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Er liegt schon eine Weile auf meinem Schreibtisch, der neue Duden 2020. Versehen mit einem Superlativ: Es ist der dickste Duden, den es je gab. 148.000 Stichwörter enthält er, 3.000 mehr als es in der letzten Ausgabe 2017 waren. Sogar 30.000 Stichwörter mehr als in der 20. Auflage im Jahr 1991.

Das zeigt, dass wir uns um die Zukunft der deutschen Sprache nicht zu sorgen brauchen: Unsere Sprache lebt, denn sie wird laufend durch neue Wörter bereichert.

Welche Bedeutung der Duden heute noch hat

Früher einmal war der Duden die normgebende Instanz zur deutschen Rechtschreibung. Die Duden-Redaktion entschied, welche Schreibweisen richtig waren und welche falsch. Das hat sich 2004 geändert, als der Rat für deutsche Rechtschreibung gegründet wurde. Seitdem ist der Duden einerseits entmachtet, denn was als korrekte Schreibweise gilt, steht jetzt im jeweils aktuellen amtlichen Regelwerk und Wörterverzeichnis, die der Rechtschreibrat festlegt.

Andererseits leistet die Duden-Redaktion etwas, das der Rechtschreibrat so nicht kann: Sie sammelt und sichtet die neuen Wörter, die laufend entstehen. Diejenigen Begriffe, die in den täglichen Sprachgebrauch übergehen, finden Eingang in den nächsten Band. Wörter, die üblicherweise nicht mehr verwendet werden, werden dafür gestrichen.

Damit liefert der Duden eine umfassende und aktuelle Zusammenstellung der tatsächlich gesprochenen und geschriebenen Wörter. Nicht umsonst galt beim Scrabble schon immer: Was nicht im Duden steht, gilt nicht als „richtiges“ Wort.

Was die korrekten Schreibweisen angeht, gibt es im Rahmen der derzeit gültigen Rechtschreibregeln oft mehrere Varianten. Das erlaubt einerseits einen gewissen Freiraum, zwingt aber andererseits dazu, sich für eine Schreibweise zu entscheiden. Da sind die gelb unterlegten Empfehlungen der Duden-Redaktion hilfreich; auch viele Verlage richten sich danach. Im Zweifelsfall liegen Sie also mit der vom Duden empfohlenen Schreibweise immer richtig – insofern hat sich also im Vergleich zur Zeit vor 2004 nichts geändert.

Muss man den Duden heute noch als Buch kaufen?

Nicht unbedingt, denn man kann Begriffe auch online auf der Duden-Website nachschlagen. Gerade wenn es um Wörter geht, die in unterschiedlichen Zusammenhängen unterschiedlich geschrieben werden (groß/klein, getrennt/zusammen), finde ich das Blättern im Buch aber deutlich ergiebiger. Zu diesen Wörtern gibt es nämlich oft Übersichtskästen mit allen gängigen Kombinationen.

Auch sonst finde ich beim Blättern immer wieder Wörter, die ich sonst gar nicht gesucht hätte. Das ist ein Vergnügen, das ich nicht missen möchte 🙂

Das ist neu im Duden 2020

Gestrichen wurden vor allem Wörter, die kaum jemand vermissen wird. Etwa der Hackenporsche (ein Einkaufstrolley), die Vorführdame (ein Model) und die Fernsprechgebühr samt dem Fernsprechgeheimnis.

Im Gegenzug stehen im neuen Duden etliche Begriffe, die es noch nicht sehr lange gibt, die sich aber schnell verbreitet haben. Damit wird der Duden zum Spiegel technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. So steht 2020 der Influencer vor der Influenza.

Wo wir gerade bei Krankheiten sind: 2017 gab es im Duden zwar eine Ansteckungsgefahr, aber noch keine Ansteckungskette und erst recht kein Covid-19 (beides 2020 neu aufgenommen). Falls diese Wörter in der nächsten Auflage mangels Aktualität wieder gestrichen werden sollten, würde ich sie nicht vermissen …

Sehr interessant finde ich auch die drei neu eingefügten Seiten, die sich mit dem geschlechtergerechten Sprachgebrauch befassen. Hier stellt die Redaktion die unterschiedlichen Möglichkeiten vor, die es im Deutschen dafür gibt. Ihrer Rolle als Sprach-Beobachterin entsprechend hält sie nüchtern fest, dass die Schreibungen mit Binnen-I, Schrägstrich, Genderstern und Unterstrich nicht dem amtlichen Regelwerk entsprechen, dass sich aber der Genderstern „in der Schreibpraxis immer mehr durchsetzt“. Im Duden 2017 gab es den Genderstern noch gar nicht. 2020 ist er natürlich drin. Mal sehen, was der Rat für deutsche Rechtschreibung in den nächsten Jahren dazu entscheidet. Es bleibt spannend.

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5 Tipps, mit denen Sie gute Protokolle schreiben https://diebriefprofis-blog.de/protokolle-schreiben-praxistipps/ https://diebriefprofis-blog.de/protokolle-schreiben-praxistipps/#respond Sun, 12 May 2019 12:32:43 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2721 Früher waren sie eine klassische Sekretariatsaufgabe, heute müssen auch ganz normale Büroarbeiter und sogar Führungskräfte […]

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Früher waren sie eine klassische Sekretariatsaufgabe, heute müssen auch ganz normale Büroarbeiter und sogar Führungskräfte Protokolle schreiben. Dabei geht es meist um Ergebnisprotokolle, in denen kurz und knapp festgehalten wird, was besprochen wurde, welche Beschlüsse gefasst und welche Aufgaben an wen verteilt wurden.

Besonders anspruchsvoll ist das, wenn ein Simultanprotokoll erstellt wird: Die protokollierende Person schreibt am Laptop mit, das Geschriebene wird per Beamer an die Wand geworfen, wo alle anderen Besprechungsteilnehmer es sehen und billigen oder auch verwerfen können. Aber auch sonst ist das Protokollieren eine komplexe Aufgabe. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, sie zu meistern:

Protokolle schreiben – 5 praxiserprobte Tipps

Eine solide Vorbereitung, Aufmerksamkeit und Konzentration sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Protokoll.

Tipp 1: Bereiten Sie sich inhaltlich vor.

Klären Sie vorab folgende Fragen: Worum geht es in dieser Besprechung? Wer sind die Teilnehmer, wer bekommt das Protokoll hinterher zu lesen? Ein Meeting unter Experten, das auch nur Experten lesen, kann im Fachjargon protokolliert werden. Sind im Empfängerkreis auch Nicht-Experten vertreten, müssen Sie eine gewisse „Übersetzungsleistung“ erbringen und auch etwas ausführlicher mitschreiben.

Tipp 2: Bereiten Sie Ihre Unterlagen vor.

Wenn Sie direkt am Laptop mitprotokollieren, sollten Sie das in einem vorher angelegten Formular tun, in dem die Agenda bereits eingetragen ist. Dann brauchen Sie nur noch den Protokollkopf auszufüllen und die Beschlüsse, To-dos und Termine einzutragen.

Falls Sie auf Papier mitschreiben: Bereiten Sie auch hier ein Blatt für den Kopf vor, auf dem Sie die Teilnehmer abhaken und den Rest schnell eintragen können. Für die weitere Mitschrift nutzen Sie am besten kariertes Papier mit einem breiten Rand für Anmerkungen und Ergänzungen und einen weichen Bleistift oder einen Rollerball zum Schreiben.

Tipp 3: Bleiben Sie neutral und sachbezogen.

Beim Protokollieren schreiben Sie genau das mit, was besprochen und beschlossen wurde, nicht mehr und nicht weniger. Kommentare und private Einschätzungen gehören nicht in ein Protokoll.

Tipp 4: Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.

Hören Sie dem jeweiligen Sprecher aufmerksam zu und versuchen Sie, seiner Argumentation zu folgen. Überlegen Sie bei jedem Redeabschnitt, was genau gesagt wurde und was davon so wichtig ist, dass es festgehalten werden muss. Mündet der Redebeitrag in einen Beschluss, ein To-do oder einen Termin, notieren Sie das im Laptop-Formular in der jeweiligen Spalte. In Ihren Mitschriften auf Papier markieren Sie den Abschnitt farbig (z. B. Beschlüsse rot, To-dos gelb). Das hilft Ihnen bei der Nachbereitung.

Tipp 5: Erledigen Sie die Nachbearbeitung bzw. Reinschrift möglichst bald.

Solange Sie die Besprechung samt Themen noch frisch im Kopf haben, ist es viel einfacher, das Protokoll fertigzustellen als nach einem Abstand von mehreren Tagen. Je komplexer das Thema und je länger die Sitzung, desto schneller sollten Sie sich an die Ausarbeitung machen.

Buchtipp zum Thema Protokolle schreiben

Weitere konkrete und praxiserprobte Tipps, die bei der Protokollerstellung nützlich sind, dazu Interviews mit erfahrenen Protokollanten, die Vorstellung moderner Meetingsoftware mit Protokollfunktion sowie nützliche Formulare und Praxisbeispiele finden Sie in meinem Buch Protokolle schreiben, das 2019 in zweiter und aktualisierter Auflage erschienen ist (Amazon-Partnerlink*):

Protokolle schreiben: Professionell, strukturiert und auf den Punkt gebracht. Mit Checklisten, Praxistipps, Mustern und Vorlagen

*„Partnerlink“ bedeutet, dass ich für jeden Einkauf, der durch einen Klick auf diesen Link zustande kommt, eine kleine prozentuale Beteiligung bekomme.

Protokolle schreiben 2. Auflage 2019

Weitere Leseempfehlungen für Ihre berufliche Korrespondenz finden Sie auf unserer Buchtipps-Seite.

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Rezension – Die schreckliche deutsche Sprache von Mark Twain https://diebriefprofis-blog.de/rezension-die-schreckliche-deutsche-sprache-von-mark-twain/ https://diebriefprofis-blog.de/rezension-die-schreckliche-deutsche-sprache-von-mark-twain/#respond Thu, 05 Oct 2017 10:48:11 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1801 Ein Buch, das den Titel Die schreckliche deutsche Sprache trägt – das musste ich einfach […]

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Ein Buch, das den Titel Die schreckliche deutsche Sprache trägt – das musste ich einfach lesen. Noch dazu, wo es von Mark Twain ist, dem Meister des lakonischen Witzes. Um es vorwegzunehmen: Ich empfehle es gerne weiter!

Was hat Mark Twain sich dabei gedacht?

Erschienen ist das Büchlein (in der zweisprachigen Fassung, die ich gelesen habe, umfasst es gerade einmal 95 Seiten) erstmals im Jahr 1880, und zwar als Anhang des Reisebuchs A Tramp Abroad. Passenderweise trugt dieser Anhang den Titel Appendix D. In meinem hübsch aufgemachten Büchlein steht auf der linken Seite jeweils der englische Originaltext, rechts die deutsche Übersetzung. Beide lesen sich sehr vergnüglich.

Zwar sind manche der von Twain angeführten Beispiele naturgemäß leicht veraltet, aber insgesamt sind seine Feststellung über die schreckliche deutsche Sprache so scharfsinnig wie zutreffend. Tatsächlich ist Deutsch eine komplexe Sprache, die sich keineswegs leicht lernen lässt. Oder, um es mit den Worten des Autors in seiner Muttersprache zu sagen:

A person who has not studied German can form no idea of what a perplexing language it is.

Trotzdem unternimmt er auf den folgenden Seiten den Versuch, die verwirrenden Aspekte des Deutschen zu schildern.

Was macht Deutsch zu einer so schrecklichen Sprache?

Um es kurz zu machen:

Es gibt zehn Wortarten, und jede von ihnen macht Schwierigkeiten.

Besonders das Aneinanderfügen einzelner Wörter „ohne Gelenke oder Naht“ (gemeint ist: ohne Bindestriche) macht dem englischen Schüler Schwierigkeiten. Ich persönlich finde es ja wunderbar, dass wir Deutschen problemlos aus praktisch jeder Wortart zusammmengesetzte Substantive bauen können, aber ich verstehe, dass es für einen Neuling in dieser Kunst gar nicht so einfach ist. Ich sage nur: Donaudampfschifffahrtskapitänsmützenbommel!

Mark Twain sagt dazu:

Manche deutschen Wörter sind so lang, dass sie über einen eigenen Fluchtpunkt verfügen.

Dazu führt er so hübsche Beispiele wie Dilettantenaufdringlichkeiten oder Waffenstillstandsverhandlungen an. Das sind zwar Wörter, die in unserem Wortschatz nicht mehr so häufig auftauchen, aber ich verstehe, was er meint.

Wortreich beklagt der Reisende auch die „Parenthesenseuche“ im Deutschen (was hat der Mann nur gegen Klammern, die sind doch so praktisch?) sowie die Eigenart, das Verb am Schluss eines Satzes zu platzieren.

In deutschen Zeitungen verstecken sie ihr Verb oft erst auf der nächsten Seite.

Naja, das ist vielleicht eine klitzekleine Übertreibung. Aber es ist noch gar nichts gegen die Einschätzung anderer Grammatikeigenarten.

Personalpronomen und Adjektive sind in dieser Sprache ein unerschöpfliches Ärgernis, und man hätte besser daran getan, sie wegzulassen.

Gut, es stimmt natürlich, dass unser sie im Englischen sowohl you, she, her, it, they oder them heißen kann. Je nach Fall eben. Und die Sache mit dem Deklinieren der Adjektive ist möglicherweise tatsächlich etwas komplex. Aber aus der Deklination von my good friend/mein guter Freund/meines guten Freundes/meinem guten Freund usw. Folgendes zu schließen, geht doch etwas weit:

Besser man hat in Deutschland überhaupt keine Freunde, als all diese Scherereien mit ihnen.

Dann ist da noch die Sache mit den Artikeln und dem Geschlecht.

Jedes Substantiv hat ein Geschlecht, und die Zuweisung erfolgt ohne Sinn und System. (…) Im Deutschen hat eine junge Dame kein Geschlecht, eine Weiße Rübe hingegen schon.

Hm, warum heißt es eigentlich das Mädchen, aber die Rübe? Der Tisch, aber das Bett? Egal, das muss man halt einfach mitlernen.

Immerhin hat die schreckliche deutsche Sprache auch positive Aspekte

Es sind zwar nur zwei Vorzüge, die Mark Twain ihr zugesteht, aber immerhin:

Im Deutschen beginnen alle Substantive mit einem Großbuchstaben. Das ist auf jeden Fall eine gute Idee; und in dieser Sprache ist eine gute Idee, ihrer Seltenheit wegen, zwangsläufig bemerkenswert.

Der zweite Pluspunkt ist, dass man deutsche Wörter schreibt, wie man sie spricht (und umgekehrt). Ja, genau! Und das ist ein großer Vorzug gegenüber dem Englischen, wo bestimmte Buchstabenkombinationen – nehmen wir nur ow oder ou  – in zahlreichen Klangvarianten interpretiert werden können. Da kann man im Englischen nur raten, wo wir im Deutschen Klarheit haben.

Das Deutsche muss reformiert werden!

Das findet jedenfalls der Autor. Er macht dazu auch mehrere konkrete Vorschläge. Vermutlich freut er sich posthum darüber, dass einige davon im heutigen Sprachgebrauch schon ziemlich häufig umgesetzt werden.

Konkret rät er, auf den Dativ zu verzichten, weil eh kein Mensch wisse, wann er sich in diesem befinde (war da nicht was, Herr Sick?), das Verb im Satz weiter nach vorn zu rücken und ein paar Kraftausdrücke aus dem Englischen einzuführen. Ich glaube, was diese drei Punkte angeht, sind wir kollektiv auf einem guten Weg.

Außerdem solle man die

Geschlechter neu ordnen und sie dem Willen des Schöpfers entsprechend verteilen.

Ha, und das schreibt jemand, aus dessen Muttersprache Wörter wie Blog oder Laptop stammen, die uns regelmäßig vor die Geschlechterfrage stellen! (Dazu haben wir uns in einem eigenen Post zu der oder das Laptop schon einmal Gedanken gemacht.)

Was sollten wir noch reformieren? Ach ja: Diese endlos langen Komposita abschaffen, kein haben sind gewesen gehabt an Sätze anhängen und die Parenthesen abschaffen. Wobei ich mich wirklich frage, warum er den Nutzen der Klammern und auch der teilbaren Verben gar so negativ einschätzt, wo er mit etwas mehr Offenheit diesen Elementen gegenüber doch einen gesteigerten Lesegenuss gehabt haben könnte … ach, lassen wir das.

Falls Sie Lust darauf bekommen haben, sich intensiver mit Mark Twains Jeremiade zu beschäftigen, können Sie sie hier bei Amazon bestellen (Partnerlink*): Die schreckliche deutsche Sprache – Zweisprachig Englisch – Deutsch

*„Partnerlink“ bedeutet, dass ich für jeden Einkauf, der durch einen Klick auf diesen Link zustande kommt, eine kleine prozentuale Beteiligung bekomme.

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Duden 27. Auflage 2017 – das ist neu im neuen Duden https://diebriefprofis-blog.de/das-ist-neu-im-neuen-duden-2017/ https://diebriefprofis-blog.de/das-ist-neu-im-neuen-duden-2017/#respond Mon, 21 Aug 2017 08:15:45 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1780 Seit einigen Tagen steht er schon auf meinem Schreibtisch, der neue Duden 2017. Er ist […]

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Seit einigen Tagen steht er schon auf meinem Schreibtisch, der neue Duden 2017. Er ist optisch etwas frischer und auch etwas dicker (1254 statt bisher 1216 Seiten) als sein Vorgänger aus dem Jahr 2013. Aber was ist sonst neu in der 27. Auflage? Um das herauszufinden, habe ich mir das aktuelle Standardwerk zur deutschen Rechtschreibung einmal ganz genau angesehen.

Die neuen Rechtschreibregeln 2017 schlagen sich natürlich auch im Duden 2017 nieder

Eingang gefunden hat zum Beispiel die Bindestrichschreibung bei Wörtern wie Ex-Vorsitzender oder Co-Trainer. Der Ex-Weltmeister steht jetzt ebenfalls im Duden. Das finde ich sehr begrüßenswert, denn er liest sich viel besser als der Exweltmeister.

Duden 2017 - neue Schreibweise Ex-Weltmeister

Auch die großzügiger gehandhabte Großschreibung von Adjektiven wurde von der Duden-Redaktion berücksichtigt. Fand sich in der 26. Auflage beispielsweise noch ausschließlich die mittlere Reife, wird dort nun die Schreibweise Mittlere Reife empfohlen. Ebenso verhält es sich bei der multiplen Sklerose, die nun zur Multiplen Sklerose avanciert bzw. in dieser Schreibung empfohlen ist.

neue Rechtschreibung Multiple Sklerose im Duden 27. Auflage

Hier können Sie übrigens die neuen Rechtschreibregeln 2017 nachlesen.

Außerdem wurden viele neue Begriffe in den Duden aufgenommen

Rund 5.000 neue Wörter sollen es sein (ich habe nicht nachgezählt). Darunter sind viele englische Begriffe.

neu im Duden 27. Auflage - Eyetracker

Bevor sich jemand aufregt, dass sich im Deutschen lauter Anglizismen breitmachen: Es sind auch französische Begriffe dabei.

neu im Duden 2017 - französische Redewendung à fonds perdu

Diese hübsche Redewendung kannte ich noch gar nicht; ich lerne doch immer etwas dazu, wenn ich aufmerksam in meinem Duden blättere 🙂

Und natürlich sind auch deutsche Wörter dazu gekommen. Naja, fast deutsche. Es ist zwar verwunderlich, aber sie war in der 26. Auflage 2013 noch nicht zu finden:

neuer Duden 2017 - neuer Begriff Stabilitätskultur

Dabei ist doch kaum etwas deutscher als die Stabilitätskultur, auch wenn das Wort selbst eigentlich aus zwei lateinischen Begriffen zusammengesetzt ist, oder?

Überhaupt hat der Duden 2017 einen politischen Einschlag bekommen

Darin findet sich nämlich sogar unsere Bundeskanzlerin, als „achte Person“ im Amt wunderbar gendergerecht beschrieben.

Angela Merkel im Duden 27. Auflage

Bei „Schröder, Gerhard“ steht dagegen in Klammern der Zusatz: „siebter deutscher Bundeskanzler“. Da muss die Duden-Redaktion wohl noch das gleichmäßige Gendern üben!

Über die gendergerechte Sprache habe ich mir übrigens auch schon einmal Gedanken gemacht; hier lesen Sie meinen Post über die Grenzen des Genderns.

Wo wir gerade bei Politikern sind: Im Duden 2017 steht Donald Trump noch nicht. Unter „T“ findet sich hier nur der frühere US-Präsident Truman. Die Trump’schen alternativen Fakten haben auch noch keinen Platz im Duden gefunden, wohl aber die Fake News.

Fake News im Duden 2017

Nun ja, wer den neuen Duden hat, kann vielleicht auch nicht jede Fake News als solche identifizieren. Er kann sie aber immerhin richtig schreiben …

Den Duden-Band 1 Die neue Rechtschreibung können Sie übrigens hier direkt beim Verlag versandkostenfrei bestellen (kein Partnerlink) oder natürlich bei Amazon (Partnerlink): Duden – Die deutsche Rechtschreibung: Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der amtlichen Regeln (Duden – Deutsche Sprache in 12 Bänden)

Weitere Tipps zur deutschen Rechtschreibung finden Sie auf unserer Übersichtsseite Best of Rechtschreibung.

neuer Duden 2017 - zum Pinnen

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Mein Weg in den Beruf: neuer Bewerbungsratgeber für Absolventen https://diebriefprofis-blog.de/neu-duden-bewerbungsratgeber-mein-weg-in-den-beruf/ https://diebriefprofis-blog.de/neu-duden-bewerbungsratgeber-mein-weg-in-den-beruf/#respond Wed, 22 Mar 2017 08:55:38 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1425 Mein Weg in den Beruf – raus aus der Uni, rein in den Job! Haben […]

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Mein Weg in den Beruf – raus aus der Uni, rein in den Job!

Haben Sie gerade Ihr Studium abgeschlossen und möchten nun möglichst reibungslos ins Berufsleben einsteigen? Oder ist eines Ihrer (Paten-/Enkel-/Nachbars-)Kinder in dieser Situation? Dann habe ich einen Buchtipp für Sie:

Cover des Duden-Ratgebers Mein Weg in den Beruf

Der neu erschienene Bewerbungsratgeber für Hochschulabsolventen ist im Handel bereits erhältlich, bei mir sind diese Woche die Belegexemplare druckfrisch eingetroffen. Zusammen mit meinem Co-Autor Hans-Georg Willmann, einem erfahrenen Karriere-Coach, gebe ich in diesem Buch Tipps rund um das Thema Stellensuche, Gestaltung der Bewerbung, Vorstellungsgespräch bis hin zur Probezeit.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung!

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Warum gute Ideen in der Praxis scheitern https://diebriefprofis-blog.de/konzept-erstellen-ideen-umsetzen/ https://diebriefprofis-blog.de/konzept-erstellen-ideen-umsetzen/#respond Wed, 27 Apr 2016 06:57:25 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=945 Jeder weiß, dass sich im Job nicht unbedingt die fähigsten Leute mit den besten Ideen […]

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Jeder weiß, dass sich im Job nicht unbedingt die fähigsten Leute mit den besten Ideen durchsetzen. Dass muss nicht immer am „Nasenfaktor“ liegen oder daran, dass die Kollegen und der Chef einfach zu doof sind, um zu kapieren, wie brillant eine Idee ist. Oft genug liegt es daran, dass die guten Idee weder gründlich durchdacht noch entsprechend präsentiert wurde.

Dann fehlt eine entscheidende Erfolgsvoraussetzung: ein Konzept.

Was ist ein Konzept und was bringt es?

Ein Konzept ist die schriftliche Ausarbeitung der Lösung für ein komplexes Problem. Es umfasst eine Problembeschreibung (Istzustand), das angestrebte Ziel (Sollzustand) sowie die grundsätzlichen Maßnahmen, die vom Ist- zum Sollzustand führen – und zwar bereits mit globalen Angaben zu Terminen, Budgets und Verantwortlichkeiten.

Mit einem Konzept machen Sie eine Idee greifbar und retten sie vor dem Vergessenwerden. Es ist der erste Schritt, um sie in die Realität umzusetzen und ihr Potenzial auszuschöpfen. Darin zeigen Sie, mit welchen grundsätzlichen Schritten, mit welchem Aufwand und in welchem Zeitrahmen sich das Vorhaben realisieren ließe – ohne allerdings ins Detail zu gehen.

Ein Konzept zeigt Ihnen, was zu tun ist, nicht aber, wie Sie es im Einzelfall erledigen werden. Denn das passiert erst anschließend, wenn es an die konkrete Planung von Maßnahmen, Ressourcen und Terminen geht.

Nicht jede Idee verdient ein Konzept. Wann sollten Sie also ein Konzept erstellen?

Beispielsweise dann, wenn

  • die Realisierung der Idee zeitaufwendig und teuer ist – dann ist das nämlich der erste Check, ob es sich überhaupt lohnt, den Aufwand zu betreiben.
  • die Idee risikobehaftet ist – dann können Sie anhand des Konzepts prüfen, ob das Risiko angemessen ist und ob Sie es eingehen wollen.
  • das dahinterstehende Problem komplex ist – dann können Sie es mit Ihrem Konzept schon einmal durchleuchten.
  • bei der Umsetzung vernetzte Maßnahmen notwendig sind – dann bekommen Sie nämlich bereits vorab einen Überblick.

Ein überzeugendes Konzept erstellen Sie in diesen 7 Schritten:

Schritt 1: die Zielfestlegung

Zunächst muss das Ziel nach Inhalt, Ausmaß und zeitlichem Bezug genau definiert sein, dann erst können Sie sich an die Suche nach Informationen, ans Überlegen und Entscheiden machen.

Schritt 2: die Situationsanalyse

Ziel eines Konzepts ist in der Regel die Veränderung eines bestehenden Zustands, deswegen sollten Sie diesen Istzustand genau kennen. Sie müssen zum Beispiel wissen,

  • wie sich die Ausgangssituation darstellt,
  • wo und warum etwas geändert werden soll und wo nicht,
  • welche Ressourcen Ihnen zur Verfügung stehen und
  • welche sonstigen Rahmenbedingungen zu beachten sind.

In dieser Phase geht es vorrangig darum, Informationsquellen zu finden, die benötigten Informationen zu sammeln, sich Notizen zu machen und das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden.

Schritt 3: Lösungsansätze finden

Es gibt Fälle, in denen die Lösung eines Problems auf der Hand liegt und ein Konzept schnell entwickelt ist. In anderen Fällen sind Lösungsideen nicht so offensichtlich. Für diese Fälle gibt es diverse Strategien: Sie können etwa daraus lernen, wie ähnliche Situationen im eigenen oder in anderen Unternehmen und Institutionen gemeistert wurden, oder auch interne und externe Experten befragen. Vielleicht erstellen Sie auch eine Mindmap, um Ihre Kreativität zielgerichtet einzusetzen.

Schritt 4: Lösungsansätze bewerten und auswählen

Sie haben mehrere Lösungswege gefunden und ein Stück weit ausgearbeitet. Nun geht es darum, sie zu vergleichen, sie im Hinblick auf ihren Aufwand und ihren Nutzen zu bewerten und eine entsprechende Rangfolge zu entwickeln: Welche Lösung ist Ihre Nummer eins? Welche kommen tatsächlich als Alternative infrage? Welche sollten verworfen werden?

Schritt 5: das Konzept strukturieren

Sie haben sich für eine Alternative entschieden und die benötigten Informationen und Argumente zusammengetragen. Nun geht es darum, Ihrem Konzept eine Struktur, also eine plausible und logische Reihenfolge, zu geben.

Schritt 6: das Konzept schriftlich ausarbeiten

Ihr Konzept steht soweit. Sie müssen es jetzt nur noch aufschreiben. Wenn Sie das Konzept für sich selbst erstellen, genügt es, wenn Sie Ihre Überlegungen und Schlüsse schriftlich so festhalten, dass sie für Sie als Leitfaden und Kontrollinstrument für das weitere Vorgehen dienen können. Falls Sie im Auftrag des Chefs oder von Kunden arbeiten, sollten Sie Ihrem Werk eine professionelle schriftliche Form geben.

Schritt 7: das Konzept präsentieren

Oft werden Sie Ihr Konzept auch vor einem mehr oder weniger interessierten Publikum präsentieren müssen. Dann benötigen Sie eine geeignete Dramaturgie für Ihren Vortrag, eine Argumentation, die sich am Nutzen Ihrer Zuhörer orientiert, und Hilfsmittel, mit denen Sie Ihre Inhalte sinnlich erlebbar machen. Auch Sie als Person müssen überzeugend auftreten und Ihr Publikum für sich gewinnen. Ein Konzept muss „verkauft“ werden, wenn Sie andere davon überzeugen wollen.

Mehr Tipps und konkrete Hilfestellungen für die Erstellung von Konzepten finden Sie in diesem Ratgeber, den ich gemeinsam mit meiner Autorenkollegin Cordula Natusch verfasst habe (Amazon-Partnerlink*): Warum gute Ideen in der Praxis scheitern erschien zuerst auf www.diebriefprofis-blog.de.

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Kundenorientierte Korrespondenz: Die 2. Auflage meines Ratgebers ist da! https://diebriefprofis-blog.de/buch-kundenorientierte-korrespondenz-2-auflage/ https://diebriefprofis-blog.de/buch-kundenorientierte-korrespondenz-2-auflage/#respond Thu, 06 Aug 2015 11:43:05 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=615 Hach, es ist doch immer wieder schön, wenn ein Päckchen mit ganz druckfrischen Büchern bei […]

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Hach, es ist doch immer wieder schön, wenn ein Päckchen mit ganz druckfrischen Büchern bei mir eintrifft! Diesmal waren es zehn Freiexemplare meines Korrespondenz-Ratgebers, der 2009 in der ersten Auflage erschienen war und den ich diesen Sommer komplett durchgesehen und aktualisiert habe.

Ratgeber Kundenorientierte Korrespondenz

Der „offizielle“ Erscheinungstermin ist der 25.08.2015, das Buch ist aber bereits in allen (Online-)Buchhandlungen vorbestellbar.

Wann ist Korrespondenz kundenorientiert?

Kunden sind die wichtigsten Menschen für ein Unternehmen, denn sie sind es, die seine Produkte und Dienstleistungen kaufen und damit den Umsatz bringen, von dem die Inhaber und Mitarbeiter leben. Es liegt also im ureigenen Interesse des Absenders, sich beim Schreiben an den Kunden des Hauses und ihren Interessen zu orientieren: Kunden wünschen sich, dass ihre Bedürfnisse erkannt werden und im Mittelpunkt stehen, sie wollen Wertschätzung erfahren, sie möchten Schreiben auf Anhieb verstehen und darin alles finden, was sie wissen wollen und müssen.

Eigentlich ist das ganz einfach.

Schwierig wird es erst, wenn Sie vor der Tastatur sitzen und diese Erkenntnisse konkret umsetzen sollen: Inhalt, Struktur, Wortwahl, Briefeinstieg, Anrede, letzter Satz, Grußformel – alles am Kunden orientiert, aber natürlich so, dass die eigenen Anliegen (auch) erfüllt werden.

Wie Sie das machen, steht in meinem Ratgeber.

Das lesen Sie in meinem Buch Kundenorientierte Korrespondenz:

Es ist in zwei Teile gegliedert. Teil I beschäftigt sich mit den Grundlagen kundenorientierten Schreibens. Zunächst geht es darum, warum gut gemeinte Schreiben oft misslingen und wie Sie das von der gedanklichen Vorbereitung (Kapitel 1) über die Argumentation bis hin zur konkreten Formulierung (Kapitel 2) Ihrer Schreiben vermeiden. Kapitel 3 geht der Frage nach, wie die Schreiben Ihres Unternehmens unverwechselbar und damit wiedererkennbar werden, Kapitel 4 widmet sich den besonderen Anforderungen, die E-Mails an den Schreibenden stellen.

Teil II ist als konkrete Arbeitshilfe für Ihren Arbeits- und Schreiballtag angelegt. Hier finden Sie zu Schreibanlässen von A wie Abwesenheitsnotizen bis W wie Weihnachtsbriefe alles, was Sie brauchen: Rechtsgrundlagen (etwa zu Angeboten, Mahnungen und Antworten auf Reklamationen), Tipps, Checklisten und Mustertexte, die Sie nach Belieben übernehmen oder abwandeln können.

Für wen ist dieser Korrespondenz-Ratgeber nützlich?

Am meisten profitieren werden Solo-Selbstständige und Mitarbeiter wie Führungskräfte kleinerer und mittlerer Unternehmen, weil sie ganze Bandbreite der Schreibanlässe ausschöpfen und am freiesten über ihre Formulierungen entscheiden können. Sekretariatsprofis werden einige Inhalte schon kennen, können sich aber punktuell in Themen wie die am Kundennutzen orientierte Argumentation, das Corporate Writing oder die Formulierung einer witzigen Mahnung oder eines originellen Weihnachtsbriefes nutzbringend vertiefen.

Sie können das Buch unter diesem Link direkt bei Amazon bestellen (Partnerlink*):

Kundenorientierte Korrespondenz. Zeitgemäß, stimmig und rechtlich einwandfrei schreiben. Mit Checklisten und Musterbriefen.

*„Partnerlink“ bedeutet, dass ich für jeden Einkauf, der durch einen Klick auf diesen Link zustande kommt, eine kleine prozentuale Beteiligung bekomme.

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