Deutsch-Englisch-Denglisch – www.diebriefprofis-blog.de https://diebriefprofis-blog.de Tipps zum Thema Schreiben im Beruf Fri, 13 Aug 2021 13:12:29 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.2 https://diebriefprofis-blog.de/wp-content/uploads/2019/01/Profilbild-2-150x150.jpg Deutsch-Englisch-Denglisch – www.diebriefprofis-blog.de https://diebriefprofis-blog.de 32 32 Der oder das Laptop – wie ist das mit dem Genus bei englischen Wörtern im Deutschen? https://diebriefprofis-blog.de/der-oder-das-laptop-genus-bei-englischen-woertern-im-deutschen/ https://diebriefprofis-blog.de/der-oder-das-laptop-genus-bei-englischen-woertern-im-deutschen/#respond Fri, 13 Aug 2021 13:08:31 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=3326 Heißt es nun der oder das Laptop, Notebook, Blog, Hashtag? Und gibt es eigentlich eine […]

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Heißt es nun der oder das Laptop, Notebook, Blog, Hashtag? Und gibt es eigentlich eine Regel, nach der bei der Genus-Zuordnung von englischen Wörtern im Deutschen vorzugehen ist? Diese Fragen haben Sie sich vielleicht auch schon gestellt. Tatsächlich gibt es keine klare Regel zum Genus von Fremdwörtern im Deutschen. Wohl aber ein paar Grundsätze.

Grundsätze zum Genus von Fremdwörtern im Deutschen

Grundsatz 1: Fremdwörter bekommen oft im Deutschen das grammatische Geschlecht zugeordnet, das sie auch in der Ursprungssprache haben. So ist die Expertise im Deutschen wie im Französischen weiblich, der Esprit dagegen männlich. Bereits bei französischen Wörtern ergibt sich allerdings das Problem, dass das Deutsche drei grammatische Geschlechter kennt, das Französische aber nur zwei. Das Englische kennt für die meisten Nomen überhaupt nur ein Genus, Grundsatz 1 hilft also nicht weiter bei der Beantwortung der Frage, ob es nun der oder das Laptop heißt.

Grundsatz 2: Das Fremdwort bekommt häufig das Genus, das die deutsche Übersetzung oder ein sinnverwandter Begriff hat. Die wörtliche Übersetzung für Notebook ist Notizbuch, daher ist das Notebook im Deutschen sächlich. Hashtag bedeutet wörtlich „Doppelkreuzzeichen“, richtig ist also das Hashtag. Beim Laptop gibt es keine wörtliche Übersetzung; die deutsche Entsprechung wäre „Klapprechner“, demnach ist der Laptop grammatisch als männlich anzusehen.

Bei Blog wird die Sache schwieriger, denn dafür gibt es weder eine deutsche Übersetzung noch eine direkte Entsprechung. Man kann aber Grundsatz 2 anwenden und argumentieren, dass Blog ein Kofferwort aus web (Netz) und log (Tagebuch) ist. Demnach wäre die deutsche Bedeutung „Netz-Tagebuch“, womit das Blog eindeutig sächlich ist.

Trotz dieser überaus logischen Betrachtungen ist die Ausgangsfrage damit aber nicht eindeutig beantwortet.

Der oder das Laptop? Beides geht!

Denn im täglichen Sprachgebrauch orientieren sich viele Menschen nicht an diesen Grundsätzen. Vermutlich liegt es auch daran, dass beispielsweise die Herkunft des Wortes Blog den allermeisten Leuten nicht bekannt ist und sie es gar nicht als Kofferwort identifizieren. Dazu kommen regionale Sprachvorlieben: Im süddeutschen Raum wird tendenziell das maskuline Genus bevorzugt (hier ist zum Beispiel auch der Radio noch gebräuchlich), in Mitteldeutschland das neutrale.

Daher finden sich auch im Duden (28. Auflage) meist beide Varianten:

  • Blog, das, auch: der
  • Hashtag, das oder der
  • Laptop, der, auch: das

Man beachte die Reihenfolge der Empfehlungen: Zumindest die Duden-Redaktion bevorzugt das Blog/der Laptop; beim Hashtag ist sie unentschieden. Nur beim notizbuchartigen Rechner hat sie klar Stellung für das Notebook bezogen.

Falls Sie sich für weitere Themen rund um Fremdwörter im Deutschen interessieren, empfehle ich Ihnen auch meine Beiträge über die Pluralbildung von Fremdwörtern sowie über zusammengesetzte englische Begriffe im Deutschen.

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Englischer Satzbau – bitte beim Übersetzen nicht übernehmen! https://diebriefprofis-blog.de/englischer-satzbau-problem-beim-uebersetzen/ https://diebriefprofis-blog.de/englischer-satzbau-problem-beim-uebersetzen/#respond Mon, 12 Nov 2018 10:48:26 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2363 Am Redigieren übersetzter Bücher habe ich durchaus meine Freude. Denn sprachlich gibt es hierbei immer […]

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Am Redigieren übersetzter Bücher habe ich durchaus meine Freude. Denn sprachlich gibt es hierbei immer wieder neue Herausforderungen. Die größte: nicht zu nah am englischen Originaltext zu bleiben, gerade wenn es um Schachtelsätze geht.

Englischer Satzbau lässt sich oft nicht eins zu eins übertragen

Verschachtelte Sätze mögen in der Originalsprache durchaus elegant klingen. Wenn der Übersetzer aber zu sehr an der englischen Grammatik kleben bleibt, dann klingt das im Deutschen eher umständlich bis plump. Dazu ein Beispiel:

That’s exactly the reason why I think this shouldn’t be a problem.

In der (zu) englischnahen Übersetzung wird daraus im mir vorliegenden Manuskript folgender Satz:

Das ist genau der Grund, warum ich denke, dass das kein Problem sein sollte.

Das ist nun wahrlich kein Satz, von dem ich finde, dass er in einer guten Übersetzung etwas zu suchen hat 🙂

Mein Appell an alle Übersetzer: Waschen Sie den Leim ab, der Sie an die englische Satzstellung kittet. Gönnen Sie sich etwas mehr Freiheit bei der Übertragung ins Deutsche. Wie viel besser klingt im Deutschen ein Satz, der nicht so verschachtelt daherkommt:

Aus eben diesem Grund sollte das meiner Ansicht nach kein Problem sein.

Oder:

Gerade deshalb dürfte das meiner Meinung nach kein Problem sein.

Sie sehen: Am Inhalt hat sich dadurch nichts verändert. Nur die Lesbarkeit ist besser geworden, weil englischer Satzbau durch deutschen ersetzt würde.

Falls Sie sich auch für Fallstricke beim Übertragen deutscher Texte ins Englische interessieren, emfehle ich ich Ihnen folgende Beiträge:

Wenn englisch, dann richtig – bitte ohne Pseudoanglizismus!

Falscher Anglizismus per Direktübersetzung

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Falscher Anglizismus per Direktübersetzung https://diebriefprofis-blog.de/falscher-anglizismus-per-direktuebersetzung/ https://diebriefprofis-blog.de/falscher-anglizismus-per-direktuebersetzung/#comments Mon, 02 Jul 2018 11:03:40 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2205 Englisch klingt cool, ein falscher Anglizismus ist aber eher uncool. Und so mancher Versuch, besonders […]

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Englisch klingt cool, ein falscher Anglizismus ist aber eher uncool. Und so mancher Versuch, besonders mondän zu wirken, scheitert an mangelnden Sprachkenntnissen. Ein Beispiel dafür zeigt die folgende Tafel vor einer Gaststätte:

Falscher Anglizismus - closed society

So schnell entsteht ein falscher Anglizismus

Klar: Geschlossen heißt im Englischen closed, Gesellschaft society. Zu dumm nur, dass „geschlossene Gesellschaft“ sich nicht per Direktübersetzung ins Englische übertragen lässt. Closed Society meint nämlich keine Gruppe, die ein Lokal exklusiv für sich genmietet hat, sondern dieser Begriff bezieht sich auf die Gesellschaft eines Landes oder einer Region. Gemeint ist eine abgeschottete Gesellschaftsschicht, in die Nichtzugehörige nicht aufsteigen können.

Und wie heißt dann die geschlossene Gesellschaft im Lokal auf Englisch richtig? Der korrekte englische Begriff lautet private function. Auch private party ist manchmal zu lesen.

Umgekehrt lässt sich nicht jeder englische Begriff direkt ins Deutsche übertragen

Auch dieser Versuch mündet schnell in ein wahres sprachliches Gruselkabinett. Mir ist beim Lektorat eines aus dem Amerikanischen übersetzten Buchmanuskripts mal die „Föderale Reserve“ begegnet. Au weia! Das passiert, wenn man die Federal Reserve wörtlich ins Deutsche überträgt. Dabei handelt es sich aber um die US-Notenbank, nicht etwa um ein Geldlager der Bundesländer.

Über die manchmal schwierige, manchmal lustige Verquickung des Englischen mit dem Deutschen haben wir uns schon öfter Gedanken gemacht. Zum Beispiel in diesen Posts:

Wenn englisch, dann richtig – bitte ohne Pseudoanglizismus!

Bairisch, englisch, benglisch – oder nur noch grässlich?

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Bairisch, englisch, benglisch – oder nur noch grässlich? https://diebriefprofis-blog.de/bairisch-englisch-benglisch-graesslich/ https://diebriefprofis-blog.de/bairisch-englisch-benglisch-graesslich/#respond Thu, 14 Dec 2017 11:08:08 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1857 Die innigliche Verquickung der deutschen mit der englischen Sprache wird vielerorts als Denglisch bezeichnet. Sie […]

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Die innigliche Verquickung der deutschen mit der englischen Sprache wird vielerorts als Denglisch bezeichnet. Sie klingt oft gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen: bescheuert! Es geht allerdings noch grässlicher: Im Freistaat Bayern findet man derzeit offenbar eine Mischung des heimischen Dialekts mit dem angelsächsischen Idiom schick. Das Ergebnis ist, nun ja, eine Art Benglisch. Und höchst gewöhnungsbedürftig.

Beispiele gefällig? Schauen Sie sich mal diese Kochbücher an!

Benglisch – Bayerische Crossover-Tapas

Benglisch – Für dahoam & to go

Benglisch – Sweet BavarianTreats

Zum Abgewöhnen!

Eine weiteres Beispiel für solches Benglisch hat übrigens unser Leser Robert K. gefunden:

Wirtsstubn-Opening - ein Beispiel für grässliches Benglisch

Er fand das „Wirtsstubn-Opening“ so grässlich, dass er uns gleich ein Foto davon geschickt hat.

Wie sehen Sie das? Finden Sie diese „benglische“ Mischung modern, lustig oder doof? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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Wenn englisch, dann richtig – bitte ohne Pseudoanglizismus! https://diebriefprofis-blog.de/pseudoanglizismus-erkennen-und-vermeiden/ https://diebriefprofis-blog.de/pseudoanglizismus-erkennen-und-vermeiden/#comments Mon, 22 May 2017 11:47:17 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1619 Kürzlich haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob und wann man Bindestriche verwendet, wenn […]

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Kürzlich haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob und wann man Bindestriche verwendet, wenn man zusammengesetzte englische Begriffe in deutschen Schreiben verwendet. Inzwischen gibt es ja ziemlich viele Anglizismen – also englische Ausdrücke, die Eingang in unsere Sprache finden. Oft liegt das daran, dass es für einen Begriff keine echte oder nur eine sehr umständliche deutsche Entsprechung gibt.

Anglizismen sind grundsätzlich okay

Man könnte z. B. statt Electronic Banking auch „Abwicklung von Bankgeschäften auf elektronischem Wege“ schreiben. Oder die Happy Hour durch „eine Stunde, in der alkoholische Getränke verbilligt angeboten werden“ ersetzen. Sprachpuristen würden sich darüber vielleicht freuen. Alle anderen Leser würden sich eher wundern.

Wo ein Anglizismus sinnvoll ist, können Sie ihn also unbesorgt übernehmen, solange Sie sich dabei an die jeweils passenden Rechtschreibregeln halten. Andererseits gibt es auch viele Anglizismen, die überflüssig sind, weil es für sie einen deutschen Ausdruck gibt, der den Sachverhalt genauso trifft und außerdem von jedem verstanden wird. Dann empfehlen wir natürlich die Wahl des deutschen Begriffs.

Eine schöne Auswahlhilfe bei der Entscheidung „Anglizismus oder nicht“ bietet übrigens die Lektorin Dr. Sandra Meinzenbach auf ihrem Blog Textskizzen.

Und was bitte ist ein Pseudoanglizismus?

Ein Schein- oder Pseudoanglizismus ist ein Begriff, der mit englischen Wörtern gebildet, aber von englischen Muttersprachlern nicht verwendet bzw. teilweise überhaupt nicht verstanden wird. Er macht auf Englisch, ist aber schlicht eine deutsche Fehlübersetzung.

Häufig wird als Beispiel der Coffee to go angeführt. Das ist aber zwar kein eindeutiger Pseudoanglizismus, denn für Speisen und Getränke, die man im Gehen verzehrt, verwenden auch Engländer oder Amerikaner den Begriff to go. Wenn man aber Pizza oder Sushi für Zuhause kauft, ist es take away food.

Weitere Scheinanglizismen, die Sie vermeiden sollten

Nun ist das mit dem Kaffee ja ohnenhin kein zentrales Thema, denn in der Geschäftskorrespondenz oder anderen Texten für Ihre englischsprachigen Leser werden Sie es nicht so oft brauchen. Es gibt aber noch mehr Pesudoanglizismen, auf die Sie im geschäftlichen Zusammenhang hereinfallen und damit tatsächlich auf Unverständnis stoßen könnten. Typische Beispiele sind:

Beamer
Handy
Service Point

Die heißen nämlich in echtem Englisch:

projector
mobile phone
information desk

Falls Sie über Ihre Branche schreiben möchten, ist das übrigens nicht die branch (= Ast oder auch Bank), sondern die industry. Und wenn Sie Ihren Chef erwähnen, ist er der boss, denn die Bezeichnung chef ist im Englischen für den Küchenchef reserviert.

Vorsicht bei Reisen mit der Bahn!

Besonders lustig finde ich einen Pseudoanglizismus, den die Deutsche Bahn in die Welt gesetzt hat: Falls Sie einem englischen Korrespondenzpartner empfehlen, er möge doch das Angebot Rail & Fly nutzen, wird er sich sehr wundern. Übersetzt heißt das nämlich „Fluchen und Fliegen“ (to rail = schimpfen, lästern, fluchen). Das kann zwar passieren, wenn man mit der Bahn zum Flughafen reist. Aber gemeint war sicher Rail & Flight (= Schiene und Flug).

Pseudoanglizismus - ein Begriff, der englisch klingt, den aber kein Engländer versteht

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Zusammengesetzte englische Begriffe im Deutschen: Wie ist das mit dem Bindestrich? https://diebriefprofis-blog.de/zusammengesetzte-englische-begriffe-richtig-schreiben/ https://diebriefprofis-blog.de/zusammengesetzte-englische-begriffe-richtig-schreiben/#comments Thu, 20 Apr 2017 07:44:49 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1520 Normalerweise beschäftigen wir Briefprofis uns ja nur mit deutschen Texten. In denen kommen aber oft […]

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Normalerweise beschäftigen wir Briefprofis uns ja nur mit deutschen Texten. In denen kommen aber oft auch englische Wörter vor. Und schon stellt sich die Frage, wie man die denn schreibt. Klein oder groß, zusammen oder getrennt, eingedeutscht oder nicht? Mit der Konsonantenverdopplung bei eingedeutschten Wörtern wie Tipp oder Stopp haben wir uns ja schon beschäftigt. Wenn wir bei einer längeren Verhandlung einen Boxenstopp einlegen, hat der also ein Doppel-P am Schluss.

Nicht, dass wir hier grundsätzlich zu Anglizismen raten würden, aber manche englische Begriffe sind einfach treffender als deutsche Entsprechungen, die nur einen Teil der Wortbedeutung wiedergeben.

Aber hier naht schon wieder Ungemach: Schreibt man zusammengesetzte englische Begriffe im Deutschen nun zusammen oder getrennt? Groß oder klein? Mit oder ohne Bindestrich? Boxenstopp oder Boxen-Stopp?

Groß oder klein?

Substantive werden im Deutschen großgeschrieben, ebenso wie Verbindungen aus zwei Substantiven. Also werden grundsätzlich auch zusammengesetzte englische Substantive im Deutschen großgeschrieben.

Frau Schlau fliegt in der Economyclass zum Treffen des Braintrusts, um dort über neue Fundraisingtools zu sprechen.

Bindestrich oder nicht?

Die „Fundraisingtools“ geben schon zu denken. Sie sind zwar korrekt geschrieben, aber nicht sehr gut zu lesen. Deswegen haben Sie auch die Möglichkeit, zwischen zusammengesetzte englische Substantive einen Bindestrich zu setzen. Auch dann werden die Substantive natürlich großgeschrieben. Korrekt wäre also auch:

Frau Schlau fliegt in der Economy-Class zu einem Treffen des Brain-Trusts, um dort über neue Fund-Raising-Tools zu sprechen.

Ich persönlich finde das ein paar Bindestriche zu viel und würde hier alle Begriffe zusammenschreiben und nur das Fundraising-Tool wegen der besseren Lesbarkeit mit einem Bindestrich versehen. Ob Frau Schlau einen Boxenstopp oder einen Boxen-Stopp einplant, bleibt also ihr überlassen.

Und wenn es nicht nur Substantive sind?

Wird ein englisches Adjektiv mit einem Substantiv zusammengespannt, wird der Begriff grundsätzlich getrennt, dabei sind beide Wörter großzuschreiben. Nur wenn die Hauptbetonung auf dem zuerst stehenden Adjektiv liegt, kann auch zusammengeschrieben werden.

Während Frau Schlau über die Nutzung von Social Media und Electronic Banking referiert, freut sie sich auf das bevorstehende Happy End des Tages und auf einen leckeren Hotdog.

Bei Verbindungen aus Verb und Partikel (Partikel sind Wörter, die nicht gebeugt werden können) haben Sie die Wahl zwischen Zusammen- und Bindestrichschreibung:

In der Kaffeepause jammert Kollege Wichtig mal wieder über seinen Hangover von der letzten Party und darüber, dass er vor lauter Stress bald im Burn-out landen werde. Frau Schlau, für die Jammern ein echtes No-Go ist, zählt heimlich einen Countdown, bis sie sich verabschieden kann.

Jetzt noch die Kür: zusammengesetzte englische Begriffe mit mehr als zwei Bestandteilen

Werden mehrere Wörter bzw. Wortgruppen zusammengesetzt, werden alle Bestandteile per Bindestrich gekoppelt.

Frau Schlau geht nach dem Know-how-Transfer mit den Kollegen aus der Public-Relations-Abteilung zur After-Work-Party, auf der krasse Cross-over-Musik gespielt wird.

Übrigens: Werden englische Redewendungen komplett ins Deutsche übernommen, schreibt man sie englisch: nämlich klein und ohne Bindestriche.

Als Frau Schlau nach Hause fliegt, resümiert sie, dass das ganze Treffen wieder einmal business as usual war.

Also eigentlich ziemlich easy, die richtige deutsche Schreibweise für zusammengesetzte englische Begriffe …

zusammengesetzte englische Begriffe im Deutschen - wie ist das mit dem Bindestrich?

Falls Sie sich für weitere Rechtschreibtipps interessieren, empfehlen wir einen Besuch auf unserer Seite Best of Rechtschreibung. Mehr über Bindestriche und andere Satzzeichen finden Sie auf unserer Seite Best of Satzzeichen.

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Tip oder Tipp, Stopp oder Stop? Immer diese Eindeutschungen … https://diebriefprofis-blog.de/tip-oder-tipp-stopp-oder-stop-immer-diese-eindeutschungen/ https://diebriefprofis-blog.de/tip-oder-tipp-stopp-oder-stop-immer-diese-eindeutschungen/#comments Mon, 27 Mar 2017 11:44:59 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1419 Tip oder Tipp, Stopp oder Stop? Viele Wörter aus dem Englischen gehören heute zum ganz […]

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Tip oder Tipp, Stopp oder Stop? Viele Wörter aus dem Englischen gehören heute zum ganz normalen „deutschen“ Wortschatz. Die meisten davon werden trotzdem in englischer Rechtschreibung geschrieben. Manche wurden aber eingedeutscht, also den Regeln der deutschen Rechtschreibung unterworfen. Die sind es auch, die mitunter für orthografische Verwirrung sorgen.

Beispiel für falsche Rechtschreibung: Frisurentips

Eine Zeitschrift warb beispielsweise damit, dass es in ihr garantiert keine Frisurentips gäbe. Das ist einerseits möglicherweise eine interessante Werbeaussage, andererseits aber garantiert falsch geschrieben.

Tip oder Tipp?

Wenn Sie einen Engländer um Rat fragen, gibt er Ihnen einen tip. Im Deutschen aber werden nach einem kurzen Vokal die Konsonanten verdoppelt, deswegen gibt es in deutschen Texten korrekterweise ausschließlich Tipps. Das gilt für Frisuren und alle anderen Lebensbereiche.

Stop oder Stopp?

Stoppschild mit Aufschrift STOP

Wenn Sie heute mit dem Auto zur Arbeit gefahren sind, haben Sie vielleicht an einem Stoppschild gehalten. Hoffentlich 3 Sekunden lang an der Haltelinie. Merkwürdigerweise steht auf dem Schild aber gar nicht Stopp, sondern STOP. Das liegt vermutlich daran, dass, als das Schild 1971 eingeführt wurde, die Schreibweise noch nicht eingedeutscht war. In England halten Sie also am stop sign, in Deutschland stoppen Sie am deutschen Stoppschild, auf dem aber ein englisches STOP steht.

Pin oder Pinn?

Okay, das war eine Fangfrage: Sie können zwar an einer Pinnwand etwas pinnen, nämlich mit einer Pinnnadel. Oder Sie pinnen virtuell etwas bei Pinterest. Aber pin als Substantiv gibt es nur auf Englisch, nicht auf Deutsch. Im Deutschen gibt es höchstens die PIN-Nummer, aber die hat wiederum mit dem Pinnen nichts zu tun.

Nicht jedes gängige Wort wird eingedeutscht

Ein bisschen unlogisch ist es ja schon: Trotz häufiger Verwendung und kurzem Vokal ist ein Hit nach wie vor kein Hitt und ein Sportler nicht topp, sondern top … aber wer weiß, wie lange noch? Schließlich ist auch in der Rechtschreibung viel im Fluss.

Falls Sie sich für weitere Rechtschreibtipps interessieren, empfehlen wir einen Besuch auf unserer Seite Best of Rechtschreibung.

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