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Unternehmensname hui, Aussehen pfui: So macht man sich unglaubwürdig

Wer einen Namen für sein Unternehmen wählt, möchte damit etwas ausdrücken. Der Unternehmensname (Juristen bezeichnen den Namen, unter dem ein Kaufmann am Markt auftritt, übrigens als „Firma“) soll möglichen Kunden und Geschäftspartnern signalisieren, mit wem er es zu tun hat. Natürlich möchte man deswegen einen Namen, der möglichst positiv besetzt ist. Woran denken Sie beispielsweise, wenn Sie das Wort „Manufaktur“ lesen? Genau: an meisterhafte Handarbeit durch erfahrene Könner.

Und was denken Sie, wenn Sie dieses Bild betrachten?

Pizzamanufaktur-verkleinert-IMG_0302

Vermutlich das gleich wie Briefprofi Judith, die es aufgenommen hat:

Von Meisterhand geformte italienische Köstlichkeiten aus einer edlen Manufaktur? Bloß schade, dass das etwas schmuddelige Äußere dieser gastronomischen Einrichtung, die offenbar von einem gewissen OZI betrieben wird, nicht auf allzu exquisite Genüsse schließen lässt!

Ähnlich erging es Briefprofi Barbara, als sie bei diesem Anblick stutzte:

Salon Moderner Haarpflege

Die Botschaft les ich wohl, allein mir fehlt der Glaube daran, dass sich hinter diesem angestaubten Äußeren ein moderner Salon von was-auch-immer befinden könnte. Ob es zwischen den Souvenirs auch Haarshampoo gibt? Ich habe nicht nachgesehen.

Unser Fazit: Auch bei Unternehmen sollten Anspruch und (sichtbare) Wirklichkeit zusammenpassen. Tun sie das nicht, werden mögliche Kunden verwirrt und abgeschreckt. Wer sich eben mal für wenig Geld in einem Imbiss stärken will, sucht ohnehin keine Pizza-Manufaktur auf; wer dagegen edle Küche will, wird sich vom OZI-Einfachambiente nicht angesprochen fühlen. Wenn auf einem Haus „Salon“ draufsteht, sollte auch einer drin sein. Wer sagt, er sei modern, sollte auch so aussehen. Noch besser: Er sollte modern sein und aussehen, ohne weitere Worte darüber zu verlieren …

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