Schreibtipps – www.diebriefprofis-blog.de https://diebriefprofis-blog.de Tipps zum Thema Schreiben im Beruf Mon, 24 May 2021 19:44:56 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.2 https://diebriefprofis-blog.de/wp-content/uploads/2019/01/Profilbild-2-150x150.jpg Schreibtipps – www.diebriefprofis-blog.de https://diebriefprofis-blog.de 32 32 Guter Stil: Synonyme suchen, um Wortwiederholungen zu vermeiden https://diebriefprofis-blog.de/synonyme-suchen-wortwiederholungen-vermeiden/ https://diebriefprofis-blog.de/synonyme-suchen-wortwiederholungen-vermeiden/#respond Mon, 24 May 2021 19:38:43 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=3305 Warum Sie Synonyme suchen sollen? Weil Texte langweilig und schlechter lesbar werden, wenn zu oft […]

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Warum Sie Synonyme suchen sollen? Weil Texte langweilig und schlechter lesbar werden, wenn zu oft dasselbe Wort auftaucht. Deshalb lohnt es sich, nach Wörtern mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung zu fahnden und diese gezielt einzusetzen.

Textbeispiel: Werbebrief mit zu vielen Wortwiederholungen

Ihr Geld ist in Gefahr! Experten warnen wegen der anhaltenden Geldschwemme vor steigenden Risiken: Je mehr Geld den Markt flutet, desto wahrscheinlicher wird eine Geldentwertung, die gefürchtete Inflation. Ihr Geld wird dadurch immer weniger wert, seine Kaufkraft sinkt. Das verringert den Wert Ihrer Geldreserven und Ihrer Altersvorsorge. Deswegen sollten Sie jetzt gegensteuern und Ihr Geld inflationssicher anlegen, nämlich in Sachwerten.

In diesen 60 Wörtern kommt siebenmal das Wort „Geld“ vor. Das macht den Text dröge. Ihr Deutschlehrer hätte hier mindestens viermal ein mahnendes „W“ wegen der Wortwiederholung eingefügt – und das völlig zu Recht! Dabei ist dieses Wort wirklich einfach zu ersetzen, denn dafür müssen Sie vermutlich nicht lange Synonyme suchen, weil Ihnen sofort welche einfallen. Zum Beispiel:

Kapital, Zahlungsmittel, Währung, Valuta, Vermögen, Ersparnis, Mittel, Finanzen, Bares, Mammon, Moneten, Knete, Kies, Zaster, Mäuse, Kröten, Kohle, Asche, Heu, Bimbes, Pinke-Pinke

Allerdings müssen Sie nun gut auswählen, welche Synonyme tatsächlich in Ihren Text passen.

Auch Synonyme sollten Sie mit Augenmaß einsetzen

Möglicherweise müssen Sie sogar die ein oder andere Wortwiederholung akzeptieren, wenn Sie durch die gleichbedeutenden Wörter zwar mehr Abwechslung, dafür aber einen unpassenden Stil in Ihren Text bringen würden. Am Ende sieht Ihr Text sonst so aus:

Ihr Zaster ist in Gefahr! Experten warnen wegen der anhaltenden Monetenschwemme vor steigenden Risiken: Je mehr Kies den Markt flutet, desto wahrscheinlicher wird eine Zahlungsmittelentwertung, die gefürchtete Inflation. Ihre Kohle wird dadurch immer weniger wert, ihre Kaufkraft sinkt. Das verringert den Wert Ihrer Knete und Ihrer Altersvorsorge. Deswegen sollten Sie jetzt gegensteuern und Ihren Mammon inflationssicher anlegen, nämlich in Sachwerten.

Okay, das ist lustig. Aber wahrscheinlich nicht zielführend für Ihren Werbebrief. Für diesen lassen wir einfach die umgangssprachlichen Ausdrücke weg und ersetzen nur viermal das Wort „Geld“:

Ihr Vermögen ist in Gefahr! Experten warnen wegen der anhaltenden Geldschwemme vor steigenden Risiken: Je mehr Geld den Markt flutet, desto wahrscheinlicher wird eine Zahlungsmittelentwertung, die gefürchtete Inflation. Ihr Geld wird dadurch immer weniger wert, seine Kaufkraft sinkt. Das verringert den Wert Ihrer Ersparnisse und Ihrer Altersvorsorge. Deswegen sollten Sie jetzt gegensteuern und Ihr Kapital inflationssicher anlegen, nämlich in Sachwerten.

Wie Sie ohne großen Aufwand Synonyme suchen

Wenn Sie Wortwiederholungen in einem Ihrer Texte entdecken, werden Ihnen meist schon nach kurzem Nachdenken einige Ersatzbegriffe einfallen. Falls es nicht genügend oder nicht die richtigen sind, können Sie auf eine Synonym-Datenbank im Internet zurückgreifen. Geben Sie dazu einfach Ihren Suchbegriff und das Wort Synonym in Ihre Suchmaschine ein.

Wenn Sie zum Beispiel nach einem Synonym für Brief und Profi suchen, finden Sie so auf Anhieb etliche Vorschläge und weitere beim Klicken auf Datenbanken wie das Woxikon oder synonyme.de:

Brief: Schreiben, Schriftstück, Mitteilung, Meldung, Nachricht, Post, Zeilen, Zuschrift, Niederschrift, Botschaft, Snail-Mail, Epistel, Wisch, Schrieb

Profi: Spezialist, Könner, Routinier, Fachmann, Experte, Koryphäe, Autorität, Meister, Ass, Crack

Wir könnten uns also auch als Epistel-Asse oder Wisch-Cracks bezeichnen oder, ganz seriös, als Schreibkoryphäen. Wir bleiben dann aber doch lieber Die Briefprofis.

Synonyme suchen, Wortwiederholungen vermeiden
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Sorgen Sie für mehr Lesefreundlichkeit durch den Bindestrich https://diebriefprofis-blog.de/sorgen-sie-fuer-mehr-lesefreundlichkeit-durch-den-bindestrich/ https://diebriefprofis-blog.de/sorgen-sie-fuer-mehr-lesefreundlichkeit-durch-den-bindestrich/#respond Wed, 24 Feb 2021 18:34:13 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=3288 Mehr Lesefreundlichkeit durch den Bindestrich? Wie soll das gehen? Ganz einfach: Kleinere „Wort-Häppchen“ sind leichter […]

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Mehr Lesefreundlichkeit durch den Bindestrich? Wie soll das gehen? Ganz einfach: Kleinere „Wort-Häppchen“ sind leichter und schneller zu lesen als lange Wortungetüme.

Lesen ist ein ziemlich komplexer Vorgang: Das Auge muss die Buchstaben erfassen, das Gehirn sie zu Begriffen zusammensetzen und deren Bedeutung verstehen. Ein geübter Leser liest dann gar keine einzelnen Buchstaben mehr, sondern erkennt Wortbilder auf einen Blick. Sein Auge springt von einem „Blick-Haltepunkt“ zum anderen, wobei diese so genannte Fixation etwa 2 bis 3 cm umfasst.

Ist ein Wort sehr lang, ist uns zum einen sein Bild nicht so vertraut, zum anderen ragt es vermutlich über die Fixation hinaus. Das erschwert das flüssige Lesen und zwingt das Auge zum Zurückspringen. Bei einem Gedicht oder einem anderen literarischen Lesegenuss macht das nicht unbedingt etwas aus. Im Gegenteil, hier ist diese „anhaltende“ Wirkung sogar erwünscht. Anders sieht es aber bei Informationstexten oder gar bei Werbetexten aus. Bei diesen ist es die Aufgabe des Schreibenden, das Lesen so einfach wie möglich zu machen. Und da kommt der Bindestrich ins Spiel.

So erzeugen Sie mehr Lesefreundlichkeit durch den Bindestrich

Am besten lässt sich das anhand von Beispielen verdeutlichen. Neulich sah ich beispielsweise eine Werbung für

Kindersonnenschutzcreme.

Das ist ein sehr langes Wort, dem eine Trennung guttäte. Deutlich besser lesbar ist etwa:

Kinder-Sonnenschutzcreme

Damit ist buchstäblich auf einen Blick klar, dass es hier um ein Produkt für Kinder geht.

Als ich nach Büroartikeln stöberte, stieß ich auf die Bezeichnungen

Ordnerrückenschild bzw. Rückenschilderetiketten.

Das ist auf Anhieb kaum entzifferbar. Deutlich übersichtlicher wären das

Ordner-Rückenschild bzw. Rückenschilder-Etiketten

Alternativ könnte man auch Etiketten für Ordnerrücken schreiben.

Sie sehen, was so ein kleines Zeichen wie der Bindestrich in Sachen Lesbarkeit bewirken kann!

Übrigens gibt es auch Fälle, in denen ein Bindestrich nach den Regeln der deutschen Sprache verpflichtend gesetzt werden muss. Mehr dazu lesen Sie im Post Der Bindestrich bei zusammengesetzten Begriffen.

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5 Tipps, mit denen Sie gute Protokolle schreiben https://diebriefprofis-blog.de/protokolle-schreiben-praxistipps/ https://diebriefprofis-blog.de/protokolle-schreiben-praxistipps/#respond Sun, 12 May 2019 12:32:43 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2721 Früher waren sie eine klassische Sekretariatsaufgabe, heute müssen auch ganz normale Büroarbeiter und sogar Führungskräfte […]

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Früher waren sie eine klassische Sekretariatsaufgabe, heute müssen auch ganz normale Büroarbeiter und sogar Führungskräfte Protokolle schreiben. Dabei geht es meist um Ergebnisprotokolle, in denen kurz und knapp festgehalten wird, was besprochen wurde, welche Beschlüsse gefasst und welche Aufgaben an wen verteilt wurden.

Besonders anspruchsvoll ist das, wenn ein Simultanprotokoll erstellt wird: Die protokollierende Person schreibt am Laptop mit, das Geschriebene wird per Beamer an die Wand geworfen, wo alle anderen Besprechungsteilnehmer es sehen und billigen oder auch verwerfen können. Aber auch sonst ist das Protokollieren eine komplexe Aufgabe. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, sie zu meistern:

Protokolle schreiben – 5 praxiserprobte Tipps

Eine solide Vorbereitung, Aufmerksamkeit und Konzentration sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Protokoll.

Tipp 1: Bereiten Sie sich inhaltlich vor.

Klären Sie vorab folgende Fragen: Worum geht es in dieser Besprechung? Wer sind die Teilnehmer, wer bekommt das Protokoll hinterher zu lesen? Ein Meeting unter Experten, das auch nur Experten lesen, kann im Fachjargon protokolliert werden. Sind im Empfängerkreis auch Nicht-Experten vertreten, müssen Sie eine gewisse „Übersetzungsleistung“ erbringen und auch etwas ausführlicher mitschreiben.

Tipp 2: Bereiten Sie Ihre Unterlagen vor.

Wenn Sie direkt am Laptop mitprotokollieren, sollten Sie das in einem vorher angelegten Formular tun, in dem die Agenda bereits eingetragen ist. Dann brauchen Sie nur noch den Protokollkopf auszufüllen und die Beschlüsse, To-dos und Termine einzutragen.

Falls Sie auf Papier mitschreiben: Bereiten Sie auch hier ein Blatt für den Kopf vor, auf dem Sie die Teilnehmer abhaken und den Rest schnell eintragen können. Für die weitere Mitschrift nutzen Sie am besten kariertes Papier mit einem breiten Rand für Anmerkungen und Ergänzungen und einen weichen Bleistift oder einen Rollerball zum Schreiben.

Tipp 3: Bleiben Sie neutral und sachbezogen.

Beim Protokollieren schreiben Sie genau das mit, was besprochen und beschlossen wurde, nicht mehr und nicht weniger. Kommentare und private Einschätzungen gehören nicht in ein Protokoll.

Tipp 4: Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.

Hören Sie dem jeweiligen Sprecher aufmerksam zu und versuchen Sie, seiner Argumentation zu folgen. Überlegen Sie bei jedem Redeabschnitt, was genau gesagt wurde und was davon so wichtig ist, dass es festgehalten werden muss. Mündet der Redebeitrag in einen Beschluss, ein To-do oder einen Termin, notieren Sie das im Laptop-Formular in der jeweiligen Spalte. In Ihren Mitschriften auf Papier markieren Sie den Abschnitt farbig (z. B. Beschlüsse rot, To-dos gelb). Das hilft Ihnen bei der Nachbereitung.

Tipp 5: Erledigen Sie die Nachbearbeitung bzw. Reinschrift möglichst bald.

Solange Sie die Besprechung samt Themen noch frisch im Kopf haben, ist es viel einfacher, das Protokoll fertigzustellen als nach einem Abstand von mehreren Tagen. Je komplexer das Thema und je länger die Sitzung, desto schneller sollten Sie sich an die Ausarbeitung machen.

Buchtipp zum Thema Protokolle schreiben

Weitere konkrete und praxiserprobte Tipps, die bei der Protokollerstellung nützlich sind, dazu Interviews mit erfahrenen Protokollanten, die Vorstellung moderner Meetingsoftware mit Protokollfunktion sowie nützliche Formulare und Praxisbeispiele finden Sie in meinem Buch Protokolle schreiben, das 2019 in zweiter und aktualisierter Auflage erschienen ist (Amazon-Partnerlink*):

Protokolle schreiben: Professionell, strukturiert und auf den Punkt gebracht. Mit Checklisten, Praxistipps, Mustern und Vorlagen

*„Partnerlink“ bedeutet, dass ich für jeden Einkauf, der durch einen Klick auf diesen Link zustande kommt, eine kleine prozentuale Beteiligung bekomme.

Protokolle schreiben 2. Auflage 2019

Weitere Leseempfehlungen für Ihre berufliche Korrespondenz finden Sie auf unserer Buchtipps-Seite.

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Negativer Höhepunkt? Von Höhen und Tiefen der deutschen Sprache https://diebriefprofis-blog.de/negativer-hoehepunkt-von-hoehen-und-tiefen-der-deutschen-sprache/ https://diebriefprofis-blog.de/negativer-hoehepunkt-von-hoehen-und-tiefen-der-deutschen-sprache/#respond Wed, 20 Mar 2019 10:06:01 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2622 An sprachlicher Kreativität kaum zu überbieten sind zwei Journalisten, die die Online-Nachrichten des Heute-Journals und […]

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An sprachlicher Kreativität kaum zu überbieten sind zwei Journalisten, die die Online-Nachrichten des Heute-Journals und der Kölnischen Rundschau mit den beiden unten abgebildeten Meldungen bestückt haben. Denn ihnen ist etwas eingefallen, was mir bislang noch nie in den Sinn gekommen wäre: dass Höhepunkte auch negativ sein können.

Quelle: www.zdf.de/nachrichten (Abruf am 19.11.2018)

Hoch oder tief? Nein: Schief ist das Sprachbild!

Mit einer solch wundervollen Metapher lassen sich ganz unterschiedliche Sachverhalte treffend beschreiben. So zum Beispiel die unerfreuliche Entwicklung, die der Bitcoin-Kurs im Spätherbst des Jahres 2018 genommen hat. Oder aber die ebenso unerquickliche Entwicklung der Beziehungen zwischen den westlichen Ländern und der Türkei, die im Frühjahr 2019 wieder mal Anlass zur Klage gab.

Quelle: www.rundschau-online/politik (Abruf am 12.03.2019)

Unsereins hätte hier ja schlichtweg von einem neuen Tiefpunkt gesprochen. Aber das klingt im Vergleich zu einem negativen Höhepunkt oder gar einem Negativ-Höhepunkt ja geradezu erschreckend banal.

Aber Spaß beiseite …

Ein negativer Höhepunkt ist sprachlicher Nonsens

Erstaunlich häufig stößt man in diversen Publikationen auf Sprachbilder, die nicht stimmig sind. Was hoch ist, kann nicht zugleich tief sein, das erschließt sich doch ohne großes Nachdenken. Ein negativer Höhepunkt ist schlicht ein Tiefpunkt der Formulierungsfähigkeit.

Ehrlich gesagt machen mich solche hirnlos dahingetippten Ausdrücke ein wenig fassungslos: Stammen sie doch von Menschen, die es eigentlich besser wissen sollten. Oder ist eine gute Ausdrucksfähigkeit heute nicht mehr zwingende Voraussetzung, um als Journalist in einer Nachrichtenredaktion zu arbeiten?

Eine zweite Erklärung für diesen sprachlichen Nonsens will mir noch weniger gefallen: dass in Zeiten des digitalen Wandels das Nachdenken auf der Strecke bleibt, weil alles wahnsinnig schnell gehen muss. Hauptsache, die Meldung ist schnell online gestellt – ob sie wirklich stimmig ist, spielt keine Rolle!

Hier finden Sie noch mehr schiefe Sprachbilder bzw. Beispiele und Überlegungen dazu.

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Neujahrswünsche und mehr: Korrespondenz-Tipps zum Jahreswechsel https://diebriefprofis-blog.de/neujahrswuensche-und-mehr-korrespondenz-tipps-zum-jahreswechsel/ https://diebriefprofis-blog.de/neujahrswuensche-und-mehr-korrespondenz-tipps-zum-jahreswechsel/#respond Sat, 22 Dec 2018 16:54:12 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2461 Ob nun die Zeit für Weihnachtsgrüße an Geschäftspartner gereicht hat oder nicht, schon gilt es, […]

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Ob nun die Zeit für Weihnachtsgrüße an Geschäftspartner gereicht hat oder nicht, schon gilt es, sich Gedanken über Neujahrswünsche zu machen. Schließlich ist bald der erste Brief oder die erste E-Mail des neuen Jahres zu schreiben. Da darf eine passende Grußformel nicht fehlen. Oder soll es gleich ein eigener Neujahrsbrief sein? Der findet vermutlich sogar mehr Aufmerksamkeit bei den Empfängern als die Weihnachtspost.

Falls Sie vor einer dieser Korrespondenz-Herausforderungen stehen, werden Ihnen unsere Tipps und Musterbriefe sicher nützlich sein.

Briefprofi-Tipps für Ihre Neujahrswünsche an Kunden und Geschäftspartner

Weihnachten kam so überraschend? Dann schreiben Sie doch einen Neujahrsbrief!

Neujahrsbrief 2016: Musterbrief an einen guten Kunden

Muster für einen Neujahrsbrief 2017

Mustertext für einen Neujahrsbrief 2018

Heißt es eigentlich Silvester oder Sylvester? Und schickt man gute Wünsche für das neue Jahr oder für das Neue Jahr? Die Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie hier:

So vermeiden Sie typische Schreib- und Stilfehler in Ihrer Weihnachts- und Neujahrspost

Oder haben Sie zu Jahresbeginn neue Kataloge oder Preislisten zu versenden? Dann sollten Sie sich diese Beiträge ansehen:

Weitere Korrespondenz-Tipps zum Jahreswechsel

Mustertext für einen Begleitbrief zum Katalogversand an Kunden

Ankündigung neuer Angebote: Tipps und ein Mustertext

Preiserhöhung ankündigen – so formulieren Sie glaubhaft und sympathisch

Falls Sie trotz dieser Anregungen nicht die Zeit oder den Nerv finden, selbst passende Formulierungen zu erarbeiten, können Sie sich gerne bei uns melden und ein entsprechendes Schreiben in Auftrag geben. Schließlich sind wir die Briefprofis und als solche ab dem 2. Januar gerne wieder für Sie da 🙂

Neujahrswünsche und mehr: Korrespondenz-Tipps von den Briefprofis zum Jahreswechsel

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Konzeptentwicklung: die Konzeptstruktur nach den W-Fragen https://diebriefprofis-blog.de/konzeptentwicklung-konzeptstruktur-nach-w-fragen/ https://diebriefprofis-blog.de/konzeptentwicklung-konzeptstruktur-nach-w-fragen/#respond Fri, 07 Sep 2018 09:51:09 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2275 Sehr oft steht bei der Konzeptentwicklung eine Problemlösung im Vordergrund. Dann empfiehlt es sich, das […]

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Sehr oft steht bei der Konzeptentwicklung eine Problemlösung im Vordergrund. Dann empfiehlt es sich, das Konzept nach der sachlogischen Reihenfolge zu strukturieren. Die Sachlogik wiederum ermitteln Sie am besten, wenn Sie sich so genannte W-Fragen stellen.

Typische W-Fragen bei der Konzeptentwicklung

  • Warum ist eine Änderung/Neuerung notwendig (unbefriedigender Ist-Zustand)?
  • Was soll erreicht werden (Soll-Zustand)?
  • An wen wendet sich das Konzept (Zielgruppe)?
  • Wie soll das Ziel erreicht werden?
  • Welchen Nutzen bietet der gewählte Weg zur Zielerreichung im Vergleich zu anderen Wegen?
  • Welche Rahmenbedingungen gelten?

Welche W-Fragen Sie in welcher Detailfreudigkeit verwenden, hängt wiederum von der konkreten Aufgabe und ihrer Zielsetzung ab.

Simpel, aber wirkungsvoll: die Warum-was-wie-Struktur

Für kleinere Aufgabenstellungen genügt oft die Gliederung nach drei Fragen:

  1. Warum soll etwas gemacht werden?
  2. Was genau soll gemacht werden?
  3. Wie soll es gemacht werden?

Dazu ein Beispiel aus meiner Textertätigkeit:

Ich habe einmal einen Flyer getextet, in dem ein Solo-Selbstständiger für seine Dienste als externer Datenschutzbeauftragter werben wollte. Das Konzept für den Flyer folgte der 3W-Struktur und sah jeweils ein Drittel des Platzes für folgende Inhalte vor:

1. Warum?

Zuerst wurde kurz erläutert, warum Datenschutz ein Thema für jedes Unternehmen ist und warum besagter Solo-Selbstständige genau der richtige Mann als externer Datenschutzbeauftragter ist

2. Was?

Im Mittelteil stand, welche Aufgaben der Experte im Einzelnen für seine Kunden übernehmen kann.

3. Wie?

Es folgte die Beschreibung, wie die Zusammenarbeit mit dem Experten konkret abläuft und welche Schritte zum eigenen Datenschutzkonzept führen.

Diese Struktur ist viel wirksamer als der traditionelle Aufbau eines Flyer-Konzepts nach dem Schema: Wer (bietet) – was – für wen? Dieser Aufbau geht nämlich vom Anbieter aus (seht, was ich kann!). Wenn Sie dagegen mit dem „Warum?“ beginnen, zeigen Sie sofort die Relevanz des Themas für den Leser bzw. potenziellen Kunden, für den das „Wer?“ zunächst zweitrangig ist.

Mehr Tipps zur erfolgreichen Konzeptentwicklung

Diese finden Sie in folgenden Beiträgen:

Konzeptentwicklung: die Konzeptstruktur nach den W-Fragen

*„Partnerlink“ bedeutet, dass ich für jeden Einkauf, der durch einen Klick auf diesen Link zustande kommt, eine kleine prozentuale Beteiligung bekomme. Diese dient mit zur Finanzierung der Kosten, die mir durch dieses Blog entstehen.

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Konzepte entwickeln: Wann ein chronologischer Aufbau sinnvoll ist https://diebriefprofis-blog.de/konzepte-entwickeln-wann-ein-chronologischer-aufbau-sinnvoll-ist/ https://diebriefprofis-blog.de/konzepte-entwickeln-wann-ein-chronologischer-aufbau-sinnvoll-ist/#respond Mon, 13 Aug 2018 10:10:57 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2268 Viele Fachkräfte müssen im Rahmen ihrer Tätigkeit auch Konzepte entwickeln und dem Chef samt Kollegenkreis […]

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Viele Fachkräfte müssen im Rahmen ihrer Tätigkeit auch Konzepte entwickeln und dem Chef samt Kollegenkreis vorstellen. Spätestens beim Aufschreiben stellt sich dann die Frage nach der Konzeptstruktur. Wie soll das Konzept aufgebaut sein? Welche Punkte soll es in welcher Reihenfolge enthalten?

Eine Möglichkeit ist der chronologische Aufbau, der an der Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte ausgerichtet ist.

Ein chronologischer Aufbau passt besonders gut zu wissenschaftlichen Konzepten

Gerade im wissenschaftlichen Bereich ist die zeitliche Abfolge der einzelnen Lösungsschritte so bedeutsam, dass sich die Konzeptstruktur nach ihr richten sollte. Typisch ist dabei folgendes Schema:

  1. Fragestellung
  2. Analyse des Sachverhalts/Problems
  3. Entwicklung von Lösungsideen
  4. Diskussion der einzelnen Lösungsideen
  5. Auswahl der besten Lösungen

Ein weiterer typischer Anwendungsfall für eine chronologische Konzeptstruktur sind (natur-)wissenschaftliche Versuchs- oder Studienkonzepte. Hier steht am Anfang das Forschungsziel, anschließend wird der Ablauf in einzelnen Schritten entworfen. Damit kann sichergestellt werden, dass ein Dritter den Versuchsaufbau nachvollziehen und gegebenenfalls überprüfen kann. Bei einem Versuch könnte die Konzeptstruktur beispielsweise so aussehen:

  1. Versuchsziel
  2. Versuchsaufbau
    benötigtes Material
    Beschreibung
    eventuell Skizze der konkreten Versuchsanordnung
  3. Versuchsablauf
    einzelne Arbeitsschritte
    zeitlicher Ablauf
    Beobachtungsmethode
  4. Auswertung
    Methode
    Zeitraum
    weitere Verwendung der Ergebnisse

Bei einer Studie muss nach der Zielformulierung noch ein Abschnitt über die Untersuchungsobjekte und ihre Auswahl ergänzt werden. Auch Fragen der Finanzierung gehören in ein solches Konzept. Sobald es um das Wie der Studiendurchführung geht, wird die Struktur sich jedoch wieder an der zeitlichen Abfolge der einzelnen Schritte orientieren.

Mehr Tipps dazu, wie Sie erfolgreiche Konzepte entwickeln, finden Sie im Beitrag Warum gute Ideen in der Praxis scheitern. Und natürlich im Ratgeber, den ich mit meiner Kollegin Cordula Natusch zu diesem Thema geschrieben habe (Partnerlink*): Überzeugende Konzepte: Strukturiert und effektiv von der Idee bis zur Präsentation (praxiskompakt)

*„Partnerlink“ bedeutet, dass ich für jeden Einkauf, der durch einen Klick auf diesen Link zustande kommt, eine kleine prozentuale Beteiligung bekomme.

Konzepte entwickeln: Wann ein chronologischer Aufbau sinnvoll ist

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Was wir bieten – Formulierungen in Stellenanzeigen https://diebriefprofis-blog.de/was-wir-bieten-formulierungen-in-stellenanzeigen/ https://diebriefprofis-blog.de/was-wir-bieten-formulierungen-in-stellenanzeigen/#respond Mon, 26 Mar 2018 15:32:02 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2091 Viele Stellenanzeigen enthalten einen Unterpunkt Was wir bieten. Wer diesen formuliert, sollte sich vorab fragen: […]

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Viele Stellenanzeigen enthalten einen Unterpunkt Was wir bieten. Wer diesen formuliert, sollte sich vorab fragen: Was wünschen sich Bewerber von ihrem zukünftigen Arbeitgeber, wie sieht ein richtig attraktives Angebot aus Bewerbersicht aus? Dieser Perspektivwechsel scheint aber gar nicht so einfach zu sein. Oder warum finden sich hier so viele floskelhafte und austauschbare Formulierungen? Und warum so vieles, das gar nicht als besonderer Pluspunkt zu verstehen ist?

Natürlich gibt es Wünsche, die bei jedem Arbeitnehmer auftauchen: Jeder möchte eine Arbeit machen, die ihm liegt, die für ihn interessant und sinnvoll ist. Jeder möchte für seine Arbeit ordentlich bezahlt werden und nicht befürchten müssen, dass er die neu angetretene Stelle schnell wieder verliert.

Bei anderen Teilen der Jobbeschreibung ist die Sache weniger eindeutig, sondern es kommt darauf an, welche Aussagen als anziehend empfunden werden. Darauf, welche Persönlichkeiten Sie für welche Aufgaben suchen. Für extravertierte Menschen, die gerne mit anderen zusammen sind und sich schnell langweilen, sind beispielsweise Teamklima und Abwechslung besonders wichtig. Menschen, die gerne methodisch vorgehen und sich tief in Details einarbeiten, legen vermutlich mehr Wert auf eine gründliche Einarbeitung und eine langfristig angelegte Tätigkeit.

Erstaunlicherweise berücksichtigen viele Stellenanzeigen in der Jobbeschreibung keinen dieser Aspekte. Sondern hier herrschen Banalität und Einheitsbrei.

Stellenanzeigen formulieren - was wir bieten

Was wir bieten – oder was man halt so verspricht …

Ausgerechnet bei dem, womit ein Unternehmen sich abheben könnte, herrscht in der Praxis eine überwältigende Gleichförmigkeit. Angeboten wird meist nur das, was alle anderen auch bieten.

Ist wirklich jede Stelle „interessant und abwechslungsreich“?

Das könnte man annehmen. Denn in etwa 80 von 100 Anzeigen beginnt die Jobbeschreibung mit: Wir bieten …

einen interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsplatz
eine abwechslungsreiche, spannende Aufgabe
eine abwechslungsreiche, vielseitige Tätigkeit
eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem international ausgerichteten Unternehmen
eine anspruchsvolle, spannende wie abwechslungsreiche Tätigkeit

Gähn – in der Wiederholung liest sich das ziemlich langweilig. Glaubwürdig ist es auch nicht. Zum einen, weil manche Jobs objektiv relativ eintönig sind. Zum anderen, weil es subjektiv höchst unterschiedlich ist, was als interessant und spannend empfunden wird.

Mein Rat: Lassen Sie diese Leerfloskel einfach weg. Beschreiben Sie lieber die Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten:

Zu Ihren Aufgaben gehört es …
Sie kümmern sich um …

Dann weiß der Bewerber, was ihn erwartet – und ob er persönlich das interessant findet oder nicht, kann er dann selbst entscheiden.

Leerformeln zum Gehalt wecken Verdacht

Gar nicht so selten gibt es Stellenanzeigen, die unter Was wir bieten kein Wort über die Bezahlung verlieren. Ist die Bezahlung dort so schlecht, dass man lieber nichts dazu sagt? Die Mehrheit aber flüchtet sich in ebenfalls verdächtige Leerformeln wie:

attraktives Gehalt
leistungsgerechte Bezahlung/Vergütung
attraktive Bezahlung und gute Sozialleistungen

Verdächtig deswegen, weil „attraktiv“ oder „leistungsgerecht“ für den Arbeitgeber garantiert etwas anderes bedeutet als für den Arbeitnehmer. Was für den einen attraktiv ist (etwa möglichst geringe Lohnkosten), ist es für den anderen gerade nicht. Leistung ist in vielen Berufen ohnehin gar nicht eindeutig zu messen. Im Zweifel wird der Arbeitgeber sie ohnehin anders (niedriger) einschätzen als der Mitarbeiter.

Attraktiver, weil wesentlich konkreter, sind Formulierungen wie:

Vergütung nach XY-Tarif
übertarifliche Bezahlung
betriebliche Altersvorsorge
ein Dienst-PKW, auch zur privaten Nutzung
10 % Personalrabatt auf private Einkäufe

Was wir bieten – wollen Sie wirklich etwas über das Betriebsklima schreiben?

Natürlich möchte niemand mit miesepetrigen Kollegen zusammenarbeiten, die einen bei jeder Gelegenheit ausbooten. Andererseits ist es geradezu unglaublich, was hier alles versprochen wird: Alle Teams sind toll! Belegt durch Formulierungen dieser Art:

ein gutes/angenehmes Betriebsklima
ein außergewöhnlich gutes Betriebsklima
ein motiviertes Team
ein starkes/kollegiales Team
ein dynamisches, motiviertes und kompetentes Team
ein humorvolles und kollegiales Team

Mein Vorschlag: Lassen Sie das Teamklima in Stellenanzeigen einfach weg. Bewerber wissen, dass das gute Klima auch da versprochen wird, wo es nicht herrscht. Insofern ist es kein Unterscheidungsmerkmal.

Vorsichtig sein sollten Sie übrigens bei Formulierungen wie

ein junges, familiäres Team
unser junges dynamisches Team

Da könnten sich Bewerber jenseits der 40 oder 50 leicht diskriminiert fühlen …

Und womit können Sie Ihr Angebot dann attraktiv machen?

Interessant sind in erster Linie das Unternehmen und die Stelle, um die es geht, samt ihren Aufgabenbereichen. Wo diese nicht selbsterklärend sind, sollten Sie diese kurz beschreiben. Ein vernünftiges Wort zur Bezahlung sollten Sie möglichst auch verlieren (siehe oben).

Je nach den Gepflogenheiten Ihrer Branche sollten Sie unter Was wir bieten zudem angeben, wo Sie sich unterscheiden. Etwa

einen unbefristeten Arbeitsvertrag
geregelte Arbeitszeiten (Gastronomie)
Arbeit in festen Schichten – keine Nachtschicht
die Möglichkeit der Verbeamtung bei Erfüllen der beamtenrechtlichen Voraussetzungen

Und dann noch alles, von dem Sie glauben, dass es Sie für Ihre Wunschbewerber wirklich anziehend macht. Oder zumindest zeigt, dass Sie bereit sind, sich um Bewerber wirklich zu bemühen. Wer Bewerber der Generation Y (die jetzt um die 30 sind) anziehen möchte, probiert es beispielsweise mit:

Mitarbeiter-Benefits wie Vertrauensarbeitszeit, Kids-Office, Sportprogramme, After-Work-Partys

Manchmal sticht auch die regionale Karte:

Wir bieten Ihnen einen Arbeitsplatz in einer der schönsten Regionen Deutschlands. Bei Bedarf helfen wir gerne auch bei der Wohnungssuche.

Lustig fand ich diese Stellenanzeige:

Stellenanzeige im Allgäuer Dialekt

Ist das nicht eine gute Idee? Wer weiß, dass das Unternehmen bei Vergütung und Karrierechancen nicht mit Konzernen und anderen „Großen“ mithalten kann, muss deswegen schließlich nicht aufgeben. Und in diesem Unternehmen könnte das Versprechen eines humorvollen Teams sogar eingelöst werden; zumindest in der Personalabteilung hat da jemand Humor ….

Falls Sie sich für weitere Formulierungstipps zum Recruiting interessieren, empfehlen wir Ihnen unsere Seite Best of Personal.

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Bildhafte Sprache ist toll – solange die Bilder nicht schief sind! https://diebriefprofis-blog.de/bildhafte-sprache-schiefe-bilder/ https://diebriefprofis-blog.de/bildhafte-sprache-schiefe-bilder/#comments Mon, 12 Mar 2018 08:27:12 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2093 Eine bildhafte Sprache macht Texte anschaulich und lebendig. Mit den richtigen Sprachbildern erzeugen Sie eine […]

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Eine bildhafte Sprache macht Texte anschaulich und lebendig. Mit den richtigen Sprachbildern erzeugen Sie eine emotionale Wirkung beim Leser und werden dadurch überzeugender. Es ist schon ein Unterschied, ob wir Ihnen beispielsweise hilfreiche Informationen für das Erstellen empfängerorientierter Texte geben oder aber einen Kompass, mit dem Sie den Weg direkt ins Herz Ihres Lesers finden.

So funktioniert bildhafte Sprache

Wer Texte liest, muss die Inhalte geistig verarbeiten, um sie zu Wissen zu verknüpfen und/oder Handlungen daraus abzuleiten. Das ist viel einfacher, wenn die Worte an Erlebniswelten anknüpfen, die dem Leser bekannt sind. Bilder sind mit Erinnerungen und Gefühlen verknüpft, und die speichern wir Menschen nun mal viel besser ab als Abstraktes.

Hilfreiche Informationen sind abstrakt. Empfängerorientierte Texte auch. Ein Kompass ist etwas Konkretes. Und jemanden ins Herz zu treffen, ist spätestens seit Amors Wirken ein Bild, das positive Emotionen erzeugt.

Zur Bildwelt „Kompass“ bzw. „Orientierung“ könnten Sie natürlich auch andere Formulierungen finden: Mit guten Texten können Sie zum Beispiel eine Schneise in den Informationsdschungel schlagen. Wie ein Leuchtturm in der Informationsflut wirken. Oder wegweisend durch  Textwüsten führen.

Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Ihre Sprachbilder nicht verrutschen. Wenn Leuchtturm, dann Meer. Der Leuchtturm im Sprachdschungel oder in der Wüste erzeugt kein stimmiges Bild, sondern ein schiefes und damit unfreiwillige Komik.

Dieses Sprachbild hängt schief

Die Idee zu diesem Text kam mir, als ich diesen Aufdruck auf einer Tüte fand:

Beispiel für missglückte bildhafte Sprache - Zahnfleisch auf Kurs

Jetzt wissen Sie auch, warum ich oben an den Kompass gedacht habe. Der kann zweifellos helfen, den richtigen Kurs zu finden. Allerdings frage ich mich, wohin das Zahnfleisch auf seinem Kurs wohl unterwegs ist … Bestimmt wäre es den meisten Patienten lieber, die Entzündung würde sich davonmachen, das Zahnfleisch aber dableiben.

Der „Kurs“ führt hier eindeutig in die Irre. Beziehungsweise in eine unpassende Bildwelt und damit zu Befremden oder Gelächter. Wenn es unbedingt ein Bild sein soll, dann vielleicht das vom „Bakterienkiller“ (auch wenn das ein wenig martialisch wirkt).

Weitere Beispiele für missglückte bildhafte Sprache

In meinem Fundus habe ich noch zwei hübsche Exemplare gefunden. So bekam ich einmal eine Werbe-E-Mail einer Korrekturleserin, die mich mit folgendem Satz erheiterte:

Sie sind sich gewiss dessen bewusst, dass Rechtschreibfehler einen Webauftritt in einem schiefen Licht erscheinen lassen.

Rechtschreibfehler sind tatsächlich gar nicht gut, wobei ich nicht ausschließe, dass mir ab und zu einer unterläuft. Aber schief ist hier das Sprachbild, das Licht ist es sicher nicht. Leider rückte damit die Absenderin ihr ganzes Angebot in ein schlechtes Licht.

In einem Ratgebertext las ich diesen Hinweis:

Hier gibt es zahlreiche juristische Fallstricke zu umschiffen.

Vor allem gibt es hier die Vermischung zweier Bildwelten zu bestaunen. Umschiffen kann man Untiefen oder Klippen oder andere Ärgernisse nautischer Art. Fallstricke finden sich auf dem Meer bzw. unter dem Kiel eines Schiffes aber nicht. Sie werden nur Landratten gefährlich. Man könnte sie aber zum Beispiel umgehen, lösen oder auch beherzt durchtrennen.

Haben Sie weitere schöne Beispiele für schiefe Sprachbilder für uns? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Bildhafte Sprache ist toll - solange die Bilder stimmig sind!

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Wie Sie Ihr Unternehmensprofil in Stellenanzeigen gestalten https://diebriefprofis-blog.de/wie-sie-ihr-unternehmensprofil-in-stellenanzeigen-gestalten/ https://diebriefprofis-blog.de/wie-sie-ihr-unternehmensprofil-in-stellenanzeigen-gestalten/#respond Wed, 07 Feb 2018 19:04:43 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2022 BMW oder Siemens könnten darauf verzichten, aber die meisten Unternehmen können nicht davon ausgehen, dass […]

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BMW oder Siemens könnten darauf verzichten, aber die meisten Unternehmen können nicht davon ausgehen, dass jeder sie kennt und um ihre Branchenzugehörigkeit und ihr Leistungsspektrum weiß. Insofern ist es erstaunlich, dass dennoch viele Unternehmen über ihren Namen und ihr Logo hinaus bei Stellenausschreibungen nichts über sich verraten.

Dahinter mag die Ansicht stecken, dass der interessierte Bewerber sich ja auf der Unternehmenswebsite informieren könne. Oder man geht davon aus, dass sowieso nur Brancheninsider sich bewerben.

Damit werden aber möglicherweise manche, eigentlich passende Bewerber erst gar nicht aufmerksam auf diese Stellen, weil sie mit dem Namen des Unternehmens allein nichts anfangen können. Und das wäre angesichts des oft beklagten Fachkräftemangels doch schade.

Eine (kurze) Vorstellung des Unternehmens gehört in jede Stellenanzeige

Allerdings ist das mit dem Selbstbeschreibungen so eine Sache. Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung: Ich kann sehr gut Profile für andere formulieren, gerate aber jedes Mal ins Schwitzen, wenn ich eines über mich selbst schreiben soll. Das geht offenbar nicht nur mir so.

Wie Sie Ihr Unternehmensprofil in Stellenanzeigen lieber nicht gestalten

Manche Selbstvorstellung wirkt etwas angeberisch:

Wir sind die Nummer 1 in …
Wir sind das führende Unternehmen für …

Daran ändert es auch nichts, wenn man in der 3. Person von sich spricht: XY …

ist Deutschlands erste Adresse für …
einer der Innovations- und Marktführer für …
Weltmarktführer für …
ein weltweiter Marktführer bei …
zählt zu den besten Automotive-Zulieferern weltweit
ist auf Wachstumskurs
gehört zu den größten Modefilialisten Deutschlands

Oder wenn man scheinbar nur weitergibt, was andere sagen:

Wir gelten als innovatives, expandierendes mittelständisches Unternehmen der … Industrie
Seit über 25 Jahren gelten wir europaweit als Experte für …

Zumindest in Stellenanzeigen wimmelt es nur so von Marktführern, alle sind die besten, größten und innovativsten ihrer Branche oder gleich der ganzen Welt. Das ist weder informativ noch überzeugend. Und so richtig sympathisch wirkt es auch nicht.

Wie sieht eine glaubwürdige und aussagekräftige Unternehmensvorstellung aus?

Was antworten Sie, wenn ein Bekannter Sie fragt, was Ihr Unternehmen eigentlich macht? Wahrscheinlich sagen Sie dann etwas über die Branche, die Produkte bzw. Leistungen und die Größe des Unternehmens. Vielleicht noch etwas zu bestimmten Besonderheiten, etwa wenn es sich bei Ihrem Arbeitgeber um eine Stiftung oder um ein inhabergeführtes Unternehmen handelt. Genau diese Dinge interessieren auch potenzielle Bewerber. Sie brauchen Sie für Ihr Firmenprofil nur noch aufzuschreiben.

Aber bitte nicht so:

XY ist führender Hersteller im Bereich High Performance Motion Control und liefert kundenspezifische Lösungen und Systeme für anspruchsvolle Industrieanwendungen.

Die Z AG ist ein führender Anbieter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie.

Die X GmbH ist Teil der Y Unternehmensgruppe und gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Embedded Hardware- und Softwarelösungen.

Brancheninsider verstehen möglicherweise, was das für ein Unternehmen ist und was es tut. Alle anderen eher nicht. Im Zweifelsfall bewerben sie sich lieber bei einem Unternehmen, dessen Selbstbeschreibung ihnen einleuchtet.

Ein gutes Unternehmensprofil in Stellenanzeigen ist konkret und in verständlicher Sprache formuliert

Dazu habe ich einige Beispiele gefunden, die als Vorbild dienen können:

Wir sind eine überregional tätige mittelständische Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit über 150 Mitarbeitern an den Standorten X, Y und Z.

XY ist eine internationale Personalberatung mit Sitz in Z. Wir finden wir für unsere Auftraggeber weltweit Fach- und Führungskräfte.

Wir sind eine große christliche Hilfsorganisation mit Sitz in Berlin. Unsere Arbeit ist Dienst am Menschen für den Menschen. Zu unseren Aufgaben zählen u.a. Rettungsdienst, Krankentransport, Soziale Dienste, Behindertendienst, Kinder- und Jugendarbeit. (Die Johanniter)

Als X-Firmenfamilie vereinen wir mehrere Vertriebsbereiche mit ca. 2.000 Mitarbeitern unter einem Dach: (…)  Seit über 75 Jahren entwickeln, produzieren und vertreiben wir erstklassige Produkte für Kinder, Familien sowie Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.

Y ist ein weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen, das Medikamente und Medizinprodukte zur Infusion, Transfusion und klinischen Ernährung anbietet. Unsere Produkte und Dienstleistungen werden in der Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patienten eingesetzt.

Für das Unternehmensprofil in Stellenanzeigen gilt also nichts anderes als für die sonstige Kommunikation eines Unternehmens nach außen: Besser klar und einfach als modisch-verschwurbelt.

Unternehmensprofil in Stellenanzeigen - Formulierungstipps

Falls Sie sich für weitere Themen rund um die schriftliche Kommunikation im Personalbereich interessieren, empfehle ich Ihnen unsere Seite Best of Personal.

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