20. April 2017
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Zusammengesetzte englische Begriffe im Deutschen: Wie ist das mit dem Bindestrich?

Normalerweise beschäftigen wir Briefprofis uns ja nur mit deutschen Texten. In denen kommen aber oft auch englische Wörter vor. Und schon stellt sich die Frage, wie man die denn schreibt. Klein oder groß, zusammen oder getrennt, eingedeutscht oder nicht? Mit der Konsonantenverdopplung bei eingedeutschten Wörtern wie Tipp oder Stopp haben wir uns ja schon beschäftigt. Wenn wir bei einer längeren Verhandlung einen Boxenstopp einlegen, hat der also ein Doppel-P am Schluss.

Nicht, dass wir hier grundsätzlich zu Anglizismen raten würden, aber manche englische Begriffe sind einfach treffender als deutsche Entsprechungen, die nur einen Teil der Wortbedeutung wiedergeben.

Aber hier naht schon wieder Ungemach: Schreibt man zusammengesetzte englische Begriffe im Deutschen nun zusammen oder getrennt? Groß oder klein? Mit oder ohne Bindestrich? Boxenstopp oder Boxen-Stopp?

Groß oder klein?

Substantive werden im Deutschen großgeschrieben, ebenso wie Verbindungen aus zwei Substantiven. Also werden grundsätzlich auch zusammengesetzte englische Substantive im Deutschen großgeschrieben.

Frau Schlau fliegt in der Economyclass zum Treffen des Braintrusts, um dort über neue Fundraisingtools zu sprechen.

Bindestrich oder nicht?

Due „Fundraisingtools“ geben schon zu denken. Sie sind zwar korrekt geschrieben, aber nicht sehr gut zu lesen. Deswegen haben Sie auch die Möglichkeit, zwischen zusammengesetzte englische Substantive einen Bindestrich zu setzen. Auch dann werden die Substantive natürlich großgeschrieben. Korrekt wäre also auch:

Frau Schlau fliegt in der Economy-Class zu einem Treffen des Brain-Trusts, um dort über neue Fund-Raising-Tools zu sprechen.

Ich persönlich finde das ein paar Bindestriche zu viel und würde hier alle Begriffe zusammenschreiben und nur das Fundraising-Tool wegen der besseren Lesbarkeit mit einem Bindestrich versehen. Ob Frau Schlau einen Boxenstopp oder einen Boxen-Stopp einplant, bleibt also ihr überlassen.

Und wenn es nicht nur Substantive sind?

Wird ein englisches Adjektiv mit einem Substantiv zusammengespannt, wird der Begriff grundsätzlich getrennt, dabei sind beide Wörter großzuschreiben. Nur wenn die Hauptbetonung auf dem zuerst stehenden Adjektiv liegt, kann auch zusammengeschrieben werden.

Während Frau Schlau über die Nutzung von Social Media und Electronic Banking referiert, freut sie sich auf das bevorstehende Happy End des Tages und auf einen leckeren Hotdog.

Bei Verbindungen aus Verb und Partikel (Partikel sind Wörter, die nicht gebeugt werden können) haben Sie die Wahl zwischen Zusammen- und Bindestrichschreibung:

In der Kaffeepause jammert Kollege Wichtig mal wieder über seinen Hangover von der letzten Party und darüber, dass er vor lauter Stress bald im Burn-out landen werde. Frau Schlau, für die Jammern ein echtes No-Go ist, zählt heimlich einen Countdown, bis sie sich verabschieden kann.

Jetzt noch die Kür: zusammengesetzte englische Begriffe mit mehr als zwei Bestandteilen

Werden mehrere Wörter bzw. Wortgruppen zusammengesetzt, werden alle Bestandteile per Bindestrich gekoppelt.

Frau Schlau geht nach dem Know-how-Transfer mit den Kollegen aus der Public-Relations-Abteilung zur After-Work-Party, auf der krasse Cross-over-Musik gespielt wird.

Übrigens: Werden englische Redewendungen komplett ins Deutsche übernommen, schreibt man sie englisch: nämlich klein und ohne Bindestriche.

Als Frau Schlau nach Hause fliegt, resümiert sie, dass das ganze Treffen wieder einmal business as usual war.

Also eigentlich ziemlich easy, die richtige deutsche Schreibweise für zusammengesetzte englische Begriffe …

Falls Sie sich für weitere Rechtschreibtipps interessieren, empfehlen wir einen Besuch auf unserer Seite Best of Rechtschreibung. Mehr über Bindestriche und andere Satzzeichen finden Sie auf unserer Seite Best of Satzzeichen.

3. April 2017
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Verkleinerungsformen – Apostroph überflüssig!

Die deutsche Sprache und Dialektlandschaft kennen mehrere Verkleinerungsformen: So war der große Hans mal ein kleines Hänschen, der in der Gaststätte statt eines großen Tellers Suppe nur ein Tellerlein mit einem Süppchen bestellte. Wobei man über den Hang zum Süppchen statt einer ordentlichen Suppe auf deutschen Speisekarten durchaus streiten könnte.

Gewiss aber bestellte kein Häns’chen jemals ein Teller’lein mit einem Süpp’chen. Die Verkleinerungsform (Diminutiv) wird im Deutschen nämlich nur durch das Anhängen der Verkleinerungssilbe -lein oder -chen gebildet. Weil dabei kein Buchstabe ausgelassen wird, brauchen wir dazu auch kein Auslassungszeichen (Apostroph).

Und wie ist das mit den Verkleinerungsformen im süddeutschen Dialekt?

Im Prinzip genauso, nur dass im Dialekt aus dem -lein ein -le oder -l geworden ist. Diese Endung wird einfach an den zu verkleinernden Begriff angehängt. Wenn also unser Hänsle ein kleiner Schwabe ist, bestellt er ein Süpple oder ein Brotzeitbrettle. Der bayerische Hansl wird dagegen ein Supperl oder Brotzeitbrettl bestellen.

Kein Hans’l, kein Brett’l, kein Apostroph beim Diminutiv!

Auf den Speisekarten im süddeutschen Raum halten sich diese überflüssigen Apostrophe trotzdem hartnäckig. Das ist aber nicht alpenländisch-authentisch, sondern schlicht falsch:

Verkleinerungsformen: kein Apostroph!

Übrigens wäre auch zu fragen, warum der Allgäuer Wurstsalat hier ein „Allgäuer Wurstsalat“ ist. Stimmt mit dem was nicht? Ist der gar nicht echt, sondern am Ende ein hochdeutscher Wurstsalat, der nur so tut, als ob er ein Allgäuer wäre? Das kann schon sein, denn der echte Allgäuer Wurstsalat wird mit Fleischwurst gemacht und ist nicht etwa „vom Leberkäse“. Naja, das hier ist ja keine Rezepteblog, und das mit den Anführungszeichen und seinen Anwendungsmöglichkeiten bzw. Bedeutungen ist auch schon wieder ein eigenes Thema …

Mehr Tipps zur korrekten Verwendung von Satzzeichen finden Sie auf unserer Seite Best of Satzzeichen.

27. März 2017
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Tip oder Tipp, Stopp oder Stop? Immer diese Eindeutschungen …

Tip oder Tipp, Stopp oder Stop? Viele Wörter aus dem Englischen gehören heute zum ganz normalen „deutschen“ Wortschatz. Die meisten davon werden trotzdem in englischer Rechtschreibung geschrieben. Manche wurden aber eingedeutscht, also den Regeln der deutschen Rechtschreibung unterworfen. Die sind es auch, die mitunter für orthografische Verwirrung sorgen.

Beispiel für falsche Rechtschreibung: Frisurentips

Eine Zeitschrift warb beispielsweise damit, dass es in ihr garantiert keine Frisurentips gäbe. Das ist einerseits möglicherweise eine interessante Werbeaussage, andererseits aber garantiert falsch geschrieben.

Tip oder Tipp?

Wenn Sie einen Engländer um Rat fragen, gibt er Ihnen einen tip. Im Deutschen aber werden nach einem kurzen Vokal die Konsonanten verdoppelt, deswegen gibt es in deutschen Texten korrekterweise ausschließlich Tipps. Das gilt für Frisuren und alle anderen Lebensbereiche.

Stop oder Stopp?

Stoppschild mit Aufschrift STOP

Wenn Sie heute mit dem Auto zur Arbeit gefahren sind, haben Sie vielleicht an einem Stoppschild gehalten. Hoffentlich 3 Sekunden lang an der Haltelinie. Merkwürdigerweise steht auf dem Schild aber gar nicht Stopp, sondern STOP. Das liegt vermutlich daran, dass, als das Schild 1971 eingeführt wurde, die Schreibweise noch nicht eingedeutscht war. In England halten Sie also am stop sign, in Deutschland stoppen Sie am deutschen Stoppschild, auf dem aber ein englisches STOP steht.

Pin oder Pinn?

Okay, das war eine Fangfrage: Sie können zwar an einer Pinnwand etwas pinnen, nämlich mit einer Pinnnadel. Oder Sie pinnen virtuell etwas bei Pinterest. Aber pin als Substantiv gibt es nur auf Englisch, nicht auf Deutsch. Im Deutschen gibt es höchstens die PIN-Nummer, aber die hat wiederum mit dem Pinnen nichts zu tun.

Nicht jedes gängige Wort wird eingedeutscht

Ein bisschen unlogisch ist es ja schon: Trotz häufiger Verwendung und kurzem Vokal ist ein Hit nach wie vor kein Hitt und ein Sportler nicht topp, sondern top … aber wer weiß, wie lange noch? Schließlich ist auch in der Rechtschreibung viel im Fluss.

Falls Sie sich für weitere Rechtschreibtipps interessieren, empfehlen wir einen Besuch auf unserer Seite Best of Rechtschreibung.

22. März 2017
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Mein Weg in den Beruf: neuer Bewerbungsratgeber für Absolventen

Mein Weg in den Beruf – raus aus der Uni, rein in den Job!

Haben Sie gerade Ihr Studium abgeschlossen und möchten nun möglichst reibungslos ins Berufsleben einsteigen? Oder ist eines Ihrer (Paten-/Enkel-/Nachbars-)Kinder in dieser Situation? Dann habe ich einen Buchtipp für Sie:

Cover des Duden-Ratgebers Mein Weg in den Beruf

Der neu erschienene Bewerbungsratgeber für Hochschulabsolventen ist im Handel bereits erhältlich, bei mir sind diese Woche die Belegexemplare druckfrisch eingetroffen. Zusammen mit meinem Co-Autor Hans-Georg Willmann, einem erfahrenen Karriere-Coach, gebe ich in diesem Buch Tipps rund um das Thema Stellensuche, Gestaltung der Bewerbung, Vorstellungsgespräch bis hin zur Probezeit.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung!

Wegweiser nach "schlecht" und "gut" - hier im Hinblick auf Fachbegriffe in der Kundenkorrespondenz

13. März 2017
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Fachbegriffe und Kürzel: Vorsicht im Kundenkontakt!

Wo und was auch immer Sie arbeiten, sicher gibt es auf Ihrem Gebiet bestimmte Fachbegriffe und diverse Kürzel, die Sie ganz selbstverständlich verwenden. Beides ist sehr nützlich: Fachbegriffe erleichtern die eindeutige und klare Kommunikation mit anderen, die sich auf dem Gebiet ebenfalls auskennen, Kürzel sparen Zeit und Aufwand.

Wir vergessen oft, dass wir Fachwortschatz verwenden

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie verwirrend alles war, als ich mit dem Bloggen anfing: Was ich als Layout-Vorlage bezeichnet hätte, hieß plötzlich „Theme“, dann gab es Plugins und Widgets und die Möglichkeit, Child-Themes anzulegen. Beim Schreiben der Beiträge muss ich auf SEO achten, Meta-Descriptions anlegen und Alt-Attribute für die Bilder eingeben. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich da einigermaßen den Durchblick gewonnen habe.

Irgendwann merkte ich dann, dass nicht bloggende Zeitgenossen mich gar nicht verstanden, wenn ich von meiner Arbeit erzählte. Ich hatte mir den Fachwortschatz so gut angeeignet, dass ich fast vergessen hatte, dass es sich um einen solchen handelt.

Das kommt Ihnen wahrscheinlich aus Ihrer eigenen Arbeit bekannt vor, ist ganz normal und auch weiter kein Problem.

Fachbegriffe und Kürzel können aber zum Problem werden

Nämlich dann, wenn die Empfänger Ihrer Briefe und E-Mails sie nicht kennen und deswegen Ihre Botschaften nicht verstehen. Wenn es sich bei den Empfängern um (potenzielle) Kunden handelt, ist das besonders ungünstig. Kunden nehmen es nämlich schnell übel, wenn sie mit Botschaften eingedeckt werden, die sie als unverständliches „Fachkauderwelsch“ empfinden.

Beispiel: Juristendeutsch und Versicherungsfachsprache

ParagraphenzeichenIch habe das neulich wieder einmal festgestellt, als ich im Auftrag eines Versicherers Textbausteine für Schreiben an Kunden überarbeitete. Mir sind viele Fachbegriffe aus diesem Bereich durchaus vertraut. Dass „VN“ die Abkürzung für Versicherungsnehmer ist, erriet ich schnell. Aber wer ist nur dieser „BF“, von dem in einigen Schreiben die Rede war? Hier musste ich erst einmal googeln, um herauszufinden, dass diese Abkürzung im Juristendeutsch für „Beschwerdeführer“ steht.

Dabei sind VN und BF in Wirklichkeit: Kunden. Menschen, die eine Versicherung abgeschlossen haben. Und ganz sicher sind es Menschen, die nicht als VN oder BF bezeichnet werden möchten.

Aber auch ohne eine solche Vorgeschichte sind Fachbegriffe wie der Zeitwert der beitragsfreien Versicherung, eine Regulierungsvollmacht oder die zivilrechtliche Beweislastverteilung sicher den meisten Empfängern nicht bekannt. Das heißt: Sie verstehen erst einmal gar nicht, was man ihnen da schreibt. Das erzeugt Unlust und Frust.

Zum Glück gibt es dafür eine ganz einfache Lösung

Testen Sie im privaten Umfeld, welche Ihnen vertrauten Fachbegriffe auch Menschen bekannt sind, die nicht in Ihrem Themenbereich arbeiten. Fragen Sie Ihre Oma, die Kameraden im Sportverein oder die Nachbarn. Alle Begriffe und Kürzel, die diese Testpersonen nicht verstehen, kennt Ihr normaler (Privat-)Kunde vermutlich auch nicht. Also ersetzen Sie sie entweder durch allgemeinverständlichere Begriffe oder erklären sie kurz, wenn Sie sie doch verwenden müssen.

Noch zwei Tipps für den Fall, dass der juristische Fachwortschatz aus meinem Beispiel Sie auch ins Grübeln gebracht hat:

Ein Online-Lexikon der gängigsten juristischen Fachbegriffe finden Sie hier.

Eine umfassende Übersicht juristischer Abkürzungen gibt es unter www.juristische-abkuerzungen.de.

6. März 2017
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Feuchttücher mit eingebautem Sensor?!

Famos, was der dm-Drogeriemarkt anbietet: sensitive Feuchttücher!
Feuchttücher-Packung mit falscher Verwendung des Wortes sensitiv

Da stellt sich für den Käufer natürlich die Frage: Stecken da womöglich Sensoren drin, die den Feuchttüchern eigens eine spezielle Empfindlichkeit gegenüber Nässe, Kälte, Verunreinigung oder Druck verleihen? Oder ist nicht vielmehr der Babypopo sensitiv (= besonders empfindlich), für den sie gedacht sind?

Ohnehin gehört das Wörtchen „sensitiv“ nicht gerade zu meinen Lieblingsausdrücken. Es handelt sich wieder mal um eines dieser Modewörter, die unreflektiert aus dem Englischen übernommen wurden, weil sie ja vermeintlich so viel besser klingen als die deutsche Entsprechung. Aber mal ehrlich: Aus meiner Sicht wäre die Produktbezeichnung „Feuchttücher für die empfindliche Babyhaut“ weitaus aussagekräftiger.

1. März 2017
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Ich glaub‘, mich trifft der Schlag!

So kurz die Botschaft auf diesem Warnschild ist, so prägnant ist sie auch:

Mich trifft der Schlag! Warnschild mit Zusatzgefahr

Die Warnung ist in jeder Beziehung ernstzunehmen. Deutschlehrer sind übrigens besonders gefährdet. Bei denen liegt es aber vermutlich nicht an der elektrischen Spannung, wenn sie beim Anblick dieses Schildes der Schlag trifft …

Falls Sie sich für Rechtschreibtipps interessieren, empfehlen wir einen Besuch auf unserer Seite Best of Rechtschreibung.

Anführungszeichen - hier verwendet für einen Post, in dem klassische Zitate ins Behördendeutsch übersetzt wurden

20. Februar 2017
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Zitate ins Behördendeutsch übersetzt: Erkennen Sie sie wieder?

Viele „geflügelte Worte“ sind nur deswegen so bekannt, weil sie einen Sachverhalt kurz und prägnant auf den Punkt bringen. Das typische Behördendeutsch funktioniert genau anders herum: Es macht aus einem im Grunde einfachen Sachverhalt unter Einsatz von Vorreitern, abstrakter Sprache, Nominalstil, Schachtel- und Bandwurmsätzen und andereren sprachlichen Unarten einen aufgeblähten Satz. Der Effekt: Der Leser ist vielleicht beeindruckt, muss aber sicher erst einmal darüber nachdenken, was gemeint ist. Er muss gewissermaßen für sich eine Übersetzung aus dem Behördendeutsch in verständliches Deutsch anfertigen.

Wir haben uns hier den Spaß gemacht, den Spieß einfach umzudrehen: Wir haben einige bekannte Zitate ins Behördendeutsch übersetzt und damit gründlich verkompliziert. Finden Sie heraus, welche Klassiker wir verklausuliert haben?

Behördendeutsch – Deutsch: Zitate, wie Sie sie noch nicht kennen

(1) Nach erfolgter Ankunft und Inaugenscheinnahme der örtlichen Verhältnisse war meiner Wenigkeit ein Sieg beschieden.

(2) Im Vorfeld eines etwaigen Vertragssschlusses auf Lebenszeit sollte eine Prüfung der Vertragsparteien auf Gegenseitigkeit erfolgen.

(3) In Anbetracht der erforderlichen körperlichen Belastung ist eine verstärkte Produktion kühlender Körperflüssigkeiten in Höhe des Os frontale zu erwarten.

(4) Eine Geruchsbelästigung durch die als Zahlungsmittel in Verkehr gebrachten Artefakte ist nicht nachweisbar.

(5) Eine sorgfältige Abwägung der Folgen einer potenziell existenzgefährdenden Entscheidung muss vorgenommen werden.

Haben Sie die Zitate erkannt? Hier sind sie in der originalen und weitaus verständlicheren Form:

(1) Ich kam, sah und siegte.

(2) Drum prüfe, wer sich ewig bindet.

(3) Von der Stirne heiß rinnen muss der Schweiß.

(4) Geld stinkt nicht.

(5) Sein oder Nichtsein. Das ist die Frage.

13. Februar 2017
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Türkis, türkiser, am türkisesten

Auch wenn die Lufthansa-Tochter Eurowings mit ihren Flugzeugen meist höchst konventionelle Ziele ansteuert, so bewegt sie sich doch wenigstens sprachlich in abenteuerlichen Gefilden. Beweis gefällig? Bitte schön:
Zu türkis? Diese Werbeanzeige ist sprachlich falsch

Wer bislang noch nicht wusste, dass man die schöne Farbe Türkis steigern kann, der lernt es anhand dieses Online-Werbebanners. Türkis, türkiser, am türkisesten. Geht doch! Oder eben: zu türkis.

Mindestens ebenso hübsch finde ich aber den Hashtag #ThePlaneToBe. Ich wollte auch schon immer mal ein Flugzeug sein …

PS: Grundsätzlich kann man Farbadjektive durchaus steigern. Es gibt zum Beispiel grünere Palmen als die im Hintergrund dieses Bildes. Manche Farbadjektive sind aber nicht steigerbar. Türkis zum Beispiel. Oder auch lila. Im Werbebanner ist die obere Ecke also nicht etwa „lilaner“ als die andere, sondern sie ist dunkellila, der untere Teil zeigt ein eher mittleres Lila.

6. Februar 2017
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Betreff ändern: Wie Sie E-Mails für Ihre Ablage umbenennen

Ein präziser Betreff ermöglicht es den Empfängern Ihrer E-Mails, diese richtig einzuordnen. Schön wäre es natürlich, wenn auch die E-Mails, die Sie empfangen und bearbeiten, so konkret benannt wären, wie Sie es in unserem Blogpost Der Betreff in E-Mails: Punkten Sie mit präzisen Formulierungen gelesen haben. Da aber vermutlich in Ihrem elektronischen Postfach genauso vage Betreffangaben landen wie bei uns, sind hoffentlich diese Tipps für Sie hilfreich, mit denen Sie einen Betreff ändern und die E-Mail richtig speichern können. „Richtig“ meint hier so, dass Sie sie jederzeit problemlos wiederfinden.

Wie Sie in Outlook 2013 ganz einfach einen Betreff ändern

Sie öffnen die E-Mail mit einem Doppelklick, gehen mit dem Cursor in die Betreffzeile und ändern bzw. überschreiben sie wie gewünscht. Dann schließen Sie die E-Mail wieder mit einem Klick auf das Exit-X rechts oben. Nun erscheint ein Dialogfeld mit der Frage:

Die Eigenschaften der Nachricht „…..“ wurden geändert. Sollen Ihre Änderungen an dieser Nachricht gespeichert werden?

Sie klicken auf Ja. Fertig.

Die E-Mail ist nun mit dem geänderten Betreff in Ihrem Posteingang bzw. dem E-Mail-Ordner zu sehen.

Dazu ein kleines Beispiel:

Ich mache für einen Kunden Interviews, die in einer Mitarbeiterzeitschrift veröffentlicht werden. Die Texte sende ich den Interviewten immer unter dem Betreff „Interviewtext für (Name der Mitarbeiterzeitschrift) zur Freigabe“ vorab zum Gegenlesen. Erst wenn die Freigabe erfolgt ist, sende ich den fertigen Text an meinen Kunden. Die E-Mails mit der Freigabe landen bei mir üblicherweise unter dem Betreff: „AW: Interviewtext für (Name der Mitarbeiterzeitschrift) zur Freigabe“

Dann benenne ich sie so um, dass ich sofort sehen kann, welche Freigaben erfolgt sind. Habe ich beispielsweise eine Frau Müller interviewt, ändere ich den Betreff in „Freigabe-Müller“ und lege die E-Mail im regulären Windows-Ordner für die jeweilige Ausgabe der Mitarbeiterzeitschrift ab.

Und wie legen Sie E-Mails im passenden Windows-Ordner ab?

Ich wusste selbst lange nicht, wie das geht, und war fassungslos, als mir jemand zeigte, wie einfach das ist: Sie öffnen erst den Windows-Explorer-Ordner, gehen dann in Ihren Outlook-Posteingang, klicken die gewünschte E-Mail im Eingangsfenster mit der linken Maustaste an und ziehen sie bei weiter gedrückter Maustaste auf das Windows-Explorer-Ordner-Symbol. Dort lassen Sie die Maustaste erst los, wenn Sie auf dem jeweiligen Unterordnersymbol angekommen sind. Nun ist eine Kopie der E-Mail in diesem (Unter-) Ordner abgelegt und Sie können sie aus Ihrem Posteingang löschen.