E-Mails – www.diebriefprofis-blog.de https://diebriefprofis-blog.de Tipps zum Thema Schreiben im Beruf Sun, 03 Jan 2021 12:21:10 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.2 https://diebriefprofis-blog.de/wp-content/uploads/2019/01/Profilbild-2-150x150.jpg E-Mails – www.diebriefprofis-blog.de https://diebriefprofis-blog.de 32 32 Kleiner E-Mail-Knigge für Ihre professionelle Kommunikation https://diebriefprofis-blog.de/kleiner-e-mail-knigge-fuer-ihre-professionelle-kommunikation/ https://diebriefprofis-blog.de/kleiner-e-mail-knigge-fuer-ihre-professionelle-kommunikation/#respond Tue, 02 Oct 2018 11:18:07 +0000 https://diebriefprofis-blog.de/?p=2347 Manche Zeitgenossen finden einen E-Mail-Knigge überflüssig, weil E-Mails ohnehin eine aussterbende Kommunikationsform seien. E-Mails sind […]

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Manche Zeitgenossen finden einen E-Mail-Knigge überflüssig, weil E-Mails ohnehin eine aussterbende Kommunikationsform seien. E-Mails sind bald tot? Ha, von wegen! Zumindest im beruflichen Bereich läuft nach wie vor ein Großteil der externen und internen Kommunikation über E-Mails, und das wird auch noch lange so bleiben.

Gegenüber dem guten alten Brief haben sie neben der Schnelligkeit der Übermittlung und den geringeren Kosten den Vorteil, näher am gesprochenen Wort zu sein. Im Vergleich zu diversen Messengerdiensten sind sie wesentlich besser geeignet, komplexere Inhalte (und Anhänge) zu transportieren. Zwar sind E-Mails weniger formell als Briefe, erfordern aber auf jeden Fall mehr Sorgfalt, als sie bei Messengerdiensten üblich ist. Dabei sind die Regeln eigentlich recht einfach:

Unser E-Mail-Knigge umfasst nur 7 Regeln

Ganz im Sinne des Freiherrn von Knigge geht es dabei nicht um stures Befolgen irgendwelcher Konventionen, sondern vor allem um Rücksichtnahme auf die Korrespondenzpartner.

Regel Nr. 1: Versenden Sie keine unnötigen E-Mails

Wir haben alle viel zu tun, unsere Arbeitszeit ist kostbar. Deswegen ist es ein Gebot der Höflichkeit, anderer Leute Zeit nicht zu verschwenden. Jede E-Mail, die den Empfänger im Grunde nichts angeht oder ihn nicht interessiert, verstößt gegen dieses Gebot.

Ebenso E-Mails, die jemand nur schreibt, weil es für ihn bequemer ist, den Kollegen nach etwas zu fragen, als selbst nachzuforschen. Oder fünf Einzel-E-Mails zu einem Thema, weil der Absender keine Lust hatte, die Informationen erst zu bündeln und dann zu versenden.

Regel Nr. 2: Schreiben Sie keine E-Mail, wenn ein Gespräch nötig ist

Ein Phänomen, das mich immer wieder erstaunt, ist das E-Mail-Ping-Pong, bei dem es zu ein und demselben Sachverhalt x-mal hin- und hergeht. Am Ende ist vielleicht etwas geklärt. Oft herrscht aber nur Verwirrung oder Gereiztheit, und die Beteiligten müssen die Informationen aus der AW:AW:AW-Endlosschlange mühsam herausfiltern.

Dabei könnte man die meisten Sachverhalte in einem Telefonat binnen fünf oder zehn Minuten klären und am Ende bei Bedarf eine Zusammenfassung des Besprochenen per E-Mail versenden. Das spart Zeit und Nerven und stärkt zudem die persönliche Beziehung der Beteiligten.

Regel Nr. 3: Datenschutz gilt auch für E-Mail-Adressen

Wenn Sie an mehrere Empfänger innerhalb Ihres Unternehmens schreiben, können Sie natürlich alle E-Mail-Adressen einzeln in der Adresszeile aufführen. Oft sind aber selbst bei Rundmails an alle möglichen Empfänger alle Adressen offen zu sehen.

Ich finde es durchaus interessant, wenn ich sehe, welche Fachautoren für ein Projekt noch angefragt wurden oder welche sonstigen Dienstleister irgendwie involviert sind. Aber ob die alle wollen, dass ihre E-Mail-Adressen auf diese Art beliebig weiterverbreitet werden? Professionell und datenschutzrechtlich geboten ist es, in solchen Fällen eine Empfängergruppe anzulegen. Dann sehen die Empfänger in der Adresszeile nur den Gruppennamen.

Regel Nr. 4: Formulieren Sie immer einen aussagekräftigen Betreff

Der Betreff erlaubt dem Empfänger die schnelle Zuordnung einer Botschaft und die Einschätzung ihrer Bedeutung. Auch für die Ablage und das Wiederauffinden ist ein guter Betreff hilfreich. Daher tun Sie sich und Ihren Korrespondenzpartnern einen Gefallen, wenn Sie sich die Mühe machen, einen präzisen Betreff zur formulieren. Wie das konkret aussehen kann, lesen Sie in meinem Beitrag zum Betreff in E-Mails.

Gerade im Hinblick auf die Wiederauffindbarkeit ist es sinnvoll, wenn Sie bei AW:AW:AW-Ketten die Betreffzeile vor der nächsten Antwort ändern. Sie sollten es auch vermeiden, nach einer E-Mail-Konversation zu einem Thema mit einem weiteren „AW“ zu einem anderen Thema überzugehen. Schreiben Sie dann lieber eine neue E-Mail mit einem neuen, passenden Betreff. Wie Sie Betreffzeilen von empfangenen E-Mails für Ihre eigene Ablage nachträglich ändern können, lesen Sie in diesem Beitrag.

Regel Nr. 5: Anrede und Gruß sind unverzichtbar

Auch das gehört natürlich in einen E-Mail-Knigge: Elektronische Nachrichten sind nah am gesprochenen Wort. Die meisten Menschen würden es zumindest merkwürdig, wahrscheinlich aber sehr unhöflich finden, wenn es bei einem Gespräch keine Begrüßung und Verabschiedung gäbe. Genauso ist es bei einer E-Mail: Sie benötigt eine Anrede zu Beginn und eine Grußformel am Ende.

Das gilt nicht, wenn Sie mit Ihrem Lieblingskollegen im intensiven Austausch stehen. Ich habe auch Kolleginnen, mit denen ich Unterhaltungen per Einzeiler oder Betreffzeile führe. Wo es eine enge, vertraute Beziehung gibt, dürfen Formvorschriften fallen. Das ist aber die Ausnahme, nicht die Regel. Gerade bei neuen Kollegen oder wenig vertrauten Projektpartnern wirkt Formlosigkeit plump bis unhöflich. Lesen Sie dazu auch mein Plädoyer für Stil und Form in E-Mails.

Ohnehin haben Sie bei der Formulierung von Anrede und Gruß in E-Mails viel Spielraum, den Sie ruhig nutzen können. Tipps und Beispiele dazu lesen Sie hier. Auch für die Anrede mehrerer Empfänger habe ich schon Vorschläge gemacht.

Regel Nr. 6: Schreiben Sie kurz, knackig und strukturiert

Eben weil E-Mails ein schnelles Medium sind, das bei den meisten Empfängern unter Zeitdruck gelesen wird, gehört es zum E-Mail-Knigge, sich kurz zu fassen. Damit meine ich keine Anweisungen im Stakkato-Stil, sondern Botschaften, die sich auf das Wesentliche konzentrieren. Falls ausführliche Hintergrundinformationen erforderlich sind, gehören sie in ein Extra-Dokument im Anhang. Wobei auch bei Anhängen eine gewisse Sparsamkeit walten sollte: 25 Anhänge tragen nicht zur Information bei, sondern höchstens zur Überforderung.

„Strukturiert“ bedeutet, dass Sie Ihre Nachricht so gliedern, dass sie für den Leser leicht zu erfassen ist: Das Wichtige nach oben, Zusatzinformationen darunter. Das Ganze bitte in sinnvolle Absätze aufgeteilt.

Sicher kennen auch Sie Bandwurm-E-Mails, bei denen der Absender einfach seinen kompletten Gedankengang aufgeschrieben hat. Damit hat er sich die Mühe des Strukturierens gespart. Dafür hat der Empfänger die mühevolle Aufgabe, das Ganze zu entwirren und die relevanten Informationen herauszufiltern. Als professioneller Korrespondenzpartner machen Sie es natürlich besser.

Regel Nr. 7: Nicht antworten ist auch keine Lösung

Gefühlt bekommen wir alle viel zu viele E-Mails. Insofern muss man manchmal abwägen, ob und wann eine Antwort erforderlich ist. Bei reinen Infomails ist das meist nicht der Fall. Ansonsten ist es aber irritierend, wenn bei einem elektronischen Gespräch die Antwort ausbleibt.

Wenn ich z. B. einem Kunden einen Text schicke, erwarte ich zumindest ein kurzes Feedback: „Ist angekommen, passt so!“ Das muss nicht am selben Tag erfolgen, aber doch binnen ein oder zwei Werktagen.

E-Mails gar nicht oder erst nach zwei oder mehr Wochen zu beantworten, ist unhöflich. Zudem provoziert es Nachfrage-Mails oder -Anrufe, macht also letztlich allen Beteiligten mehr Arbeit. Wenn Sie wirklich keine Zeit haben, schreiben Sie halt: „Ich komme derzeit nicht dazu, mir das anzusehen, melde mich aber, sobald es geht.“

Eine ähnliche Funktion haben Abwesenheitsnotizen, die über Ihr E-Mail-Postfach automatisch versendet werden. Sie sind ein Gebot der Höflichkeit gegenüber Ihren Korrespondenzpartnern, weswegen Sie sie bei jeder Abwesenheit von mehr als einem Werktag aktivieren sollten. Sie finden bei uns auch Beiträge dazu, wie Sie Abwesenheitsnotizen kundenfreundlich formulieren und wie Sie eine Out-of-office-Reply auf Englisch formulieren.

E-Mail Knigge - 7 Regeln für professionelle E-Mails

Fazit:

Sie sehen, zum E-Mail-Knigge gehören keine verstaubten Vorschriften, sondern nur Dinge, die Sie sich von Ihren E-Mail-Korrespondenzpartnern auch wünschen würden. Fehlt Ihnen noch eine Regel? Oder haben Sie ein Beispiel, das dazu passt? Dann schreiben Sie einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag.

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Betreff ändern: Wie Sie E-Mails für Ihre Ablage umbenennen https://diebriefprofis-blog.de/betreff-aendern-wie-sie-e-mails-fuer-ihre-ablage-umbenennen/ https://diebriefprofis-blog.de/betreff-aendern-wie-sie-e-mails-fuer-ihre-ablage-umbenennen/#comments Mon, 06 Feb 2017 07:13:12 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1342 Ein präziser Betreff ermöglicht es den Empfängern Ihrer E-Mails, diese richtig einzuordnen. Schön wäre es […]

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Ein präziser Betreff ermöglicht es den Empfängern Ihrer E-Mails, diese richtig einzuordnen. Schön wäre es natürlich, wenn auch die E-Mails, die Sie empfangen und bearbeiten, so konkret benannt wären, wie Sie es in unserem Blogpost Der Betreff in E-Mails: Punkten Sie mit präzisen Formulierungen gelesen haben. Da aber vermutlich in Ihrem elektronischen Postfach genauso vage Betreffangaben landen wie bei uns, sind hoffentlich diese Tipps für Sie hilfreich, mit denen Sie einen Betreff ändern und die E-Mail richtig speichern können. „Richtig“ meint hier so, dass Sie sie jederzeit problemlos wiederfinden.

Wie Sie in Outlook 2013 ganz einfach einen Betreff ändern

Sie öffnen die E-Mail mit einem Doppelklick, gehen mit dem Cursor in die Betreffzeile und ändern bzw. überschreiben sie wie gewünscht. Dann schließen Sie die E-Mail wieder mit einem Klick auf das Exit-X rechts oben. Nun erscheint ein Dialogfeld mit der Frage:

Die Eigenschaften der Nachricht „…..“ wurden geändert. Sollen Ihre Änderungen an dieser Nachricht gespeichert werden?

Sie klicken auf Ja. Fertig.

Die E-Mail ist nun mit dem geänderten Betreff in Ihrem Posteingang bzw. dem E-Mail-Ordner zu sehen.

Dazu ein kleines Beispiel:

Ich mache für einen Kunden Interviews, die in einer Mitarbeiterzeitschrift veröffentlicht werden. Die Texte sende ich den Interviewten immer unter dem Betreff „Interviewtext für (Name der Mitarbeiterzeitschrift) zur Freigabe“ vorab zum Gegenlesen. Erst wenn die Freigabe erfolgt ist, sende ich den fertigen Text an meinen Kunden. Die E-Mails mit der Freigabe landen bei mir üblicherweise unter dem Betreff: „AW: Interviewtext für (Name der Mitarbeiterzeitschrift) zur Freigabe“

Dann benenne ich sie so um, dass ich sofort sehen kann, welche Freigaben erfolgt sind. Habe ich beispielsweise eine Frau Müller interviewt, ändere ich den Betreff in „Freigabe-Müller“ und lege die E-Mail im regulären Windows-Ordner für die jeweilige Ausgabe der Mitarbeiterzeitschrift ab.

Und wie legen Sie E-Mails im passenden Windows-Ordner ab?

Ich wusste selbst lange nicht, wie das geht, und war fassungslos, als mir jemand zeigte, wie einfach das ist: Sie öffnen erst den Windows-Explorer-Ordner, gehen dann in Ihren Outlook-Posteingang, klicken die gewünschte E-Mail im Eingangsfenster mit der linken Maustaste an und ziehen sie bei weiter gedrückter Maustaste auf das Windows-Explorer-Ordner-Symbol. Dort lassen Sie die Maustaste erst los, wenn Sie auf dem jeweiligen Unterordnersymbol angekommen sind. Nun ist eine Kopie der E-Mail in diesem (Unter-) Ordner abgelegt und Sie können sie aus Ihrem Posteingang löschen.

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Der Betreff in E-Mails: Punkten Sie mit präzisen Formulierungen https://diebriefprofis-blog.de/betreff-in-e-mails-konkret-formulieren/ https://diebriefprofis-blog.de/betreff-in-e-mails-konkret-formulieren/#respond Mon, 23 Jan 2017 09:59:16 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1293 Die meisten von uns haben mitunter das Gefühl, in der Nachrichtenflut geradezu unterzugehen – wie […]

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Die meisten von uns haben mitunter das Gefühl, in der Nachrichtenflut geradezu unterzugehen – wie hilfreich ist da ein präziser Betreff in E-Mails. Aus ihm können wir erkennen,

  • worum es in der E-Mail geht,
  • ob und wie wichtig sie ist,
  • ob sie sofort oder später bearbeitet werden sollte.

Umso ärgerlicher ist es, dass so viele E-Mails eintreffen, deren Betreff nicht einmal annähernd erahnen lässt, worum es geht. Diesen Ärger können Sie immerhin den Empfängern Ihrer E-Mails ersparen, wenn Sie selbst Ihre Betreffzeilen eindeutig formulieren.

Im Idealfall sind im Betreff in E-Mails bereits alle relevanten Informationen enthalten

Wenn Sie gemeinsam mit dem Empfänger an einem (einzigen) Projekt arbeiten, müssen Sie nicht jedes Mal dazu schreiben, um welches es geht. Dann genügt es, anzugeben, was Sie diesmal möchten bzw. schicken: etwa eine Terminverschiebung oder einen Zwischenbericht. Wenn Sie mit einer völlig neuen Frage an einen wenig oder gar nicht bekannten Empfänger herantreten, sollten Sie im Betreff dagegen mehr Informationen liefern. Das kann zum Beispiel so aussehen:

Betreff in E-Mails - Beispielformulierungen

Zu lang sollte der Betreff allerdings nicht ausfallen, da je nach Programm und Fenstergröße sonst Teile davon für Ihre Empfänger nicht lesbar sind. Wenn Sie ins Ausland (z. B. auch in die Schweiz) schreiben, sollten Sie außerdem die Umlaute auflösen und „ß“ durch „ss“ ersetzen. Sonst kommt beim Empfänger nur ein merkwürdiger Zeichensalat an.

Vorsicht bei Spam-verdächtigen Formulierungen

E-Mail-Profis achten beim Betreff zusätzlich darauf, dass er keine Begriffe enthält, die von Anti-Spam-Programmen als verdächtig eingestuft werden. In diese Falle bin ich kürzlich selbst wieder einmal getappt, als wir auf diesem Blog eine Verlosungsaktion durchgeführt haben und ich die Gewinner benachrichtigt habe. Betreff:

Sie haben ein Super-Buch gewonnen!

Natürlich hat kein Gewinner auf diese Nachricht geantwortet, weil sie bei jedem im Spam-Filter gelandet ist. Es war aber gar nicht so einfach, auf die Begriffe „Gewinn“, „gewonnen“ und „Verlosung“ zu verzichten. Ich habe mich dann für eine neutrale Formulierung entschieden:

Ihr Kommentar bei den Briefprofis

Immerhin habe ich drei der vier Super-Bücher an die ursprünglichen Gewinner versenden können …

Wenn Sie sich für weitere Briefprofi-Tipps zum Thema E-Mails interessieren, könnten auch folgende Beiträge für Sie hilfreich sein:

Kleiner E-Mail-Knigge für Ihre professionelle Kommunikation

Anrede und Grußformeln in E-Mails: Nutzen Sie Ihren Spielraum!

Anrede mehrerer Empfänger – wie formulieren Sie die?

Tipps für die Zuordnung und Ablage von E-Mails finden Sie in unserem Beitrag: Betreff ändern: Wie Sie E-Mails für Ihre Ablage umbenennen

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Anrede und Grußformeln in E-Mails: Nutzen Sie Ihren Spielraum! https://diebriefprofis-blog.de/anrede-und-grussformeln-in-e-mails-nutzen-sie-ihren-spielraum/ https://diebriefprofis-blog.de/anrede-und-grussformeln-in-e-mails-nutzen-sie-ihren-spielraum/#respond Tue, 06 Dec 2016 06:51:29 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1227 Zu Beginn eine Anrede, dann ein gut gegliederter und in korrekter Rechtschreibung verfasster Text, am […]

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Zu Beginn eine Anrede, dann ein gut gegliederter und in korrekter Rechtschreibung verfasster Text, am Schluss ein Gruß – so viel Form sollte auch in E-Mails gewahrt bleiben. Gerade bei der Anrede und Grußformeln in E-Mails haben Sie mehr Möglichkeiten als in Briefen. Schade, dass die so selten ausgeschöpft werden.

Die Anrede können Sie zum Beispiel an der Tageszeit ausrichten

„Guten Morgen, Frau …“

„Guten Abend, Herr …“

Ersteres können Sie in E-Mails verwenden, die Sie vor 10 Uhr versenden, Letzteres etwa ab 17 Uhr.

Am besten passt das, wenn Sie einigermaßen sicher davon ausgehen können, dass die Empfänger Ihre E-Mails auch zu dieser Tageszeit lesen. Also zum Beispiel bei Geschäftspartnern, deren Bürozeiten Sie kennen und von denen Sie wissen, dass sie nicht gerade auf Reisen sind.

Vorsichtig sollten Sie mit Guten-Abend-E-Mails an Mitarbeiter und Kollegen sein, bei denen Sie nicht davon ausgehen können, dass sie um diese Zeit ohnehin noch am Schreibtisch sind. Sie könnten sonst als Aufforderung verstanden werden, Ihr Anliegen noch abends zu bearbeiten bzw. zu beantworten. Das wird nicht immer gut ankommen.

Grußformeln: Bitte ausschreiben!

Wir haben es oft eilig, schreiben auf dem Smartphone oder Tablet von unterwegs – da kommen schon mal E-Mails heraus, die mit MfG, VG oder LG enden. Oder in denen nach dem Text nur die Signatur kommt, ganz ohne Grüße. Manche Leute finden das auch völlig okay. Begründung: E-Mails seien ein schnelles Medium und Formalitäten bedeuteten unnötige Verzögerungen.

Das ist in Ordnung, solange Sie mit vertrauten Freunden und Kollegen Kurzbotschaften austauschen. Hin und her geschickte Einzeiler ähneln dann einer gesprochenen Unterhaltung und benötigen tatsächlich keine weiteren Formalitäten.

Bei weniger vertrauten Kollegen, bei Geschäftspartnern oder gar Kunden sollten Sie aber die Form wahren. Sonst kommt in diesen grußlosen oder mit Zwei-Buchstaben-Grüßen versehenen Nachrichten folgende Botschaft an:

„Sie sind mir nicht die Mühe wert, eigens einen Gruß zu schreiben“

Daher mein Rat: Nehmen Sie sich in der Geschäftskorrespondenz die Zeit, eine Grußformel zu schreiben (oder in Ihre Signatur einzubauen), und zwar vollständig ausgeschrieben. Das zeigt Respekt gegenüber dem Empfänger.

So formulieren Sie individuelle Grußformeln in E-Mails

Ich bedaure es, dass nur wenige Menschen die Freiräume nutzen, die sie in der E-Mail-Korrespondenz haben. Schließlich kommunizieren Sie hier in Echtzeit und wissen in der Regel, wann und wo Ihre Nachricht im Posteingang landet. Das ermöglicht eine große Bandbreite individueller Grußformeln, mit denen Sie sich aus der E-Mail-Flut abheben und zeigen können, dass Ihnen der Empfänger die Mühe einer persönlichen Formulierung wert ist.

Zum Beispiel können Sie die Orte einbauen, von denen aus bzw. in die Sie Ihre E-Mails senden:

Freundliche Grüße aus München

Herzliche Grüße nach Stuttgart

Mit freundlichen Grüßen ins schöne Leipzig

Auch Tageszeiten und Wochentage können Sie einfließen lassen:

Einen schönen Feierabend wünscht Ihnen (ab 17 Uhr)

Einen guten Start in eine erfolgreiche Woche wünscht Ihnen (Montag)

Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen (Freitagnachmittag)

Oder Sie nehmen Bezug auf das aktuelle Wetter oder die Jahreszeiten – das ist schließlich immer ein Thema:

Sonnige Grüße aus dem Breisgau

Viele Grüße aus dem regnerischen Dresden

Vorweihnachtliche Grüße

Sie sehen: Sie haben bei Anrede und Grußformeln in E-Mails viel mehr Möglichkeiten, als die Regeln der klassischen (Brief-) Korrespondenz erlauben. Ich finde es schön, wenn Sie diese nutzen und Ihre Empfänger mit persönlicheren Formulierungen erfreuen.

Anrede und Grußformeln in E-Mails individuell formulieren

Falls Sie sich für weitere Tipps zum Thema E-Mail-Korrespondenz interessieren, empfehle ich Ihnen auch folgende Posts:

Kleiner E-Mail-Knigge für Ihre professionelle Kommunikation

E-Mails: ein Plädoyer für Stil und Form

Der Betreff in E-Mails: Punkten Sie mit präzisen Formulierungen

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Anrede mehrerer Empfänger – wie formulieren Sie die? https://diebriefprofis-blog.de/anrede-mehrerer-empfaenger-wie-formulieren-sie-die/ https://diebriefprofis-blog.de/anrede-mehrerer-empfaenger-wie-formulieren-sie-die/#comments Wed, 05 Oct 2016 08:37:21 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=1137 Ob die Empfänger „sehr geehrt“ oder „lieb“ sind, ist nicht die einzige Entscheidung, die Sie […]

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Ob die Empfänger „sehr geehrt“ oder „lieb“ sind, ist nicht die einzige Entscheidung, die Sie bei der Brief- bzw. E-Mail-Anrede treffen müssen. Wenn Sie an mehr als einen Empfänger schreiben, müssen Sie nämlich entscheiden, wie Sie diese anreden.

Einfache Übung: Anrede von zwei Empfängern

Bei zwei Empfängern ist das noch einfach: An zwei Kollegen wenden Sie sich mit

Lieber Peter, lieber Felix,

An zwei Kunden oder andere Geschäftspartner schreiben Sie

Sehr geehrter Herr Müller, sehr geehrter Herr Dr. Klöbner,

Allerdings lauert hier bereits die erste Stolperfalle, nämlich die Frage der Reihenfolge: Wen nennen Sie zuerst?

Wie immer in Fragen der Etikette gilt: Es geht nach der Rangordnung. Im beruflichen Umfeld gilt die hierarchische Rangordnung (anders als im Privatleben, wo nach wie vor Damen bzw. Ältere zuerst kommen). Sie nennen also den ranghöheren Kollegen oder Kunden zuerst.

Sehr geehrte Frau Liebig, sehr geehrter Herr Mogl,

(Sie ist die Chefin, er der Assistent.)

Sehr geehrter Herr Klein, sehr geehrte Frau Krämer,

(Er ist der Chef, sie die Assistentin.)

Haben beide den gleichen Rang, haben Sie die Wahl, wen Sie zuerst nennen.

Kniffliger wird es, wenn Sie an mehr als zwei Empfänger schreiben. Schließlich wird es schnell albern, wenn Sie alle drei oder mehr namentlich ansprechen.

Vorschläge für die Anrede mehrerer Empfänger

In einer E-Mail können Sie sich manchmal elegant aus der Affäre ziehen, wenn Sie die zwei wichtigsten Empfänger unter „An:“ eintragen und im Text namentlich anreden und die anderen auf „CC“ setzen.

Wenn Ihr Schreiben aber alle Empfänger gleich angeht, brauchen Sie eine andere Lösung. Nur: welche? Ich bekam neulich eine E-Mail, die insgesamt vier Empfänger hatte. Sie begann mit der Anrede:

Liebe „alle“,

Das fand ich ganz originell, aber doch etwas unpräzise. Besser ist es, wenn Sie für die Empfängergruppe eine konkretere Bezeichnung wählen. Ich schreibe zum Beispiel an die Gruppe meiner Fachautoren für ein Newsletterprojekt immer als:

Liebes Autorenteam,

Ähnlich einsetzbar sind für Sie folgende Anredeformen:

Liebes Projektteam,
Liebe Auszubildende,
Liebe Kollegen,

Aber Vorsicht: Bei Team und Azubis dürfen sich Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen fühlen. Für die „lieben Kollegen“ gilt das nur, wenn es sich um eine rein männliche Truppe handelt.

Männer und Frauen anreden

Klar: Wenn Sie nur Frauen anschreiben oder eine Gruppe aus Männern und Frauen, lautet die Lösung:

Liebe Kolleginnen,
Liebe Kollegen und Kolleginnen,

Was aber tun Sie, wenn es sich bei den Empfängern z. B. um drei Frauen und einen Mann handelt (oder umgekehrt)?

Mein Vorschlag wäre:

Liebe Kolleginnen, lieber Kollege,
Liebe Kolleginnen, lieber Felix,
Liebe Kollegen, liebe Beate,

Falls Sie es als unpassend empfinden, eine einzelne Person namentlich herauszuheben, können Sie auf eine der folgenden Möglichkeiten ausweichen:

Liebes Team,
Liebe Arbeitskreismitglieder,
Liebe QM-Mitstreiter,

Sie sehen: Es gibt für die Anrede mehrerer Empfänger keine allein richtige Standardlösung, sondern hier ist auch etwas Kreativität gefragt. Welche Möglichkeiten fallen Ihnen sonst noch ein? Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare!

Anrede mehrerer Empfänger - Pin

Mehr Tipps zu Form und Stil von E-Mails finden Sie in unserem kleinen E-Mail-Knigge für Ihre professionelle Kommunikation.

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E-Mails: ein Plädoyer für Stil und Form https://diebriefprofis-blog.de/e-mails-ein-plaedoyer-fuer-stil-und-form/ https://diebriefprofis-blog.de/e-mails-ein-plaedoyer-fuer-stil-und-form/#comments Wed, 03 Feb 2016 14:30:38 +0000 http://diebriefprofis-blog.de/?p=856 Obwohl ja immer wieder einmal behauptet wird, die E-Mail sei tot, ist sie in der […]

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Obwohl ja immer wieder einmal behauptet wird, die E-Mail sei tot, ist sie in der Geschäftskorrespondenz nach meiner Erfahrung noch durchaus lebendig. Nun las ich erst gestern in einem Artikel in der Wirtschaftswoche online, für kleine Unternehmen und Start-ups seien E-Mails mit Anrede und Grußformel viel zu umständlich. Denn da habe man viel zu tun und keine Zeit mit solchen Formalitäten zu verplempern. Deswegen solle man lieber einfache Chatprogramme nutzen und jeweils ohne „belanglose Nettigkeiten“ gleich zur Sache kommen.

Ist E-Mail-Etikette also einfach nicht mehr zeitgemäß?

Nun ja. Ich habe auch ziemlich viel zu tun, und das gilt für die meisten Leute, mit denen ich beruflich korrespondiere. Trotzdem habe ich immer genug Zeit, um eine Anrede und einen Gruß zu schreiben. Vielleicht liegt das daran, dass ich nicht für jeden Pipifax eine E-Mail schreibe, sondern das nur tue, wenn es wirklich etwas mitzuteilen gilt (und dann nur an die Leute, die es auch betrifft). Natürlich habe ich auch Kontakte, zu denen im Laufe der Jahre ein sehr freundschaftliches Verhältnis entstanden ist. Wenn da E-Mails hin- und hergehen, sind das mitunter auch nur Einzeiler oder Halbsätze ohne Drumherum, wie sie im Freundes- oder Familienkreis geschrieben werden.

Diese Formlosigkeit ist dann nicht die Folge von Effizienzdenken, sondern von gewachsener Vertrautheit und persönlicher Bindung. Das aber ist in der geschäftlichen Korrespondenz die Ausnahme, nicht der Standard.

Beim Lesen des WiWo-Artikels musste ich daher gleich an einen jungen Projektmanager denken, der seit Kurzem bei einem meiner Kunden arbeitet. Er kommuniziert wahlweise in Einzeilern, die von seinem Smartphone gesendet werden oder in sehr langen E-Mails, die an sehr viele Personen im Verteiler gehen. Folgende Anreden hat er zuletzt gebraucht (wenn er überhaupt welche verwendet):

Hallo, …

Hallo zusammen, …

Frau Kettl-Römer, …

Wenn es am Ende eine Grußformel gibt – vom Handy aus gibt es keine –, lautet sie:

Beste Grüße

Danke, Grüße

Hallo? Ist das jetzt schlimm?

Ich meine: Ja. Auf mich wirkt diese Form- und Achtlosigkeit unhöflich und respektlos. Ich kenne den Mann kaum und habe mit ihm insgesamt dreimal gesprochen; wir sind also keine alten Kumpels. Ich arbeite gerne für meine Kunden und verstehe mich ganz klar als Dienstleisterin. Aber nicht als Dienstbotin, die man mit knappen Befehlen dirigiert.

E-Mails ohne Anrede und Gruß sind unhöflich

Die Formlosigkeit privater Chats sollte nicht aus Gedankenlosigkeit oder wegen vermeintlicher Effizienzgewinne auf die Geschäftskorrespondenz übertragen werden. Ganz besonders nicht, wenn Sie an Kunden schreiben. Höflichkeit verursacht vielleicht ein bisschen Aufwand, drückt aber Respekt und Wertschätzung aus und ist damit von ihrer Wirkung her unbezahlbar.

Mehr darüber, wie Sie E-Mails im Sinne Ihrer Kunden schreiben, lesen Sie übrigens auch in meinem Buch Kundenorientierte Korrespondenz, das 2015 in zweiter, aktualisierter Auflage erschienen ist. Sie können es über diesen Link direkt bei Amazon bestellen (Partnerlink*).

*„Partnerlink“ bedeutet, dass ich für jeden Einkauf, der durch einen Klick auf diesen Link zustande kommt, eine kleine prozentuale Beteiligung bekomme.

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