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]]>Ein sehr hübscher Schreibfehler, finde ich. Da fällt der fehlende Akzent auf dem e gar nicht mehr sonderlich auf.
Briefprofi Barbara ist angesichts dieses Schilds übrigens auch ins Grübeln gekommen: Was bekommt man wohl, wenn man „Wasser Gas / Still“ bestellt? Energieversorgung und Abwasserbeseitigung für den stillen Gast?
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]]>Der Beitrag ß oder ss? Die Eszett-Regeln im Überblick erschien zuerst auf www.diebriefprofis-blog.de.
]]>Grosses leisten!
Das ist aber nach den Regeln der deutschen Rechtschreibung leider falsch. Richtig (wenn auch meiner Meinung nach nicht besonders schön) wäre dagegen:
GROSSES LEISTEN!
Wie kann das denn sein?
Grundsätzlich gelten folgende Regeln für die Verwendung von ß und ss:
Damit ist die Sache zunächst klar: „Groß“ spricht man mit langem Vokal und stimmlosem s, daher muss hier ein Eszett geschrieben werden.
Großes leisten!
Die offizielen Regeln zur ss/ß-Schreibung findet ihr auch hier auf der Duden-Website.
Bei der Verwendung von Großbuchstaben sieht die Sache allerdings anders aus:
Jahrhundertelang gab es gar kein großes Eszett, was insofern logisch ist, als es kein Wort gab und gibt, das mit einem Eszett beginnt. Deswegen sieht die offizielle Rechtschreibregelung vor, dass bei der Schreibung in Großbuchstaben SS statt ß verwendet wird. Das aber kann mitunter zu Missverständnissen führen:
KLASSE MASSE!
Der entzückte Ausruf könnte sich auf die Masse oder die Maße des betreffenden Objekts beziehen; worauf, lässt sich anhand dieser Schreibung nicht identifizieren.
Früher schrieb man in diesen Fällen dann tatsächlich „SZ“, um das Eszett als solches kenntlich und damit das betreffende Wort eindeutig zu machen. Heute gibt es die Möglichkeit, ein ß inmitten der Großbuchstaben zu schreiben. Das gilt zwar als typografisch unschön, erleichtert aber das Lesen und Verstehen. Auch bei Eigennamen ist das erlaubt und sogar empfehlenswert. Zum Beispiel hier:
DER KÜNSTLER WIDUBALD MÜßIG FINDET: FÜR DEN KUSS DER MUSE IST DIE MUßE EIN MUSS
Übrigens: Selbst in Webadressen hat das „scharfe S“ inzwischen Eingang gefunden. Seit 16. November 2010 lässt DENIC den Buchstaben ß als eigenständiges Zeichen in .de-Domains zu. Damit kann beispielsweise die Domain straße.de registriert werden.
Seit 2008 gibt es auch das große Eszett, und zwar ganz offiziell:
Die internationale Organisation für Normung (ISO) hat – in den internationalen Zeichensätzen ISO-10646 und Unicode 5.1 – ein Zeichen für das große Eszett festgeschrieben. Das Dumme daran ist: In die amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung wurde es noch nicht aufgenommen. Es gelten also nach wie vor die oben beschriebenen Regeln. Auch typografisch konnte es sich nicht so recht durchsetzen; in viele Schriften wurde es (noch) nicht aufgenommen. Dabei gibt es so hübsche große Eszetts – die zum Beispiel auf dieser Facebook-Seite sehr liebevoll dokumentiert werden.
Die finde ich GROSSE KLASSE!
Übrigens: Diese Ausführungen gelten nur für die Rechtschreibung in Deutschland. In der Schweiz gibt es kein ß, dort schreibt man beim stimmlosen s-Laut immer ss.
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]]>Der Beitrag Kulinarisches Kuriosum: ein Pizzabelag der besonderen Art erschien zuerst auf www.diebriefprofis-blog.de.
]]>Freuen können sich dagegen die Pilze, die diesem harten Schicksal entgehen. Sie bleiben heil und werden sogar besungen – zum Beispiel von der legendären Rockgruppe Queen. Oder kennen Sie den Song „We are the champignons“ etwa nicht?
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]]>Der Beitrag Phishing mit Fehlern: Rechtschreibfehler kosten Glaubwürdigkeit erschien zuerst auf www.diebriefprofis-blog.de.
]]>Diese Nachricht habe ich heute in meinem E-Mail-Postfach gefunden:
Erneute bestätigung ihres kundenkontos
Sehr geehrte Frau Barbara Kettl-Römer,
wir, die Sicherheitsabteilung von PayPal, sind stets bemüht Ihnen die höchstmögliche Stufe an Sicherheit zu bieten.
Aus diesem Grund ist es nötig, Ihre Daten erneut zu bestätigen. Nur so können wir Missbrauch durch Dritte ausschließen.
Diese werden mit Ihrer alten Eingabe verglichen und sollten diese übereinstimmen, können Sie Ihr PayPal-Konto problemlos weiterhin nutzen.
Das Ganze sah ziemlich echt aus, der Absender lautete [email protected], die Firmenfarbe stimmte auch – und woran bin ich hängengeblieben? Natürlich an den beiden Rechtschreibfehlern im Betreff. Ich habe daher den Betreff kopiert und in meine Suchmaschine eingegeben und bin prompt auf der Seite der Verbraucherzentrale NRW gelandet, die vor dieser Phishing-Mail warnte. Ich gebe zu, ich hätte mir sowieso gedacht, dass PayPal nicht ständig nach Bestätigungen fragt, aber tatsächlich war es nicht der Inhalt, sondern die fehlerhafte Schreibung in der Betreffzeile, die mich zuerst alarmiert hat. (Übrigens fehlt nach „bemüht“ noch ein Komma und den letzten Satz könnte man sprachlich auch noch deutlich verbessern.)
Fazit: Wenn Sie Phishing betreiben wollen, erhöhen Sie Ihre Erfolgschancen, wenn Sie orthografisch korrekt schreiben. Wesentlich lieber ist es uns allerdings, wenn Sie stattdessen ausschließlich inhaltlich einwandfreie Schreiben mit ehrlichen Absichten verfassen.
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]]>Der Beitrag Der Apostroph bei Namen im Genitiv: Von Peterchens Mondfahrt bis zu Tom’s Tacos erschien zuerst auf www.diebriefprofis-blog.de.
]]>Das liegt zum einen daran, dass die Apostroph-Regeln der deutschen Sprache nicht ganz eindeutig sind, sondern einen gewissen Interpretationsspielraum lassen. Zum anderen zeigt sich hier wieder einmal der Einfluss der englischen Sprache, denn sie sieht bei Namen im Genitiv immer einen Apostroph vor – allerdings nicht für die Pluralbildung. Die erfolgt regelmäßig durch das Anhängen eines „s“ ohne Apostroph.
Taco’s und Toast’s sind also garantiert falsch, und das in beiden Sprachen.
„Tom’s Tacos“ ist die einzig korrekte Schreibweise, wenn Tom Engländer oder Amerikaner ist. Im Deutschen könnte man darüber streiten, ob es Toms oder Tom’s Tacos sind, obwohl manche Sprachkrittler hier schnell das böse Wort vom „Deppenapostroph“ anführen.
Sehen wir uns doch einmal die Apostroph-Regeln zu Namen im Genitiv an:
1. Normalerweise wird vor einem Genitiv-s kein Apostroph gesetzt.
Wenn Peterchen zum Mond fährt, ist Peterchens Mondfahrt das korrekt geschriebene Ergebnis. Die ‘-lose Schreibung gilt für Bayerns Brauereien ebenso wie für Hamburgs Reedereien oder die nützlichen Leistungen der Briefprofis.
2. Ein Apostroph wird zur Kennzeichnung des Genitivs gesetzt, wenn Namen bestimmte Endungen (s, ss, ß, tz, z, x und ce), aber keinen Artikel bei sich haben.
Hat Thomas eine Villa, kann der Genitiv ja nicht durch ein zweites s gekennzeichnet werden. Dann handelt es sich eben um Thomas‘ Villa.
Auf dieses Beispiel bin ich übrigens durch eine Meldung gekommen, laut der ein Investor namens Thomas Manns eine Villa in München Bogenhausen gekauft hat, in der früher einmal der Schriftsteller Thomas Mann mit seiner Familie gelebt hatte. Das inspirierte Katja Riedel in der Süddeutschen Zeitung zu der sehr hübschen (und absolut korrekten) Headline:
„Manns Villa wird Manns‘ Villa“
Rein sprachlich betrachtet hätte es hätte natürlich auch Fritz‘, Franz‘ oder Alice‘ bescheidene Unterkunft sein können. Oder Toms Hütte.
3. Man kann den Apostroph setzen, um die Grundform eines Personennamens zu verdeutlichen, und zwar vor dem Genitiv-s oder der Adjektivendung -sch.
Der eichendorffsche Taugenichts kann also auch als Eichendorff’scher Taugenichts geschrieben werden und Carmen’s Tassenküchlein sind nicht direkt falsch, obwohl man sich auch ohne Apostroph durchaus denken kann, dass die Dame Carmen heißt und nicht Carmens.
Bei Namen mit Verwechslungspotenzial sieht das anders aus: Lucas‘ Würstchenbude gehört eindeutig einem Mann, während Luca’s Würstchen eventuell von einer Frau angeboten werden.
Eigentlich gar nicht so schwierig, oder?
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]]>Der Beitrag Grad noch auf der Gratwanderung, und schon orthografisch abgestürzt … erschien zuerst auf www.diebriefprofis-blog.de.
]]>Der Grat in Gratwanderung ist die Bezeichnung für die oberste Kante eines Bergrückens und wird mit t geschrieben. Er ist nicht zu verwechseln mit der Temperatur- und Winkeleinheit Grad, die mit d geschrieben wird.
Und warum wird nun diese Wanderung auf dem Bergrücken so oft als Metapher verwendet? Wer schon einmal über einen Berggrat gewandert ist, weiß es: Da geht es rechts und links steil hinunter, und wer über den schmalen Grat dazwischen schreitet, riskiert schon bei einem kleinen Fehltritt einen großen Absturz. Man muss also trittsicher in der Mitte bleiben, wenn man Unheil vermeiden will. Dieses Bild passt heute offensichtlich auf viele Lebenssituationen, sonst würde es ja nicht so häufig zitiert werden.
Die Politik zum Verbleib Griechenlands im Euro-Währungsraum ist zum Beispiel eine Gratwanderung. Zu Fuß zur Akropolis hinaufzusteigen könnte dagegen eine Wanderung bei angenehm milden Graden werden …
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]]>Der Beitrag Von Standards und Standarten erschien zuerst auf www.diebriefprofis-blog.de.
]]>Sprachlich gab es da diverse Missstände festzustellen. Einer davon hat mich zu diesem Text angeregt. Dazu ein kleines Quiz:
Welche Schreibweise ist richtig?
a) Standartisierung
b) Standadisierung
c) Standardisierung?
Sie haben c) ausgewählt – Gratulation, damit haben Sie die 100 Punkte gewonnen!
Das Wort „Standard“, das auf „d“ endet, wurde aus dem Englischen entlehnt. Es bedeutet „Normalmaß“ oder „Richtschnur“. Wer etwas standardisiert, schafft Normvorgaben dafür, vereinheitlicht es also. Das ist betriebswirtschaftlich oft sinnvoll.
Das Fiese daran ist, dass etymologisch (also von der Wortherkunft her) gesehen der „Standard“ auf das altfranzösische Wort „estendard“ zurückgeht – und das bedeutet tatsächlich Standarte. Die Standarte wiederum ist auch etwas, an dem man sich orientiert, aber eben keine Normvorgabe, sondern ein Feldzeichen bzw. eine Fahne, um die sich die Truppen sammeln.
Aus einem Feldzeichen kann man allerdings kein Verb ableiten, weswegen niemand sprachlich korrekt etwas standartisieren kann, nicht einmal ein BWL-Student …
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]]>Der Beitrag So vermeiden Sie typische Schreib- und Stilfehler in Ihrer Weihnachtspost erschien zuerst auf www.diebriefprofis-blog.de.
]]>Ein Fehler gefällt mir allerdings so gut, dass ich ihn gerne beibehalte. Nämlich das Wort, das sich laut Fehlerteufelchen mit vier „tz“ schreibt: Atzventzkrantzkertze …
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