst nur Dienst nach Vorschrift machen möchte, wird sich sowieso kaum auf einen Job im Außendienst oder um eine Führungsposition bewerben.

Mein Rat: Lassen Sie auch diese Anforderungen einfach weg, sie dient weder zur Information eines Bewerbers noch hat sie eine Filterfunktion.

Belastbarkeit

Auch diese Eigenschaft wird in sehr vielen Stellenanzeigen gewünscht, ist aber ziemlich banal. Eine gewisse Belastbarkeit muss jeder Arbeitnehmer mitbringen. Wer sucht schon einen Mitarbeiter, der unter der kleinsten Belastung zusammenbricht?

Vielleicht gibt es den ein oder anderen Bewerber, der sich beim Lesen dieser Anforderung denkt: „Nö, ich kann nicht gut mit Stress umgehen, da bewerbe ich mich lieber nicht.“ Aber das dürfte eher die Ausnahme sein. Insofern ist auch dies eine der Anforderungen an Bewerber, auf die man in Stellenanzeigen gut verzichten kann.

Es sei denn natürlich, Sie haben wirklich eine außergewöhnlich anstrengende Position zu besetzen. Wer „hohe Belastbarkeit“ fordert, sagt damit ehrlich, dass der Stresslevel der ausgelobten Tätigkeit ziemlich hoch ist. Das kann manche Bewerber abschrecken (was dann ja auch erwünscht ist). Jedenfalls diejenigen, die ihre eigene Belastbarkeit realistisch einschätzen. Bei den anderen dürfte es vor allem dazu führen, dass sie sich eine entsprechend gute Bezahlung erwarten. Die sollten Sie dann auch bieten können.

Welche Anforderungen an Bewerber sind in Stellenanzeigen sinnvoll?

Die Antwort ist naheliegend: Nur diejenigen, die tatsächlich zu einer Vorselektion der potenziellen Bewerber führen. Das heißt: Alle „harten“ Kriterien sollten aufgeführt werden, etwa

  • Schulabschluss/Berufsausbildung in relevanten Bereichen/Studienabschluss mit Studienfach
  • Dauer der gewünschten Berufserfahrung bzw. Hinweis, dass auch Absolventen oder Quereinsteiger genommen werden
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • PC-Kenntnisse, ggf. bezogen auf branchentypische Programme

„Weiche“ Kriterien mit Vorselektionspotenzial sind beispielsweise:

  • Bereitschaft zu intensiver Reisetätigkeit (weltweit)
  • Bereitschaft zur Schichtarbeit mit Rufbereitschaft
  • Erfahrungen im Umgang mit Geschäftspartnern aus dem asiatischen Raum

Wer die nicht hat, bewirbt sich nicht. Das spart dann beiden Seiten Mühe und Enttäuschungen. Das ist sinnvoll.

Stellenanzeigen formulieren - Anforderungen an Bewerber

Falls Sie sich für weitere Themen rund um die schriftliche Kommunikation im Personalbereich interessieren, empfehle ich Ihnen auch folgende Posts:

Mustertext für einen Zwischenbescheid an Bewerber

Wie Sie Ihr Unternehmensprofil in Stellenanzeigen gestalten

11. Januar 2018
von Judith
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Apostroph schmerzlich vermisst

In mehreren Beiträgen haben wir Briefprofis uns schon über die Unsitte ausgelassen, jedes Plural-S mit einem Apostroph zu garnieren. Jetzt erstmals ist ein Gegentrend erkennbar: der bewusste Verzicht auf den Apostroph. Doch ach! Ausgerechnet hier wäre ein Auslassungszeichen angebracht gewesen …

Womans World - fehlender Apostroph im englischen Genitiv

Zur Erläuterung: Anders als im Deutschen wird im Englischen der Genitiv gebildet, indem zunächst ein Apostroph und dann ein S an das jeweilige Wort angehängt wird. Also ist die Genitivbildung auf diesem Schild wieder mal falsch. Uns kann man es aber auch gar nicht recht machen!

Falls Sie sich näher mit dem Apostroph und seiner korrekten Anwendung beschäftigen möchten, empfehlen wir auch folgende Beiträge:

Neujahrswunsch

3. Januar 2018
von Barbara
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Mustertext für einen Neujahrsbrief 2018

Hat es mit dem Weihnachtsbrief nicht mehr rechtzeitig geklappt? Oder möchten Sie sich bei Ihren Kunden und Geschäftspartnern ohnehin lieber melden, wenn Sie auf mehr Aufmerksamkeit hoffen können? Dann ist der Jahresanfang genau die richtige Zeit dafür.

Was unterscheidet einen Neujahrsbrief von einem Weihnachtsbrief?

Gar nicht so viel: Die Weihnachtsgrüße lassen Sie natürlich weg, dafür wünschen Sie eben alles Gute für das neue Jahr. Beim Neujahrsbrief steht außerdem weniger der Rückblick auf das vergangene Jahr im Fokus als der Ausblick auf das noch Kommende. Ein Dankeschön und die Hoffnung auf eine weitere gedeihliche Zusammenarbeit gehören auch dazu.

Aus diesen „Zutaten“ und eventuell einigen konkreten Bezügen auf Ihr Unternehmen und Ihre Pläne können Sie schnell einen individuellen Text erstellen. Oder Sie knüpfen allgemein an die Themen Jahresanfang, Aufbruch, Neubeginn, Ziele, gute Vorsätze usw. an. Hier haben Sie mehr Möglichkeiten als beim Weihnachtsbrief.

Beispieltext: So könnte Ihr Neujahrsbrief 2018 aussehen

Sehr geehrter Herr Kunde,

das mit den guten Vorsätzen zum Jahresbeginn ist gar nicht so einfach: Im neuen Jahr soll alles besser werden, wollen wir endlich alles umsetzen, was bisher nicht gelungen ist – und spätestens Anfang Februar merken wir, dass es auch diesmal nichts wird mit dem Abnehmen, Sporttreiben oder was immer es sein sollte. Das ist ganz schön ernüchternd.

Trotzdem haben wir bei der XY GmbH uns einiges vorgenommen für 2018: Wir wollen tatsächlich besser werden – aber nicht für uns, sondern für Sie!

Und wir bleiben nicht bei guten Absichten, sondern haben sie schon in eine konkrete Planung umgesetzt: Wir sind bereits dabei, einige organisatorische Änderungen vorzunehmen, die ab März zu einer spürbaren Verkürzung der Lieferzeiten führen. Unser Sortiment werden wir an einigen Stellen straffen, an anderen erweitern, damit wir Ihre Wünsche besser erfüllen können; ab Mai finden Sie es in unserem Online-Katalog. Im September werden wir erstmals eine Hausmesse veranstalten, deren Programm für Sie garantiert interessant ist.

Und natürlich werden wir das ganze Jahr hindurch weiter daran arbeiten, die Leistungen für unsere Kunden zu optimieren.

Danke, dass Sie zu unseren Kunden gehören – wir freuen uns auf ein gutes, produktives und erfolgreiches Jahr mit Ihnen!

((Unterschrift))

Mustertext für einen Neujahrsbrief 2018 - Pin

Hat Ihnen unser Neujahrsbrief 2018 gefallen bzw. ist er für Sie nützlich? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Falls Sie noch mehr Inspiration für Briefe zum Jahresanfang suchen, empfehlen wir Ihnen folgende Beiträge:

Unsere Tipps für Ihre Neujahrswünsche

Weihnachten kam so überraschend? Dann schreiben Sie doch einen Neujahrsbrief!

Neujahrsbrief 2016: Musterbrief an einen guten Kunden

Muster für einen Neujahrsbrief 2017

20. Dezember 2017
von Barbara
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Unsere Tipps für Ihre Neujahrswünsche

Für eine Weihnachtskarte wird es langsam etwas knapp, und überhaupt feiern ja nicht alle Menschen Weihnachten. Dann schicken Sie eben Grüße und gute Wünsche zum Jahreswechsel. Nur: Was schreiben Sie da? Und wie?

So schreiben Sie ganz einfach gelungene Neujahrswünsche

Die Herausforderung liegt bei diesen Schreiben (wie auch bei den Weihnachtsbriefen und -karten) vor allem darin, nicht ins Floskelhafte und damit Unpersönliche zu verfallen. Wenn Sie dem Empfänger eine Freude machen und sich positiv in Erinnerung bringen wollen, müssen Sie Formulierungen finden, die zwar zum Anlass passen, aber nicht „abgenudelt“ sind. So gelingt Ihnen das:

Einstieg mit einem Zitat

Wenn Sie der Schon-wieder-ein-Jahr-vorüber-Einstieg nicht ganz befriedigt und Ihnen keine eigene Alternative einfällt, können Sie es sich leicht machen: Stellen Sie einfach ein passendes Zitat voran, an das Sie dann anknüpfen. Zum Beispiel eines von diesen:

„Die Vergangenheit kann nicht verändert werden. Die Zukunft liegt jetzt in deiner Hand.“
Mary Pickford (1892-1979), US-amerikanische Schauspielerin

„Wir sehn aufs alte Jahr zurück und haben neuen Mut. Ein neues Jahr, ein neues Glück, die Zeit ist immer gut.“
Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), deutscher Lyriker

Mögliche Anknüpfungsformulierung:

Zum Jahreswechsel blicken wir dankbar in die Vergangenheit zurück. Vor allem aber freuen wir uns darauf, gemeinsam mit Ihnen unsere Zukunft zu gestalten. (…)

Falls Sie es etwas nachdenklicher mögen, eignet sich vielleicht eines dieser beiden Zitate:

„Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer.“
Johann Peter Hebel (1760-1826), deutscher Theologe und Dichter

„Das neue Jahr steht mit seinen Forderungen vor uns; und gehen wir auch gebeugt hinein, so gehen wir doch auch nicht ganz mit leeren Händen unseren Weg.“
Søren Kierkegaard (1813-55), dänischer Theologe und Philosoph

Mögliche Anknüpfungsformulierung:

„Der Jahreswechsel ist immer ein Anlass zum Innehalten und Nachdenken (…)“

Und was wünschen Sie nun zum neuen Jahr?

Natürlich gehört in Neujahrswünsche nur Positives: Glück, Gesundheit, Freude, Erfolg. Oder auch spannende neue Projekte, das Gelingen der beruflichen Pläne, neue Inspiration – je nachdem, wer der Empfänger Ihres Schreibens ist und was er sich vermutlich für sich selbst wünscht. Und je nachdem, aus welcher Position bzw. welchem Unternehmen Sie schreiben.

Zum Schluss noch ein Rechtschreibtipp für Ihre Neujahrswünsche

Versenden Sie Ihre Wünsche nun zum neuen oder zum Neuen Jahr? Bis Mitte 2017 gab es nur eine richtige Schreibweise, nämlich:

Alles Gute zum neuen Jahr!

Im Deutschen werden Adjektive schließlich grundsätzlich klein geschrieben werden, also auch „neu“. Seit der letzten Änderung des amtlichen Regelwerks der deutschen Sprache (wir haben in einem eigenen Post darüber berichtet) ist aber beim Neuen Jahr auch die Großschreibung erlaubt.

Im Paragraphen 63 (Feste Verbidnungen aus Adjektiv und Substantiv) wurde nämlich unter E4 eine Ergänzung eingefügt:

E4: Bei Funktionsbezeichnungen sowie bei Benennungen für besondere Anlässe und Kalendertage kann großgeschrieben werden, zum Beispiel: der erste/Erste Vorsitzende, der technische/Technische Direktor; die goldene/Goldene Hochzeit, das neue/Neue Jahr

Sie können also zum Jahresende 2017 erstmals völlig korrekt

Die besten Wünsche zum Neuen Jahr!

versenden und damit auch orthografisch betonen, dass es sich um einen besonderen Anlass handelt.

Tipps zur Formulierung Ihrer Neujahrswünsche - Pin

Falls Sie weitere Tipps und Ideen für Schreiben zum Jahreswechsel suchen, empfehlen wir Ihnen folgende Beiträge:

Weihnachten kam so überraschend? Dann schreiben Sie doch einen Neujahrsbrief!

Neujahrsbrief 2016: Musterbrief an einen guten Kunden

Muster für einen Neujahrsbrief 2017

Benglisch - für dahoam & to go

14. Dezember 2017
von Judith
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Bairisch, englisch, benglisch – oder nur noch grässlich?

Die innigliche Verquickung der deutschen mit der englischen Sprache wird vielerorts als Denglisch bezeichnet. Sie klingt oft gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen: bescheuert! Es geht allerdings noch grässlicher: Im Freistaat Bayern findet man derzeit offenbar eine Mischung des heimischen Dialekts mit dem angelsächsischen Idiom schick. Das Ergebnis ist, nun ja, eine Art Benglisch. Und höchst gewöhnungsbedürftig.

Beispiele gefällig? Schauen Sie sich mal diese Kochbücher an!

Benglisch – Bayerische Crossover-Tapas

Benglisch – Für dahoam & to go

Benglisch – Sweet BavarianTreats

Zum Abgewöhnen!

Wie sehen Sie das? Finden Sie diese „benglische“ Mischung modern, lustig oder doof? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Falls Sie sich für weitere missratene Slogans und Titel und für die fragwürdige Verwendung mehr oder weniger englischer Begriffe interessieren, empfehlen wir folgende Posts:

Käuflicher Irrer – oder nur ein verwirrender Anglizismus?

Kaffee zum Wegtragen? Mit Transporteignung? To go?

Wenn englisch, dann richtig – bitte ohne Pseudoanglizismus!

6. Dezember 2017
von Judith
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Vom Geben und Nehmen im Imperativ: nehme oder nimm?

In der Hansestadt Hamburg allerlei Exotisches zu entdecken, ist keine Besonderheit. Schließlich legen hier die großen Kreuzfahrtschiffe an, und im Containerhafen treffen tagtäglich Waren aus aller Herren Länder ein.

Auf diese exotische Verbform, die mir im feinen Stadtteil Eppendorf begegnete, war ich allerdings nicht vorbereitet:

Werbeschild "Nehme Dir eine Auszeit"

„Nehme Dir eine Auszeit“ – da stimmt doch etwas nicht.

Wie lautet denn der Imperativ von nehmen?

Nehme oder nimm? Ich habe in der Duden Grammatik nachgeschlagen und folgende Erläuterung gefunden:

Das Verb „nehmen“ vollzieht als starkes, unregelmäßiges Verb einen e-/i-Wechsel im Präsens (ich nehme, du nimmst, er nimmt). Entsprechend wandelt sich auch bei der Bildung des Imperativs das e zum i.

Formen wie les[e], werf[e], sprech[e], geb[e] und nehm[e]  sind also standardsprachlich nicht korrekt. Es heißt: Lies! Wirf! Sprich!

Gib und nimm!

Jetzt, da ich diese sprachliche Irritation beendet habe, bin ich auch gerne bereit, mir die versprochene Auszeit zu nehmen …