lauter Verbotsschilder

Ein Verbot nett formulieren? Das ist gar nicht so einfach!

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Als ich dieses Schild am Schaufenster eines leerstehenden Ladens in der Kemptener Innenstadt gesehen habe, musste ich schmunzeln: Hier hat jemand versucht, etwas zu verbieten, dabei aber freundlich zu wirken. Das ist offensichtlich gar nicht so einfach:

verbot nett formulieren - verboten mit Herz

„Nicht erwünscht“ ist schwach formuliert, „verboten“ dagegen sehr hoheitlich-streng. Mit dem Herzchen wirkt das Verbot zugegebenermaßen gleich viel freundlicher, aber irgendwie auch unentschieden. Ob sich von einem so herzlichen Verbot jemand vom Plakatieren abhalten lässt?

Wie können Sie alternativ ein Verbot nett formulieren?

Zum Beispiel als Bitte:

Bitte nicht plakatieren!

Das ist höflich, birgt aber die Gefahr, dass die Verneinung nicht ankommt, und nur die Aufforderung „plakatieren“ beim Leser hängenbleibt. Wie in diesem Beispiel, bei dem ein ähnliches Schild offensichtlich völlig falsch verstanden wurde.

Besser dürfte daher eine Kombination aus Freundlichkeit (Bitte) und klarem Verbot wirken. Etwa so:

Bitte halten Sie dieses Schaufenster frei – Plakatieren ist hier verboten!

Was meinen Sie dazu?

Allgemein neigen wir in Deutschland ja eher zum Verbieten, weniger zu Erlauben. Das habe ich bereits in diesem Post zu Verbotsschildern dokumentiert. In Sachen Charme und Freundlichkeit könnten wir bei Aufforderungen zu erwünschtem Verhalten einiges von den Österreichern lernen, wie ich hier festgestellt habe.

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