22. März 2017
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Mein Weg in den Beruf: neuer Bewerbungsratgeber für Absolventen

Mein Weg in den Beruf – raus aus der Uni, rein in den Job!

Haben Sie gerade Ihr Studium abgeschlossen und möchten nun möglichst reibungslos ins Berufsleben einsteigen? Oder ist eines Ihrer (Paten-/Enkel-/Nachbars-)Kinder in dieser Situation? Dann habe ich einen Buchtipp für Sie:

Cover des Duden-Ratgebers Mein Weg in den Beruf

Der neu erschienene Bewerbungsratgeber für Hochschulabsolventen ist im Handel bereits erhältlich, bei mir sind diese Woche die Belegexemplare druckfrisch eingetroffen. Zusammen mit meinem Co-Autor Hans-Georg Willmann, einem erfahrenen Karriere-Coach, gebe ich in diesem Buch Tipps rund um das Thema Stellensuche, Gestaltung der Bewerbung, Vorstellungsgespräch bis hin zur Probezeit.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung!

Wegweiser nach "schlecht" und "gut" - hier im Hinblick auf Fachbegriffe in der Kundenkorrespondenz

13. März 2017
nach Barbara
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Fachbegriffe und Kürzel: Vorsicht im Kundenkontakt!

Wo und was auch immer Sie arbeiten, sicher gibt es auf Ihrem Gebiet bestimmte Fachbegriffe und diverse Kürzel, die Sie ganz selbstverständlich verwenden. Beides ist sehr nützlich: Fachbegriffe erleichtern die eindeutige und klare Kommunikation mit anderen, die sich auf dem Gebiet ebenfalls auskennen, Kürzel sparen Zeit und Aufwand.

Wir vergessen oft, dass wir Fachwortschatz verwenden

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie verwirrend alles war, als ich mit dem Bloggen anfing: Was ich als Layout-Vorlage bezeichnet hätte, hieß plötzlich „Theme“, dann gab es Plugins und Widgets und die Möglichkeit, Child-Themes anzulegen. Beim Schreiben der Beiträge muss ich auf SEO achten, Meta-Descriptions anlegen und Alt-Attribute für die Bilder eingeben. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich da einigermaßen den Durchblick gewonnen habe.

Irgendwann merkte ich dann, dass nicht bloggende Zeitgenossen mich gar nicht verstanden, wenn ich von meiner Arbeit erzählte. Ich hatte mir den Fachwortschatz so gut angeeignet, dass ich fast vergessen hatte, dass es sich um einen solchen handelt.

Das kommt Ihnen wahrscheinlich aus Ihrer eigenen Arbeit bekannt vor, ist ganz normal und auch weiter kein Problem.

Fachbegriffe und Kürzel können aber zum Problem werden

Nämlich dann, wenn die Empfänger Ihrer Briefe und E-Mails sie nicht kennen und deswegen Ihre Botschaften nicht verstehen. Wenn es sich bei den Empfängern um (potenzielle) Kunden handelt, ist das besonders ungünstig. Kunden nehmen es nämlich schnell übel, wenn sie mit Botschaften eingedeckt werden, die sie als unverständliches „Fachkauderwelsch“ empfinden.

Beispiel: Juristendeutsch und Versicherungsfachsprache

ParagraphenzeichenIch habe das neulich wieder einmal festgestellt, als ich im Auftrag eines Versicherers Textbausteine für Schreiben an Kunden überarbeitete. Mir sind viele Fachbegriffe aus diesem Bereich durchaus vertraut. Dass „VN“ die Abkürzung für Versicherungsnehmer ist, erriet ich schnell. Aber wer ist nur dieser „BF“, von dem in einigen Schreiben die Rede war? Hier musste ich erst einmal googeln, um herauszufinden, dass diese Abkürzung im Juristendeutsch für „Beschwerdeführer“ steht.

Dabei sind VN und BF in Wirklichkeit: Kunden. Menschen, die eine Versicherung abgeschlossen haben. Und ganz sicher sind es Menschen, die nicht als VN oder BF bezeichnet werden möchten.

Aber auch ohne eine solche Vorgeschichte sind Fachbegriffe wie der Zeitwert der beitragsfreien Versicherung, eine Regulierungsvollmacht oder die zivilrechtliche Beweislastverteilung sicher den meisten Empfängern nicht bekannt. Das heißt: Sie verstehen erst einmal gar nicht, was man ihnen da schreibt. Das erzeugt Unlust und Frust.

Zum Glück gibt es dafür eine ganz einfache Lösung

Testen Sie im privaten Umfeld, welche Ihnen vertrauten Fachbegriffe auch Menschen bekannt sind, die nicht in Ihrem Themenbereich arbeiten. Fragen Sie Ihre Oma, die Kameraden im Sportverein oder die Nachbarn. Alle Begriffe und Kürzel, die diese Testpersonen nicht verstehen, kennt Ihr normaler (Privat-)Kunde vermutlich auch nicht. Also ersetzen Sie sie entweder durch allgemeinverständlichere Begriffe oder erklären sie kurz, wenn Sie sie doch verwenden müssen.

Noch zwei Tipps für den Fall, dass der juristische Fachwortschatz aus meinem Beispiel Sie auch ins Grübeln gebracht hat:

Ein Online-Lexikon der gängigsten juristischen Fachbegriffe finden Sie hier.

Eine umfassende Übersicht juristischer Abkürzungen gibt es unter www.juristische-abkuerzungen.de.

6. März 2017
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Feuchttücher mit eingebautem Sensor?!

Famos, was der dm-Drogeriemarkt anbietet: sensitive Feuchttücher!
Feuchttücher-Packung mit falscher Verwendung des Wortes sensitiv

Da stellt sich für den Käufer natürlich die Frage: Stecken da womöglich Sensoren drin, die den Feuchttüchern eigens eine spezielle Empfindlichkeit gegenüber Nässe, Kälte, Verunreinigung oder Druck verleihen? Oder ist nicht vielmehr der Babypopo sensitiv (= besonders empfindlich), für den sie gedacht sind?

Ohnehin gehört das Wörtchen „sensitiv“ nicht gerade zu meinen Lieblingsausdrücken. Es handelt sich wieder mal um eines dieser Modewörter, die unreflektiert aus dem Englischen übernommen wurden, weil sie ja vermeintlich so viel besser klingen als die deutsche Entsprechung. Aber mal ehrlich: Aus meiner Sicht wäre die Produktbezeichnung „Feuchttücher für die empfindliche Babyhaut“ weitaus aussagekräftiger.

1. März 2017
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Ich glaub‘, mich trifft der Schlag!

So kurz die Botschaft auf diesem Warnschild ist, so prägnant ist sie auch:

Mich trifft der Schlag! Warnschild mit Zusatzgefahr

Die Warnung ist in jeder Beziehung ernstzunehmen. Deutschlehrer sind übrigens besonders gefährdet. Bei denen liegt es aber vermutlich nicht an der elektrischen Spannung, wenn sie beim Anblick dieses Schildes der Schlag trifft …

Anführungszeichen - hier verwendet für einen Post, in dem klassische Zitate ins Behördendeutsch übersetzt wurden

20. Februar 2017
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Zitate ins Behördendeutsch übersetzt: Erkennen Sie sie wieder?

Viele „geflügelte Worte“ sind nur deswegen so bekannt, weil sie einen Sachverhalt kurz und prägnant auf den Punkt bringen. Das typische Behördendeutsch funktioniert genau anders herum: Es macht aus einem im Grunde einfachen Sachverhalt unter Einsatz von Vorreitern, abstrakter Sprache, Nominalstil, Schachtel- und Bandwurmsätzen und andereren sprachlichen Unarten einen aufgeblähten Satz. Der Effekt: Der Leser ist vielleicht beeindruckt, muss aber sicher erst einmal darüber nachdenken, was gemeint ist. Er muss gewissermaßen für sich eine Übersetzung aus dem Behördendeutsch in verständliches Deutsch anfertigen.

Wir haben uns hier den Spaß gemacht, den Spieß einfach umzudrehen: Wir haben einige bekannte Zitate ins Behördendeutsch übersetzt und damit gründlich verkompliziert. Finden Sie heraus, welche Klassiker wir verklausuliert haben?

Behördendeutsch – Deutsch: Zitate, wie Sie sie noch nicht kennen

(1) Nach erfolgter Ankunft und Inaugenscheinnahme der örtlichen Verhältnisse war meiner Wenigkeit ein Sieg beschieden.

(2) Im Vorfeld eines etwaigen Vertragssschlusses auf Lebenszeit sollte eine Prüfung der Vertragsparteien auf Gegenseitigkeit erfolgen.

(3) In Anbetracht der erforderlichen körperlichen Belastung ist eine verstärkte Produktion kühlender Körperflüssigkeiten in Höhe des Os frontale zu erwarten.

(4) Eine Geruchsbelästigung durch die als Zahlungsmittel in Verkehr gebrachten Artefakte ist nicht nachweisbar.

(5) Eine sorgfältige Abwägung der Folgen einer potenziell existenzgefährdenden Entscheidung muss vorgenommen werden.

Haben Sie die Zitate erkannt? Hier sind sie in der originalen und weitaus verständlicheren Form:

(1) Ich kam, sah und siegte.

(2) Drum prüfe, wer sich ewig bindet.

(3) Von der Stirne heiß rinnen muss der Schweiß.

(4) Geld stinkt nicht.

(5) Sein oder Nichtsein. Das ist die Frage.

13. Februar 2017
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Türkis, türkiser, am türkisesten

Auch wenn die Lufthansa-Tochter Eurowings mit ihren Flugzeugen meist höchst konventionelle Ziele ansteuert, so bewegt sie sich doch wenigstens sprachlich in abenteuerlichen Gefilden. Beweis gefällig? Bitte schön:
Zu türkis? Diese Werbeanzeige ist sprachlich falsch

Wer bislang noch nicht wusste, dass man die schöne Farbe Türkis steigern kann, der lernt es anhand dieses Online-Werbebanners. Türkis, türkiser, am türkisesten. Geht doch! Oder eben: zu türkis.

Mindestens ebenso hübsch finde ich aber den Hashtag #ThePlaneToBe. Ich wollte auch schon immer mal ein Flugzeug sein …

PS: Grundsätzlich kann man Farbadjektive durchaus steigern. Es gibt zum Beispiel grünere Palmen als die im Hintergrund dieses Bildes. Manche Farbadjektive sind aber nicht steigerbar. Türkis zum Beispiel. Oder auch lila. Im Werbebanner ist die obere Ecke also nicht etwa „lilaner“ als die andere, sondern sie ist dunkellila, der untere Teil zeigt ein eher mittleres Lila.

6. Februar 2017
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Betreff ändern: Wie Sie E-Mails für Ihre Ablage umbenennen

Ein präziser Betreff ermöglicht es den Empfängern Ihrer E-Mails, diese richtig einzuordnen. Schön wäre es natürlich, wenn auch die E-Mails, die Sie empfangen und bearbeiten, so konkret benannt wären, wie Sie es in unserem Blogpost Der Betreff in E-Mails: Punkten Sie mit präzisen Formulierungen gelesen haben. Da aber vermutlich in Ihrem elektronischen Postfach genauso vage Betreffangaben landen wie bei uns, sind hoffentlich diese Tipps für Sie hilfreich, mit denen Sie einen Betreff ändern und die E-Mail richtig speichern können. „Richtig“ meint hier so, dass Sie sie jederzeit problemlos wiederfinden.

Wie Sie in Outlook 2013 ganz einfach einen Betreff ändern

Sie öffnen die E-Mail mit einem Doppelklick, gehen mit dem Cursor in die Betreffzeile und ändern bzw. überschreiben sie wie gewünscht. Dann schließen Sie die E-Mail wieder mit einem Klick auf das Exit-X rechts oben. Nun erscheint ein Dialogfeld mit der Frage:

Die Eigenschaften der Nachricht „…..“ wurden geändert. Sollen Ihre Änderungen an dieser Nachricht gespeichert werden?

Sie klicken auf Ja. Fertig.

Die E-Mail ist nun mit dem geänderten Betreff in Ihrem Posteingang bzw. dem E-Mail-Ordner zu sehen.

Dazu ein kleines Beispiel:

Ich mache für einen Kunden Interviews, die in einer Mitarbeiterzeitschrift veröffentlicht werden. Die Texte sende ich den Interviewten immer unter dem Betreff „Interviewtext für (Name der Mitarbeiterzeitschrift) zur Freigabe“ vorab zum Gegenlesen. Erst wenn die Freigabe erfolgt ist, sende ich den fertigen Text an meinen Kunden. Die E-Mails mit der Freigabe landen bei mir üblicherweise unter dem Betreff: „AW: Interviewtext für (Name der Mitarbeiterzeitschrift) zur Freigabe“

Dann benenne ich sie so um, dass ich sofort sehen kann, welche Freigaben erfolgt sind. Habe ich beispielsweise eine Frau Müller interviewt, ändere ich den Betreff in „Freigabe-Müller“ und lege die E-Mail im regulären Windows-Ordner für die jeweilige Ausgabe der Mitarbeiterzeitschrift ab.

Und wie legen Sie E-Mails im passenden Windows-Ordner ab?

Ich wusste selbst lange nicht, wie das geht, und war fassungslos, als mir jemand zeigte, wie einfach das ist: Sie öffnen erst den Windows-Explorer-Ordner, gehen dann in Ihren Outlook-Posteingang, klicken die gewünschte E-Mail im Eingangsfenster mit der linken Maustaste an und ziehen sie bei weiter gedrückter Maustaste auf das Windows-Explorer-Ordner-Symbol. Dort lassen Sie die Maustaste erst los, wenn Sie auf dem jeweiligen Unterordnersymbol angekommen sind. Nun ist eine Kopie der E-Mail in diesem (Unter-) Ordner abgelegt und Sie können sie aus Ihrem Posteingang löschen.

30. Januar 2017
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Die „stattgefundene“ Weinprobe: Was daran falsch ist

Eine Weinprobe ist ja immer eine lustige Angelegenheit. Aber so richtig ins Schmunzeln gebracht hat mich erst die Rechnung dazu:

Rechnung für eine "stattgefundene" Weinprobe als Beispiel für die falsche Verwendung des Partizips

Hoppla, der erste Satz nach der Anrede hört sich doch irgendwie komisch an, oder nicht?

Was stimmt nicht mit dieser Weinprobe?

Schließlich zucken wir doch bei einem „abgestürzten Papierflieger“ oder einer „gescheiterten Verhandlung“ auch nicht gleich zusammen. Und das, obwohl es sich bei „abgestürzt“ und „gescheitert“ ebenfalls um Partizipien intransitiver Verben (also Verben ohne Akkusativ-Objekt) handelt. Dass sie hier als Adjektiv verwendet werden, also um ein nachfolgendes Hauptwort näher zu beschreiben, stört niemanden. Wohl aber bei der „stattgefunden Weinprobe“. Eigenartig, nicht?

Die Bildung eines Partizips ist bei intransitiven Verben nicht ganz ohne

Eine Erklärung findet sich im Duden, Band 9 (Richtiges und gutes Deutsch) unter dem Eintrag „zweites Partizip“: Erlaubt sind solche Bildungen nur bei intransitiven Verben, deren Perfekt-Form mit „sein“ gebildet werden. Beispiele: Der Gast ist angekommen, das Schiff ist gesunken, der Präsident ist zurückgetreten. Der angekommene Gast, das gesunkene Schiff, der zurückgetretene Präsident – das geht!

Braucht man dagegen das Hilfsverb „haben“ zur Perfekt-Bildung, dann darf man das Partizip nicht einsetzen wie ein Adjektiv. Die stattgefundene Weinprobe und die überhand genommene Kriminalität ist sprachlich also: Quatsch!

Aber von diesem Fehler mal ganz abgesehen, ist der Einstiegssatz grauenvoll. Was für ein Bürokratendeutsch! „Erlauben wir uns“, das klingt wie aus der Kaiserzeit! Wie viel netter wäre stattdessen folgende Formulierung:

Wir freuen uns, dass Sie mit Ihrem Verein zur Weinprobe in unserer Kelter zu Gast waren, und hoffen, es hat Ihnen gefallen! Heute stellen wir Ihnen eine Rechnung über diese Veranstaltung. Der Rechnungsbetrag setzt sich so zusammen: …

Zu intransitiven Verben haben wir uns übrigens schon einmal Gedanken gemacht, und zwar im Zusammenhang mit der Adjektivendung -bar (konkret am Beispiel des Wortes „unabsteigbar“). Hier geht es zu diesem Beitrag. Auch das Behördendeutsch beschäftigt uns immer wieder. Die Floskel, nach der sich jemand etwas selbst erlaubt, haben wir hier genauer betrachtet.

E-Mail Icon

23. Januar 2017
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Der Betreff in E-Mails: Punkten Sie mit präzisen Formulierungen

Die meisten von uns haben mitunter das Gefühl, in der Nachrichtenflut geradezu unterzugehen – wie hilfreich ist da ein präziser Betreff in E-Mails. Aus ihm können wir erkennen,

  • worum es in der E-Mail geht,
  • ob und wie wichtig sie ist,
  • ob sie sofort oder später bearbeitet werden sollte.

Umso ärgerlicher ist es, dass so viele E-Mails eintreffen, deren Betreff nicht einmal annähernd erahnen lässt, worum es geht. Diesen Ärger können Sie immerhin den Empfängern Ihrer E-Mails ersparen, wenn Sie selbst Ihre Betreffzeilen eindeutig formulieren.

Im Idealfall sind im Betreff in E-Mails bereits alle relevanten Informationen enthalten

Wenn Sie gemeinsam mit dem Empfänger an einem (einzigen) Projekt arbeiten, müssen Sie nicht jedes Mal dazu schreiben, um welches es geht. Dann genügt es, anzugeben, was Sie diesmal möchten bzw. schicken: etwa eine Terminverschiebung oder einen Zwischenbericht. Wenn Sie mit einer völlig neuen Frage an einen wenig oder gar nicht bekannten Empfänger herantreten, sollten Sie im Betreff dagegen mehr Informationen liefern. Das kann zum Beispiel so aussehen:

Betreff in E-Mails - Beispielformulierungen

Zu lang sollte der Betreff allerdings nicht ausfallen, da je nach Programm und Fenstergröße sonst Teile davon für Ihre Empfänger nicht lesbar sind. Wenn Sie ins Ausland (z. B. auch in die Schweiz) schreiben, sollten Sie außerdem die Umlaute auflösen und „ß“ durch „ss“ ersetzen. Sonst kommt beim Empfänger nur ein merkwürdiger Zeichensalat an.

Vorsicht vor Spam-verdächtigen Formulierungen

E-Mail-Profis achten beim Betreff zusätzlich darauf, dass er keine Begriffe enthält, die von Anti-Spam-Programmen als verdächtig eingestuft werden. In diese Falle bin ich kürzlich selbst wieder einmal getappt, als wir auf diesem Blog eine Verlosungsaktion durchgeführt haben und ich die Gewinner benachrichtigt habe. Betreff:

Sie haben ein Super-Buch gewonnen!

Natürlich hat kein Gewinner auf diese Nachricht geantwortet, weil sie bei jedem im Spam-Filter gelandet ist. Es war aber gar nicht so einfach, auf die Begriffe „Gewinn“, „gewonnen“ und „Verlosung“ zu verzichten. Ich habe mich dann für eine neutrale Formulierung entschieden:

Ihr Kommentar bei den Briefprofis

Immerhin habe ich drei der vier Super-Bücher an die ursprünglichen Gewinner versenden können …

Wenn Sie sich für weitere Briefprofi-Tipps zum Thema E-Mails interessieren, könnten auch folgende Beiträge für Sie hilfreich sein:

Anrede und Grußformeln in E-Mails: Nutzen Sie Ihren Spielraum!

Anrede mehrerer Empfänger – wie formulieren Sie die?

Lügen wir in E-Mails mehr als am Telefon?

Tipps für die Zuordnung und Ablage von E-Mails finden Sie in unserem Beitrag: Betreff ändern: Wie Sie E-Mails für Ihre Ablage umbenennen

16. Januar 2017
nach Judith
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Unchristlicher Rausschmiss

Wer in alemannischen Gefilden wohnt, ist in Sachen Winteraustreiben ja einiges gewöhnt. Vor allem die Fastnacht wird (auch) auf den einstigen Glauben der Menschen zurückgeführt, man könne mit fratzenhaften Holzmasken und wildem Gebahren Schnee, Kälte und Eis den Garaus machen. In diese heidnische Tradition stellt sich offenbar ein örtlicher Baumarkt. Nur betrifft sein Rausschmiss nicht den ungeliebten Winter, sondern das Weihnachtsfest.

Mir scheint, zur Fastnachts-Hochburg Rottweil, wo ich das Schild fotografiert habe, passt das ganz gut.

Noch eine kleine Meckerei am Schluss: Gemäß den Regeln der deutschen Rechtschreibung „muß“ Weihnachten nicht raus, sondern es „muss“. Auch wenn es uns hart vorkommt …